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#1
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Hallo zusammen,
ein Bekannter von mir hat ein Schlauchboot aus einem weichen Boden (aufblasbar). Da er jedoch diesen weichen Boden durch einen Styroporkern ersetzen möchte (V-förmig) hat er vor, eine "Sandwichbauweise" dafür herzunehmen, um das Ganze etwas widerstandsfähiger zu machen. Generell möchte er einen Styroporkern, der mit Glasfaser wasserdicht ummantelt wird, damit das Ganze stoßfest wird. Da ich aber mit dieser Bauweise keinerlei Erfahrung habe und ihr sicherlich im Bereich Stich&Glue besser über Glasfasermatte und Epoxydharz bescheid wisst, möchte ich euch hiermit fragen, was man dazu alles braucht. Im Modellbau spricht man von einer "Sandwichbauweise", wenn z.B. Tragflächen von Flugzeugen einen Styroporkern haben und außen rum mit einem anderen Werkstoff (z.B. Balsaholz) ummantelt werden. Wie aber funktioniert das mit Styropor, Glasfasermatte und dem Harz? Vielen Dank und Gruß Joh
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Sie föhnt die Lockenwelle, er frönt der Nockenwelle. - Mit dem Wissen wächst der Zweifel |
#2
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Glasfaser und epo würd ich lassen, das wird nie richtig fest.
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#3
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1) es ist wichtig, ob sich das Harz/Härter Gemisch mit dem Styropor verträgt
2) statt Glasmatten sollte er Glasgewebe verwenden 3) Styropor zuschneiden und in Form bringen - Glasgewebe drauf - mit Harz/Härter tränken (nicht zu dick) - versiegeln... so einfach, aber es braucht schon Übung und richtiger Umgang (Gefahrstoffe!!!) mit den Materialien. Guck mal bei r-g oder time-out oder so...
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#4
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Hallo Unbekannter,
Was bist denn du für ein Fachmann? Und wie das fest wird. Surfboards werden so gebaut. Schon seit Jahrzehnten. Du hast wohl mal schlechte Erfahrungen damit gemacht und willst nun den anderen den Spass verderben. ![]() Wie dick soll denn der Boden werden? Mit Styrodur wirds auch stabiler. Auf jeden Fall kein Polyesterharz nehmen, denn da löst sich die Platte auf. ![]() Gruß René
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Alles hat ein Ende, nur die..... Der Weg ist das Ziel - NEIN - Die gute Stimmung beim Genuss des Weges ist das Ziel! (geklaut hier im BF ![]()
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#5
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Danke für euere hilfreichen Antworten. Ich habe diese Seite hier im Internet gefunden: http://www.surfersteve.com/introduction.htm Sie ist ziemlich gut beschrieben und passt zu diesem Thema denke ich gut. Allerdings: Wird hier "normales" Styropor verwendet, welches man im Baumarkt kaufen kann? Außerdem hätte ich noch eine Frage: Nachdem ich auf der Seite von r-g war, habe ich gesehen, dass es dort auch anstatt Glasgewebe "Kohlegewebe" gibt. Optisch wäre das sicherlich schöner. Aber hat es auch andere Vorteile gegenüber dem Glasfasergewebe? Auf den ersten Blick ist es "nur" das Gewicht, was dadurch deutlich geringer ist. Vielen Dank und Gruß
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#6
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statt Styropor einen PU-Hartschaum (nicht die weichen Isolierplatten) verwenden. Der verträgt Polyesterharze anstandslos und ist auch einfacher zu bearbeiten. holger
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jack of all trades - master of none
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#7
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Gibt es das genauso als Platten wie Styropor im Baumarkt?
Gruß
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#8
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#9
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Was meinst du mit "3-4 x"? Muss ich das Gewebe etwas mehrmals (also mehrere Schichten) übereinander legen und anschließend mit Epoxidharz einschmieren? Danke!
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#10
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Ja. Wobei einschmieren nicht das richtige Wort ist, sondern tränken.
Entlüften musst du auch.Könntest natürlich auch dickeres Gewebe nehmen, aber da sind ja noch die Rundungen, da lässt sich mit dem leichteren Gewebe besser arbeiten.
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#11
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Hallo.
