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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen. |
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Themen-Optionen |
#1
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Hallo allerseits,
Einige von euch werden sich vielleicht noch an mein erstes hier im Forum vorgestelltes Einstiegsprojekt Stitch&Glue Kajak erinnern. Mein erstes Kajak habe ich nun bereits fleißig gepaddelt. Wenn das Wetter mitspielt, versuche ich mindestens 30 km pro Woche zu fahren. Nun wirds aber Zeit, den letztes Jahr bereits angepeilten Zweier in Angriff zu nehmen. Meine Frau will auch mal mit, und das alte Faltboot begeistert uns nicht mehr wirklich. Letztes Jahr habe ich mich erst hier ins Forum getraut, als das Boot schon fertig war. Diesmal dürft Ihr mir bereits vor Baubeginn über die Schulter schauen ![]() Als Vorbild hatte ich mir bereits den Shearwater Double von Eric Schade ausgeguckt. Besonders die Decksform und auch das Gesamtkonzept gefallen mir gut. Mittlerweile bin ich kein totaler Anfänger mehr und wir haben auch schon ein paar Boote ausprobiert. Das ergab folgende Erkenntnisse: Käufliche neue Boote, die uns gefallen, bewegen sich im Preisbereich deutlich jenseits 3000 Euro. Den Shearwater Double empfinde ich mittlerweile als nicht schlank genug. Etwas Wendigkeit statt nur "wie auf Schienen" zu laufen wäre nicht schlecht, und wenigstens bei schwachem Wind sollte der Zweier auch solo halbwegs fahrbar sein. Spätere Experimente mit Besegelung sind nicht völlig auszuschließen. Zuerst wollte ich eine verkürzte Version bauen (ca. 5,20m statt 5,60m). Nun peile ich doch die lange Version an, allerdings teilbar in ein 2,90m und ein 2,70m Segment. Das erhöht natürlich die Komplexität beim Bau und das Gewicht, letzteres um geschätzte 4-5 kg. Ist aber vor allem aus Platzgründen bei der Lagerung nicht zu umgehen. Die Rumpfform habe ich vor allem im vorderen Bereich deutlich schlanker gestaltet. Die Crew vorn braucht sowieso weniger Auftrieb, und das Boot sollte dadurch nahe der Rumpfgeschwindigkeit leichter laufen. Vom Rennboot ist es natürlich immer noch weit entfernt. Durch die Sonderwünsche entfiel natürlich die Möglichkeit, einfach einen Plan zu kaufen ![]() Eine Abbildung des Entwurfs gibts im Anhang. Wer mal spaßeshalber die Risse übereinander legt, wird feststellen, dass zwar die Verwandtschaft zum Shearwater Double unverkennbar ist, das Vorschiff aber deutlich schlanker wurde und auch der Kielsprung etwas größer. Das vor allem dadurch, dass ich vor allem vorn und ein wenig achtern die Kielung etwas reduziert habe. Das vordere Gepäckvolumen ist nun allerdings deutlich kleiner. Bei stärkerem Wellengang wird der Bug nun eher die Neigung haben, durch eine Welle zu tauchen statt drüber gehoben zu werden. Zum Ausgleich wurde das Deck vor der vorderen Sitzluke etwas höher und runder gemacht. Den U-Spant mittschiffs habe ich praktisch unverändert übernommen. Bei der Kippstabilität habe ich noch nicht soviel Praxiserfahrung und wollte mich nicht zu stark vom Vorbild entfernen. Das Boot sollte sich ohne Ruderanlage noch ordentlich paddeln lassen, ich habe aber fest eingeplant, eine dran zu bauen. Dadurch spart man sich ständige Team-Abstimmungen über die aktuelle Fahrtrichtung ![]() Eckdaten: Multi-Knickspanter mit 8 Planken im Rumpf Länge 5,60 m, WL 5,43 m Breite 0,68 m, WL 0,64 m Gesamt-Volumen 650l Block-Koeffizient 0,42 Prismatischer Koeffizient 0,52 Mittschiffskoeffizient 0,81 Konstruktions-Tiefgang 0,13 m bei 170 kg Nutzlast und ca. 30 kg Bootsgewicht Gesamt-Nutzlast bis ca. 230 kg Vorgesehene Fahrtreviere: Binnen, Seen bis Kleinflüsse. WW1,5 sollte noch gehen. Als Bauzeit habe ich mal 150 Stunden angepeilt. Kommentare, besonders von erfahrenen Paddlern, sind sehr willkommen! Noch kann ich den Entwurf modifizieren... Gruß, Martin
