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In diesem Zusammenhang eine Frage:
Wie alt muß eine Bootsform sein, daß ich sie ohne "Urheberrechtsverletzung" einfach abformen darf und mir damit ein neues Boot bauen kann? Ansonsten eine super Reportage, die mir als altem Kunststoffschlosser noch viel neues gezeigt hat. Herzlichen Dank und mehr davon!
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Der Hübi, zu allem bereit, aber zu nix zu gebrauchen
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Zitat:
Die Schutzwirkung beträgt 25 Jahre. Boote sind in Kapitel 13. Hier ein Link: http://bundesrecht.juris.de/geschmmg_2004/ Gruß Walter |
#128
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Mein Gott Walter
Wie Mike Krüger singt, nur anders gemeint
Mein Gott Walter Danke, das war der beste Beitrag den ich jeh lesen durfte Frage an den Fachmann: Mein Restaurationsobjekt hat einen neuen 6 mm Sperrholzboden mit 3 Lagen Gewebe erhalten . (Statt der ursprünglichen 10 mm Platte mit Kupferfarbe angemalt) Die Gewebematte (gewebte Matte, kein Flies)hat 800 gr Epoxydharz je Lage und m2 gezogen. Reicht das ? Oder falls nicht wie kann man weiter auf ausgehärtetes Epoxy ohne Abreißgewebe beschichten, ohne den Abstoßeffekt der Aminoröte zu riskieren? Danke Erhard Bild ist leider nur das Bodengerippe, die Breit unten ca 1,8 mal 4,60m
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#129
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Zitat:
Nett, dass Dir mein bisheriger Artikel, den ich auch noch weiterführen werde, gefallen hat. Ich habe bisher Harze hochwertiger Güte in Form von Isopthalsäureharzen verwandt, die den Eigenschaften von Epoxi sehr nahe kommen, bin aber kein Spezialist für Epoxi. Hier fehlt es mir an Erfahrung. Von meinem Verständnis als Bootsbauer würde ich einmal sagen: Man sollte nicht Gewebe auf Gewebe verarbeiten. Besser ist es, im Wechsel Matten und Gewebe zu nehmen. Solltest Du "aufschichten" müssen, würde ich von meinem Verständnis als Bootsbauer sagen: Anschleifen mit 180er Körnung und "aufschichten", ebenfalls mit Epoxiprodukten, wenn Du eine sinnvolle "homogene" Verbindung gewährleisten willst. Bezüglich Deines Bootsbodens würde ich eine Sandwichkonstruktion bevorzugen, die Biegemomente in Zugmomente umleitet. Um Dir aber genauere Tipps geben zu können, die für Deinen Bau sinnvoll aus meiner Sicht heraus sind, bräuchte ich mehr Informationen. Gruß Walter Geändert von Water (04.07.2008 um 07:11 Uhr) |
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Kind ist im Brunnen ?
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Danke für die Antwort. Ein Mattenhersteller hat mir offenbart, das in der Matte nicht die richtige "Schlichte " für Epoxy ist so das man nur GEWEBE MIT EPOXY VERARBEITEN KANN: IMMER !! so betonte er. Und das Gewebe muß dann auch Epoxyschlichte haben. Na der wird es wissen dacht ich mir? Das Anschleifen des Epoxys bringt wenn die Aminoröte auf dem Zeug ist nichts, man massiert das nur ins Laminat. SOGAR MIT 40er Körnung!!!Das nächste hält nicht ( Leidvolle eigene Erfahrung, sowie Bestätigung der Bootsschalen-bauenden Fa Lehmann in Neu Wulmstorf. ( Ja das kennen wir ) mußte alles runter) Dachte Du kennst einen Aminorötewegmachundguttrick. Danke nochmals für den Formenbaukurs, hab ich sehr genossen . Das wird mir sogar in einem anderen Anwendungsbereich beruflich SUPER helfen. Gruß Erhard |
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Moin Erhard.