Benutze mal die Suchaktion ![]() Walther (Water) hat hier einiges dazu geschrieben. Das grobe Vorgehen ist Kern anfertigen, Matten schneiden, den Kern mit Harz streichen, dann die 1. Lage Matte drauf, mit Harz tränken, entlüften, nächste Lage... Alles nass in nass und natürlich vorher Harz mit Härter anrühren. |
#12
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Hallo Joh,
Die Grundidee, per Hartschaumeinsatz ein "halbfestes" Schlauchboot zu bekommen, finde ich gut. Wer etwas mehr Ahnung von Gleitern hat als ich, kann damit vielleicht auch die Fahreigenschaften verbessern. Damit's kein Pfusch wird, ist etwas Sorgfalt nötig. Normales Isolierstyropor würde ich nicht nehmen, das ist einfach zu weich. Es gibt feinzelligeres festeres, z.B. "Styrodur" für Fußboden-Isolierung, das ist wesentlich druckfester. Bei der Sandwich-Bauweise muss die äußere harte Schicht nicht nur Zug- und Druckkräfte parallel zur Oberfläche aufnehmen, sondern auch punktuelle senkrechte Druckkräfte. Je weicher das Kernmaterial dabei ist, umso stabiler muss die Oberflächenschicht gegen senkrechten Druck sein, um die punktuelle Belastung auf eine größere Fläche zu übertragen. Den Kern kannst Du aus mehreren handelsüblichen Platten zusammen kleben. Grober Zuschnitt geht zur Not mit einem sehr scharfen Brotmesser. Besser wäre, mit heißem Draht und Schablonen zuschneiden. Für die Feinheiten nimmt man z.B. 60er+120er Schleifpapier (leider Riesen-Sauerei!). Wenn Du noch keine Erfahrung mit dieser Bauweise hast, würde ich 1-3 Übungsstücke, so ca. 30x30x3 cm groß, herstellen mit verschieden vielen Lagen Gewebe. Dann kann man selbst ausprobieren, wie es am besten passt. Wer sowas noch nie gemacht hat, sollte sowieso unbedingt etwas üben, bevor es "ernst wird". Und es sind wohl auch noch ein paar Dinge mehr zu beachten als in diesem Thread angeschnitten werden können. Die Kanten der Hartschaumplatte würde ich so weit wie möglich abrunden. 1cm Radius ist wohl abolutes Minimum. Dann lässt sich das Glasgewebe von Ober- und Unterseite etwas drum herum legen und überlappen. Zusätzlich würde ich noch ein Glasgewebeband außen um die Kante legen. Der Hartschaum muss ringsum einlaminiert werden. Scharfe Kanten vermeiden schont auch die Luftkammern des Schlauchboots ![]() Ich vermute, auf der Oberseite wird herumgelaufen? Nasses GFK kann ziemlich rutschig sein. Ich würde da noch in die letzte Schicht feuchtes Harz groben, stumpfen Quarzsand streuen. Hab ich selber aber noch nie gemacht, vielleicht kann ein Mitleser hierzu konkretere Tipps geben. Ich würde auf jeden Fall Epoxidharz nehmen, weil es einfacher zu verarbeiten ist als Polyesterharz, viel bessere Klebeigenschaften hat und Polystyrol nicht angreift. Die Deckschicht sollte aber mindestens mit UV-dichten Pigmenten gefärbt werden oder noch ein UV-dichter Schutzlack drüber gestrichen werden. Epoxidharz verträgt Sonnenlicht nicht auf Dauer. Ich bin mal gespannt, ob und wie diese Idee umgesetzt wird. Und nicht vergessen: Wir wollen BILDER sehen ![]() Gruß, Martin |
#13
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... für die erste Lage würde ich auf den Schaumstoffblock eingedicktes Harz aufziehen, somit ist die Haftung für diese Lage besser. Für die abgerundeten Ecken ist es auf jeden Fall zu empfehlen. Zum eindicken Dixotrophiermittel benutzen.
Gruß Adolar |
#14
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Hallo Adolar,
Welche Schichtdicke hast Du dabei im Sinn? Ich denke, weniger als 1mm? Gruß, Martin |
#15
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Hallo Martin, das eingedickte Harzgemisch hat eigentlich nur die Funktion, das die erste Lage besser auf dem Styro haftet bzw. das Harz nicht so schnell im Styro verschwindet.
Und sicher die Schichtdicke ist dabei nicht unbedingt höher als 1mm. Hängt aber auch vom Gewebestärke ab. Allerdings würde ich im beschriebenem Fall als Boden eine Sperrholzplatte mit einlaminieren um Trittfestigkeit zu erzielen. Fliegerische Grüße, Olaf |
#16
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Ich hätte gerne mal ein Bild von dem Boot bzw. Boden gesehen. Es beschleicht mich da so ein Gedanke......
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Gruß Holger ![]() ![]() Meine Baustelle DE23. ![]() "Wie sprechen Menschen mit Menschen? Aneinander vorbei!" (Kurt Tucholsky)
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#17
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Hallo!
Für diesen Umbau sehe ich gewisse Probleme: Wie soll denn das neue Material an den alten Schläuchen haften? Ankleben? Oder bleibt der alte Boden einfach drin und wird nicht aufgeblasen? hat einer von Euch schon einmal solch ein Projekt erfolgreich durchgeführt? Die empfohlenen Kerne haben übrigens alle den Nachteil, dass sie nicht geschlossenporig sind und schnell mal Wasser ziehen können. Von wegen "Geschwindigkeit"; Willst du mit dem Boot paddeln? Über die Rumpfgeschwindigkeit wirst Du damit kaum hinaus kommen und es fehlt auch die Abrisskante am Heck, der Rumpf wird im Wasser kleben. Kohlefaser? Viel Apass beim Schleifen! Der Staub ist etwa so gefährlich wie Asbest! |
#18
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Noch so ein Held der alles besser weiß.