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#2
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Hallo Martin,
willst du wieder in stich&glue arbeiten oder doch lieber in Leistenbauweise. In dem Falle gäbe es mit KFoundry ein deutlich einfacheres Programm um Kajaks zu designen. Steven ![]()
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#3
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Hallo Steven,
danke für den Link! KFoundry werde ich mir am Wochenende mal ausführlicher ansehen. Ich glaube, da bin ich letztes Jahr schon mal drüber gestolpert, als ich noch nicht an Leistenbau gedacht hatte. Gereizt hätte mich die Leistenbauweise diesmal schon. Bootsbau-Sperrholz habe ich aber bereits, und das möchte ich erst mal verbrauchen. Der Entwurf ließe sich sicher recht einfach auf Rundspant und Leistenbau umstellen. Um die Decksform und den Übergang zum Rumpf schön hinzubekommen, wäre aber wohl etwas Nacharbeit nötig. Was noch dagegen spricht ist, dass das Boot geteilt werden muss. Nicht dass das technisch nicht ginge, aber ich weiß nicht, ob ich es übers Herz bringen würde, ein schönes Leistenbau-Kajak durchzusägen ![]() ![]() Freeship hat immerhin den Vorteil, dass ich für S&G eine ordentliche Abwicklung der Schiffshülle machen kann. Mein Workflow bis zum ausgedruckten 1:1 Schnittmuster für die Bauteile steht bereits und funktioniert sehr gut. Auch die Arbeiszeit schätze ich bei S&G deutlich niedriger ein. Durch den Multi-Knickspant ist der Vorteil natürlich etwas geringer. In zwei oder drei Jahren werde ich mir vielleicht ein "richtiges" Touren-Seekajak bauen. Dann wahrscheinlich als Leistenbau. Gruß, Martin |
#4
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Gehe mal davon aus, daß Dir diese Seite bereits bekannt ist, aber es gibt ja hier gewiß auch interessierte Mitleser. Speziel die "conctruction notes" halte ich für lesenswert.
http://www.newfound.com/ Gruß Richard
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Bitte darum, mir Fehler in der Rechtschreibung, insbesondere Groß- kleinschreibung nachzusehen, meine Alltagssprache ist English, das schleift sich ein... Danke __________________________ Fortior est qui se quam qui fortissima vincit Moenia.
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#5
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Hallo Martin,
ich bin gespannt! Ein kleiner Kommentar zur Wendigkeit von 2ern: Allgemein sind 2er natürlich schwieriger zu manövrieren als 1er aber aus meiner Erfahrung ist es zu zweit wesentlich angenehmer, wenn das Boot mal von sich aus "wie auf Schienen" fährt. Da zumindest Freizeitpaddler nie 100%ig gleichmäßige Kraft ausüben wird das schnell ermüdend (diese Erfahrung habe ich letztes Jahr bei 10bft Wind auf dem Saguenay Fjord machen müssen ![]() Das entscheidende ist ein gutes Ruder und hier gibt es durchaus Unterschiede – mit optimaler Rudergröße hast Du auch bei kleinen Schilfdurchführungen zwischen Seen keine Probleme und vor allem bessere Kontrolle. Ich würde an Deiner Stelle etwas länger bauen (ca. 6,5m ). Wie willst Du die geteilten Hälften verbinden? Mit Schrauben oder eher mit Klemmlaschen? |
#6
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Hi zusammen.
