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Technik-Talk Alles was nicht Bootspezifisch ist! Einbauten, Strom, Heizung, ... Zubehör für Motor und Segel |
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Themen-Optionen |
#1
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Hallo Forum,
habe vor mir einen Tank zu bauen, soll VA werden, jetzt bin ich auf der Suche nach einer Beizerei die mir im Anschluss die Nähte beizen kann, erstes Angebot sind 150 Euro!!! Material für einen 50Liter Tank liegt bei 75 Euro. Wenn ich jetzt noch den Strom und das Gas sowie die Schweisszusätze berücksichtige kann ich mir den Tank auch bauen lassen. Ich habe mal in diesem Trööt einen Link gefunden mit Beizereien. http://www.boote-forum.de/showthread...ht=tank+beizen Leider geht der nicht. Kann mir jemand sagen wo eine günstige Beizerei zu finden ist. Raum Rhein-Main oder Gießen wäre prima. Was habt ihr fürs beizen bezahlt. Danke Gruß
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Nur wer alles versucht hat, weis was er wirklich kann !!! ![]() |
#2
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Im Rhein-Main-Gebiet gibt es doch massenhaft Rohrleitungsbauer, Apparatebauer für die chemische Industrie. Die müssen doch alle ihren Edelstahlkram beizen. Googel mal nach Beizerei!
Es gibt auch Beizpaste, da sollte man einen Edelstahlverarbeiter ansprechen. Diese Paste darf aber nur mit gewissen Vorsichtsmaßnahmen verarbeitet werden.
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Der Hübi, zu allem bereit, aber zu nix zu gebrauchen ![]()
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#3
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Moin moin, dem der mitdembootschwimmt,
u.U. kann man auf das Beizen auch verzichten. Die Schweissnähte aussen bzw. die Bereiche mit den Anlauffarben können auch mechanisch bearbeiten werden. Der Tank muss zum Schweissen auf jeden Fall mit Formiergas durchströmt werden. Ohne diesen Wurzelschutz hilft sonst innen auch kein Beizbad mehr. Wenn der Luftsauerstoff durch das Formiergas verdrängt wird, sind die Anlassfarben nur noch leicht gelblich, die Wurzel glänzt goldfarben. Dann ist davon auszugehen, das die Passivschicht des Edelstahl noch intakt ist. Alles was schon ins rötliche geht, bzw. aussieht muss bearbeitet werden. Gruß Adolar Geändert von Adolar (19.09.2013 um 12:20 Uhr) |
#4
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Danke für die Tipps
Ich habe auf jeden Fall vor das schweißen einem Kumpel zu überlassen, der gut und vor allem nur mit Edelstählen arbeitet. So denke ich habe ich keine Verunreinigungen in den Nähten, das mit dem Flutem haben wir auch schon besprochen und stellt kein Problem dar. Nur das beizen von innen, macht mir noch sorgen. Wenn es ohne ginge wäre es ja super ich glaube wir werden mal einen Versuch starten und die Naht von innen bzw außen begutachten. Und selbst in Rhein Main Gebiet sind Beizereien laut google nicht sehr häufig zu finden und die eine die ich hatte ist mir einfach zu teuer. Wenn jemand also noch einen Tipp hat, ist dieser gerne willkommen. Gruß Erik
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#5
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Ich dachte schon als Notlösung könnte man den Tank bis auf den Deckel schweißen und dann die Nähte bearbeiten und den Deckel zum Schluss schweißen, dann wäre eine Durchrostung zumindest nur oben zu befürchten
mmmhhhh....
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#6
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Ich kann Adolar nur beipflichten. In meiner früheren Arbeitsstätte wurden alle Edelstahlrohrleitungen während des Schweißens mit Argon gespült. Aus diesem Grund haben einige Kunden auf das Beizen ganz verzichtet, wenn die Nähte außen mit einer Edelstahldrahtbürste aus der Schweißwärme gebürstet und damit passiviert wurden.
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#7
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moin Erik, wenn das Bauteil richtig formiert wird, ist ein beizen innen auch nicht mehr notwenig. Die Anlassfarben entstehen, bei einer Materialtemperatur > 200°C und Vorhandensein von Luftsauerstoff bzw. auch CO2 in diesem Bereich.
Durch das Formiergas werden diese Gase verdrängt, der Wurzelschutz ist somit gegeben und das Materials "verbrennt" nicht. Beizen ist dann nicht mehr notwendig. Um die Nachbearbeitung des Edelstahl so weit wie möglich zu reduzieren kann man die Konstruktion auch mit Kantteilen ausführen. Gruß Olaf |
#8
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Ich komme auch ursprünglich aus dem Metallbereich und kann Elektrodenschweißen und das klassische Schutzgasgerät bedienen um Kfz Bleche zu brutzeln.
WIG habe ich bereits oft gesehen aber noch nie gemacht, gerade beim Tank erkenne ich meine Grenze an und lasse das jemanden machen ders richtig kann. Ich werde die Bleche alle vorbereiten und alles besorgen und nur die Nähte vom Kumpel (Fachmann) machen lassen. Da mein Tank ja Sondermaße hat und ein Bugtank mit Finne wird, könnte ich auch alles schweißen und aufbereiten, bis auf die Gegenseite von meiner Revisionsöffnung, dann könnte man sollte es mit der Temperatur nicht hinhauen und trotzdem Anlaufspuren vorhanden sein von der Rev Öffnung aus die noch nicht bearbeiteten Nähte noch nachträglich erreichen. Ich werde auf jeden Fall nochmal mit meinem Schweißer reden und mich mit ihm abstimmen , mal sehen ob er sich Nähte zutraut die nach dem schweißen goldfarben sind. Bei 1,5mm Blech könnte das mit der Hitze schon ein Problem werden oder? Gruß Erik
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#9
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Hallo Erik, bei der Verarbeitung von Edelstahl sind halt ein paar Dinge zu beachten.
Unbedingt zu vermeiden ist bei der Bearbeitung von Edelstahl der Kontakt zu Stahl schwarz . Beim Trennschneiden INOX Scheiben verwenden und Drehzahl runter. Beim Bohren HSCO Bohrer verwenden, ebenso Drehzahl runter. Man muss "einfach" daran denken der Werkstoff ist sehr zäh und auch ein schlechter Wärmeleiter. So kann es eben schon beim Bohren oder Trennschneiden dazu kommen, das die Temperatur in dem Bereich > 200°C erreicht. Das führt zur Reaktion des Materials mit Luftsauerstoff, CO2 oder auch nur Feuchtigkeit. Bei einer Materialstärke von 1,5 mm sollte man doch darüber nachdenken ob durch Kanten des Blechs, nicht die ein oder andere Schweissnaht wegfallen kann. Das spart Nachbearbeitung und der Schweissnahtverzug (schlechte Wärmeableitung) tritt an der Kante gar nicht erst auf. Gruß Olaf Geändert von Adolar (19.09.2013 um 21:11 Uhr) |
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