In ein Schlauchboot kann man einen Boden einlegen um dem aufblasbaren Boden mehr Steifigkeit zu geben. Da wird nix am Schlauchboot angeklebt. Der Kern muss nicht geschlossenporig sein sonder nur stabil genug um nicht zu brechen, schließlich wird er in Glasfaser und Epoxydharz eingepackt. Wie soll er da Wasser ziehen? Oder läuft bei einem GFK-Boot auch das Wasser durch die Aussenwand ins Boot? Beim schleifen sollte man allgemein Staubschutzmasken verwenden. Dann ist da auch nichts gefährlich. Das ist aber normaler Arbeitsschutz der jedem einleuchten sollte. Gruß René
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#19
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Hallo rené,
Du fachmann. Harz und härter wird schon fest. Aber die Fasern in der matte werden durch styrollösiges wundermittel gebunden. Styrol findest du in polyester und vinyl. Damit wird dein Bauteil viel fester als mit epo. Im epo kannst lang nach Styrol suchen. |
#20
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Wundermittel soll natürlich bindemittel heißen
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#21
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Hallo Flo,
du kennst den Unterschied von Wirrfaser für Polyesterharz und Gewebe für Epoxydharz? Gruß René
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#22
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Wirrfaser ist Mist, das beschert einem nur dicke und schwere Laminatschichten. Das geht besser mit Geweben.
Bei den Schäumen wäre ich etwas vorsichtiger. Normales Styropor (eps) ist eigentlich ein schlechter Baustoff wenn hohe Kräfte auf den Rumpf einwirken. Der neigt zum delaminieren, da er "nur" ein bisschen an der Oberfläche Kontakt hat. Styrodur - speziell Perimeterschaum - kann ne Ecke mehr ab, hat aber wieder das Problem mit der Haftung unter Krafteinwirkung. Dem kann man entgegenwirken, wenn man feine regelmässige Schnitte in den Kern einbringt, damit eine größere Kontaktfläche geschaffen wird. Wenn du sicher gehen willst, nutze Schäume wie sie im Bootsbau professionell genutzt werden (PU, SAN ...) Die Frage ob EP oder Polyester geht klar zugunsten EP. Das zieht kein Wasser und ist stabiler (nicht UV stabil, Lackierung erforderlich) Alles eine Frage der Anwendung und des Preises. Ach ja, EPS in Surfboards ist richtig. Die sind aber auch verhältnismäßig klein und mit Glas und Harz wie eingeschweißt. Bei alten Boards sieht man aber oftmals Delaminierungen oder sind unter Last zerbrochen. Insofern hinkt der Vergleich zu Surfboards etwas. Viel, viel schwieriger ist der Anschluß ans Gummi. Wenn das man überhaupt so ohne weiteres geht. Da fehlt mir aber die Erfahrung. Das sollen andere besser beurteilen können. Grüß Jens |
#23
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Hallo,
wenn dein Bekannter keinerlei Erfahrung mit dem Laminieren und den Werkstoffen hat, würde ich das definitiv bleiben lassen!! Ich weiß zwar nicht wie Schlauchboote mit Festrumpf aufgebaut sind, aber auf die Gummiänliche Aussenhaut irgendwie was raufzukleben und dann noch mit Styropor zu arbeiten klingt mir recht Abenteuerlich. Und ein Surfbrett kann man nur bedingt mit einem Schlauchboot vergleichen..und ein Modellflugzeug schon mal gar nicht.
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Semper Fidelis ![]() |
#24
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Ja, den kenn ich. Aber darum ging es vorhin nicht, sondern um matten und epo, und dass des nix ist . Um Gewebe ging's erst später...
Zur Info: "wirrfasern" sind matten. Und was du meinst wird gelege sein (biaxial) und kein Gewebe (köpper) |
#25
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1. Laminieren kann man lernen, man sollte für´s erste Mal Harzgeklehe aber jemanden Erfahrenen (vor Ort) haben der einen berät. Ferndiagnose geht nur bedingt.
2. Wenn man den Mut hat etwas ohne Erfahrung zu modifizieren/bauen, dann sollte man bei Nichtgelingen das als Lehrgeld ohne Reue betrachten. Ist zwar teuer und schade, das nächste Mal wirds aber besser. 3. Lohnt sich die Modifikation? Wenn das Gummiboot nix gekostet hat, dann Ja. Wenn es relativ neu, teuer oder in sehr gutem Zustand ist, Nein. Wenn es aus Spass am frickeln und lernen ist, Immer (ich schätze mal das trifft auf die meisten BFler zu ![]() Grüß Jens |
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