Ich finde es sehr gut wenn sich jemand die Mühe macht und einen Entwurf ändert.Bin grad beim Bau eines Shearwater Double aber wegen dem Wetter ,Arbeit usw hinke ich meinem Zeitplan hinterher.Werde mitte August mal die Planken verbinden und laminieren.Zu diesem Thema hab ich ja schon viel bei vanderalm lesen können.Bin auf die nächsten Beiträge gespannt. |
#7
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Hallo Leute,
vielen Dank für die Rückmeldungen! @Richard: Die Firma kannte ich noch nicht, aber in unmittelbarer Nähe wohnt Verwandtschaft von mir und ich bin schon dagewesen, sogar auf einem der Seen schon per Motorboot unterwegs gewesen. Die Welt ist klein! Was die da anbieten, scheint Hand und Fuß zu haben. Die Website ist jedenfalls interessant und informativ. @Matthias: Für 10 Bft Wind ist mein Boot nicht geplant. Mehrwöchige Expeditionen in die Wildnis habe ich erst mal nicht vor. Bewohner Kanadas oder Skandinaviens, die auch mal an der Küste fahren wollen, haben da wohl andere Vorgaben. Ich habe mich bewusst gegen eine Auslegung als Seekajak entschieden. Ich möchte das Boot so haben, dass es ohne Ruder bewusst nicht "wie auf Schienen" läuft, sondern eher wie ein Kanadier. Länger als 5,60m geht nicht, das gibt mein "Bauplatz" leider nicht her. Schon bei dieser Länge werde ich sehr tricksen müssen, und komfortables Arbeiten ist das nicht. Die vorgesehene Crew wird auch nie so viel Power aufbringen, dass ein längeres Boot beim Tourenpaddeln Geschwindigkeitsvorteile hätte. Zum Glück werde ich den Rumpf nach der Innenbeschichtung und dem Aufsetzen des Decks bereits teilen können. Die weiteren Arbeiten werden dann überwiegend im geteilten Zustand erledigt. Für die Verbindung hatte ich eigentlich vorgesehen, im Vorterteil vier M8 rostfreie Stehbolzen einzulaminieren. Gummi-oder Silikonscheiben drüber, Boot zusammen stecken, hinten innen weitere Gummischeiben, dann Unterlegscheiben und Flügelmuttern drüber. Das sollte zwar funktionieren, dann habe ich aber unter der Wasserlinie zwei Löcher im hinteren Rumpfteil. Das mag ich eigentlich nicht so gern. MIt Laschen arbeiten und von außen verschrauben sollte auch gehen. Da müsste mir aber erst eine Konstruktion einfallen, die wirklich besser ist als die zuerst angedachte, und bei der die Bootshälften beim Festziehen der Schrauben auch zusammengezogen werden. Wackelei mag ich hier gar nicht. Kennst Du geeignete Vorbilder zum "Abkupfern"? @Harry: Wenn dein Boot fertig ist, würde ich es mir gern mal live ansehen, am liebsten mal gemeinsam paddeln. Auf welchen Gewässern wirst Du zu finden sein? Gruß, Martin |
#8
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Da könntest Du die Trennstelle komplett als Schotten ausbilden und hättest die Stabilität des Rumpfes in keiner Weise geschwächt. Gruß Richard
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Bitte darum, mir Fehler in der Rechtschreibung, insbesondere Groß- kleinschreibung nachzusehen, meine Alltagssprache ist English, das schleift sich ein... Danke __________________________ Fortior est qui se quam qui fortissima vincit Moenia. |
#9
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Hallo Richard,
Was Du in meinem Freeship-Entwurf nicht sehen kannst: Der Shearwater Double hat einen mittleren Stauraum, den ich übernehmen werde. Die Trennstelle fällt mit dem hinteren Schott dieses Stauraums zusammen. Dieses Schott wird natürlich doppelt ausgeführt und die Trennstelle liegt dazwischen. Ohne Schotten mittschiffs wäre mir der Rumpf zu schlabbrig, auch ohne die Teilung. Die Zugkräfte der Verbindungselemente werde ich durch zusätzliche Glasrovings in die Rumpfschale einleiten. Die Dimensionierung der Rovings werde ich berechnen, habe schließlich im Flugmodellbau auch schon Festigkeitsrechnungen gemacht. Als Lastannahme gehe ich vom Rumpf als Biegeträger aus, mit der maximalen Gesamtmasse in der Mitte, an Bug und Heck aufgestützt, plus Sicherheitsfaktor. Zur Verschraubungstechnik der Bootsteile suche ich wie schon erwähnt noch alternative Vorschläge, bei denen ich im vorderen Schott des hinteren Bootsteils keine Löcher unter der Wasserlinie anbringen muss. Die Verbindung muss auf jeden Fall seewasserfest und dauer-gebrauchsfest sein, d.h. falls etwas ausleiern oder sich abnutzen könnte, muss es eine Nachjustagemöglichkeit geben. Gruß, Martin |
#10
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Gruß Richard
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#11
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ich habe das vielleicht falsch ausgedrückt: Meine These bezog sich nicht nur auf Fahrten bei Wind oder auf See. Wenn man zu zweit paddelt ist allein schon die Kraftwirkung an beiden Paddelpositionen unterschiedlich und das wird durch kleine Differenzen noch etwas verstärkt. Die Folge ist, dass man immer etwas mehr in die eine oder andere Richtung mehr Stoff gibt als in die andere. Nun fängt der hintere (=Du) automatisch an, auszugleichen – und das wird relativ schnell ermüdend. Deshalb meinte ich, dass ein guter Geradeauslauf besser ist, weil dann alles einfacher mit dem Ruder gesteuert werden kann. Aber ist ja egal wenn Du eh keinen Platz für ein längeres Boot hast ![]() zu Deiner Verbindung: Würde ich nicht so machen, schon allein wegen des Gefrickels beim Zusammenschrauben. Alle teilbaren Kayaks, die ich hier bisher gesehen habe, haben inzwischen eine männliches und weibliches Passstück, die dann von außen miteinander über simple Klemmlaschen verzurrt werden (wie bei Skistiefeln). Das ist in 30 Sekunden verbunden und Du hast keine Löcher im Rumpf. Ich würde das Boot bauen, durchsägen und dann ein passstück aus Styropor formen, das am einen Ende eingesetzt und laminiert wird. Spacheln, mit Trennmittel versehen und das Gegenstück direkt da drauf laminieren. Google mal nach "sectional kayak", da findest Du eine Menge. Hier ein Beispiel, wie ich es machen würde: http://sectionalseakayak.blogspot.ca...ea-kayaks.html |
#12
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Hat aber einen kräftigen Nachteil wenn man in Holz baut. Die vielen Partien sauber zu bauen und dauerhaft dicht zu halten ist etwas für Feinmechaniker. Gruß Richard
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#13
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Eine andere Verbindung ist mir noch eingefallen, sie funktioniert ein bisschen wie bei Paddeln: Über eine Steckmanschette werden die beiden Hälften miteinander verbunden – das besondere dabei ist, dass beide Hälften offen sind und man sie zum Transport ineinander stecken kann. Hier kommt allerdings dann schon eher der Feinmechaniker zum Tragen, würde ich nur mit Carbon machen im Verbindungsbereich. |
#14
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Alles hat ein Ende, nur die..... Der Weg ist das Ziel - NEIN - Die gute Stimmung beim Genuss des Weges ist das Ziel! (geklaut hier im BF ![]() |
#15
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Gruß Richard
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#16
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Vielen Dank für eure Diskussionsbeiträge und die Links!
Die Verschraubungs-Methode mit 4 Bolzen und die PE-Teile von Point 65 waren mir ja schon bishr geläufig. Letzteres ist ein kombiniertes System mit formschlüssiger Steckung und Schnellklemmen. Selbst auf den Homepages der Firmen, die teilbare Varianten anbieten, findet man ansonsten kaum Hinweise. Das wird offensichtlich generell nur von wenigen kleineren Herstellern als Sonderanfertigung angeboten. Die Schnellklemmen wie bei Skistiefeln sind mir beim Bauen in Stitch & Glue zuviel Gefrickel. Ich hätte momentan keine Bezugsquelle für geeignete seewasserfeste Teile, und selbst wenn ich eine finde, wer garantiert mir, dass ich in 2 Jahren noch baugleiche Ersatzteile bekomme? Ich möchte für die Beschläge nach Möglichkeit Normteile verwenden, und wenn das nicht möglich ist, mit Handwerkzeug selbst herstellbare Teile. Die Einbuchtungen im Rumpf für die Schnellklemmen könnte ich ja hinbekommen, indem ich sie komplett aus GFK mache mit Hilfe von zwei Negativformen (Formkernen). Die separat gefertigten GFK-Teile würden dann in gefräste Aussparungen im Holz einlaminiert und von außen und innen mit weiterem Laminat festigkeitsmäßig in den Rumpf integriert. Aber die Schnellklemmen und ihre Gegenparts müsste man auch irgendwie befestigen, und solche starken Punktbelastungen kann ich auch bei diesem System nur über Glasfasern in die Bootshülle einleiten. Alle Arten von Steckverbindungen, die nicht zusätzlich verschraubt oder verspannt werden, leiern irgendwann aus. Das möchte ich beim Boot nicht haben. Also, momentan favorisiere ich immer noch die simple Verschraubung. Von Kohlefaser an Stellen mit Punktbelastung halte ich übrigens nicht so viel, das zerkrümelt mir zu schnell. Auch muss man extrem aufpassen, keine leitfähigen Verbindungen zu Metallbeschlägen herzustellen wegen der Korrosionsgefahr. Also immer Glasgewebe dazwischen. Gruß, Martin |
#17
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Martin,
bin komplett Deiner Ansicht. Die von mir erwähnte Schwalbenschwanzverbindung in VA gefräst und dreifach ausgeführt dürfte einige tausend Montagen überdauern, ohne auszuleiern. Das dann im oberen Rumpfbereich mit Bolzen und Muttern gesichert, macht das Ganze auch vertikal stabil. Schwalbenschwanz so ungefähr wie hier: ![]() Gruß Richard
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#18
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Hi zusammen.
Wollte mein Boot auch teilbar machen,hatte aber dann doch ein bischen bammel das etwas schiefgeht.Außerdem kann ich es im Bootshaus oder bei einem Freund in der Scheune lagern.Bin zwar kein Experte auf dem Gebiet aber ich denke eine Mischung aus Schwalbenschwanz und Sicherungsschrauben sieht doch recht ordentlich aus.Die von clc-Boats schrauben auch nur.Dieses Jahr werd ich wohl noch nicht paddeln(mit diesem Boot)aber ansonsten ist es die Donau oder die Süddeutschen Seen.Habe das Projekt angefangen das wir als Familie bootfahren können,mir ist aber vor zwei Monaten der Dachträger auf der Autobahn gebrochen und mein Selbstbau ist nun Schrott.Hab schon den Plan von dem Shearwater 17 so das die nächste Zeit Bootbauen angesagtnist. Bis bald Harry |
#19
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Hier mal eine grobe (sehr grobe) Prinzipskizze.
Die Positionen der Schwalbenschwänze habe ich in der zweiten Zeichnung weggelassen. Auch habe ich die Rumpfstärke nicht dargestellt, lediglich das Schott. Nicht nachbauen! Schwimmt nicht und kostet dennoch Honorar. ![]() Gruß Richard
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#20
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Es geht auch mit einfacheren Mitteln.
Selbsbauer sind in der Regel nicht mit teuren Maschinen ausgestattet. Die Beschläge lassen sich aus Niro selbst herstellen und bei einem Handwerksbetrieb schweißen. Es ist nur eine 3 cm lange Schweißnaht notwendig. Wird das Kajak teilbar gebaut, muß die Lage der Teilungsbeschläge und der Sitzluken bestimmt werden. Außerdem müssen die Teilungsbeschläge zugänglich sein. Dieses ist in der Regel, der hintere Teil der vorderen Sitzluke. Hier befindet sich der wasserdichte Kasten für den Hakenbeschlag und von hier werden die Gewindebolzen eingeschraubt. Im Achter- schiff befinden sich innen die Gegenmuttern und der Hakenbeschlag außen in Richtung Vorschiff. Dieser greift durch einen Längsschlitz hinter eine Gegenplatte. Diese wird, wenn alles einwandfrei einrastet, durch einen Kasten verschlossen, der absolut dicht sein muß, weil er sich unter der Wasserlinie befindet. Die drei Bolzen werden im Decksbereich des Kajak eingebaut und brauchen deshalb nicht wasserdicht ausgeführt werden. Zwei Bolzen werden auf Höhe der Deckslinie und der dritte mittschiffs unter Deck eingebaut. An der Teilungsstelle müssen selbstverständlich zwei gleich große geschlossene Spanten eingebaut werden. Außerdem muß das Boot auf der Helling in einem Stück gebaut werden, weil bei getrennter Bauweise die beiden Bootshälften nicht straken und das Kajak nicht geradeaus läuft. Um die beiden Bootshälften nach dem Bau besser teilen zu können, habe ich 2 mm Balsaholzstreifen zwischen die Doppelspanten geschoben und verbolzt. Nachdem Boden- und Seitenplanken verleimt sind, kann das Kajak mit einer Feinsäge geteilt werden. Das Balsaholz verhindert ein abgleiten der Säge in den Sperrholzspant. Alle Teile, wie Sitze, Auftriebsmittel und Beschläge, werden eingebaut, bevor die Decksplatten aufgelegt werden. Gruß Wilhelm simpel-BOOT
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#21
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Ist das Boot nicht ein bischen groß für den Teich daneben....
![]() Grüß Jens
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navigare humanum est......... |
#23
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Hallo Wilhelm,
Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung deiner Variante! Deinen teilbaren Zweier finde ich sehr elegant, er hat eine ausgesprochen harmonische Formgebung! Ich hoffe wirklich, ein paar deiner Boote mal live kennen lernen zu dürfen! Unter der Wasserline wasserdichte Klemmtechnik und oberhalb Verschraubungen ist bestimmt nicht die schlechteste Variante. Deine Konstruktion weerde ich mal im Kopf behalten. Genau so nachbauen werde ich es wahrscheinlich nicht. Mein Plan ist momentan, die Schotten nur aus 6mm 5-fach Okoume ohne Holz-Innenrahmen zu machen, das kann keine großen Zugkräfte aushalten. Daher plane ich die Beschläge nahe an die Außenwand des Bootes zu platzieren und die Kräfte der Gegenlager für Schrauben und Muttern über Glasrovings auf die Bootshülle zu leiten. Unter der Wasserlinie wären mir Verbindungen zum Einhängen, die keine Undichtigkeiten verursachen können, am liebsten. Sie sollen aber sowohl nachjustierbar sein als auch die glatte Rumpffläche möglichst wenig beeinträchtigen. Da muss ich wohl noch etwas Hirnschmalz investieren... Gruß, Martin |
#24
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Schwalbenschwänze halte ich hier für unpassend, weil sie mit zu grossen Toleranzen gefertigt werden müssen, um nicht zu anfällig gegenüber Verschmutzung zu sein, was man sich dann aber mit zu viel Spiel der Rumpfsegmente erkauft. Mit der Nachstellbarkeit (Keilleisten, Einstellleisten, ?) sieht's dann auch nicht so einfach aus - ist eher was für Maschinen- als Kajakbau.
Das Hakenplatten-System finde ich prinzipiell nicht schlecht. Spielfreiheit könnte man hinbekommen, indem man einen Gummistreifen quer oberhalb des Hakens an einem Schott anbringt, so dass die Verbindung beim Anziehen der Bolzen verspannt wird. KISS würde m.E. auf Schraubbolzen hinauslaufen, die mit einer simplen Elastomer-Flachdichtung abgedichtet werden. Die Anforderungen an die Dichtung sind gering: Wasserdruck ist niedrig, der mögliche Anpressdruck hoch - passt also. Platte mit Gewinde(sack)löchern auf die Staufachseite der Rumpfsegmente, so dass ein doch mal durchkommendes Wassertröpfchen nicht das Gepäck feucht macht, sondern im Cockpit landet. Achtung: Nicht den Fehler machen, den man bei einigen Schwertjollen sieht, wo versucht wird, eine System aus Gewindestange, Muttern und Unterlegscheiben dicht zu bekommen.
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#25
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Ich bin auch ein Verfechter von simplen Lösungen.
Simpelboots Lösung finde ich da schon sehr elegant ausgeführt aber ich würde auch an der Trennstelle einfach zwei Schoten miteinander verbolzen und dazwischen eine Butylschnur gelegt und das war's. Aufwendigere Sachen lassen zwar das Technikerherz höher schlagen sind aber in der Regel aufwendiger zu fertigen, zu montieren und deutlich kurzlebiger. Steven
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