Die Aminoröte bekommt man recht einfach weg, mit Wasser und Spüli. Am besten ist aber immer noch von vorneherein Abreisgewebe oder ordinäre Plastikfolie aufs Laminat und nach dem Trocknen abziehen. Hast dann ne glatte Oberfläche und nix Aminoröte.
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Danke e.s |
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Hallo Erhard.
Findest Du das Fernsehprogramm auch grad so Öde . Ich hab diesen Tipp auf der Bootfit in Bremen von einem Fachhmann für Epoxi bekommen. Bei mir hat es gut funktioniert.
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@ Dirk
ja meine Frau schaut hier so´n HITPARADENMIST und find das gut.
#Ich bereite mich nach Krnakheit seelisch auf das weitermachen an der Arcangeli mit Hilfe eines Booteforumers morgen früh vor. Aber versauen wir Walters guten Thread jetzt nicht, Tip kam von Behnke? Wie oft spülen? Heiß ? konzentriert? Ich glaube das passt hier in die Kunsstoffstory noch recht wichtig rein, denn viele arbeiten ja auch mit Epoxy. Und diese Amino...... hat mich mal locker 50 STUNDEN gekostet. Danke |
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Ich hab mich mit dem Herr von der Linde unterhalten, ein sehr kompetenter Mensch. Alleine wegen solchen Gesprächspartner kann ich die Bootfit jedem nur empfehlen .
Die Menge Spüli weiß ich nicht mehr, aber im Zweifelsfall viel hilft viel. Wasser war ordentlich warm. Festen Schwamm und ab dafür. Und ordentlich spülen hinterher.
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Hallo, tolle Beschreibung. Wenn du noch mal Material im Kunstharzbereich brauchst. Frag doch bei mir an. Ich arbeite in einem Fachhandel und kann dir bestimmt bessere Preise machen. Verfüge auch über ein großes Lager von an Farbpasten, mit sehr vielen RAL Tönen für dein Gelcoat. Aber auch Bootslack, Verstärkungsfasern usw.. Wir können gern mal die Preise vergleichen.
Viele Grüße Jochen
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Hallo Walter,
ich bin beeindruckt ! Deine Ausführungen hier sind echt Spitze ! Wenn Dein Beitrag früher gekommen wäre hätte ich bei meiner Restauration so einiges anders gemacht. Toll das DU als Mann vom Fach Dein Wissen hier in Punkto Bootsbau so preis gibst . Alles ist für mich sehr lehrreich beschrieben und bebildert. Da könnte sich so manch selbsternannte Fachmann ne Scheibe abschneiden. Es ist schön zu wissen, das solch Fachkompetens hier im BF zu finden ist. Gruß Rüdiger
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Gruß Rüdiger Geht der Meeresspiegel eigentlich kaputt, wenn man in See sticht? |
#138
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Hallo Walter
echt super dein Bericht, ich bin ganz neu im Forum deswegen konnte ich noch nicht den ganzen lesen (Leider). Was ich aber gelesen habe hat mich echt umgehauen. Ich wollte mich nun erkundigen ob du auch weisst wie man eine Windschutzscheibe selber herstellen kann. Ist dies überhaupt möglich für einen Leihen? Gruss Jonas
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Zitat:
Wissen tue ich das schon. Ich habe früher meine runden Windschutzscheiben selber hergestellt und könnte das auch erklären. Ich habe nur keine Bilder mehr dazu. Meine eckigen Windschutzscheiben habe ich aber aus Amerika bezogen. Die habe ich also nicht selbst hergestellt. Wie man die herstellen würde, wüsste ich eigentlich auch, aber dafür wäre der Maschinenpark zu aufwendig. Die kauft man besser in größeren Mengen in USA bei einem namhaften Hesteller. Wenn Du so eine Scheibe brauchen würdest, wie ich sie auf dem Boot verbaut habe, könnte ich Dir eine anbieten. Ich habe noch einen kleinen Bestand, baue aber zur Zeit keine Boote mehr. Gruß Walter |
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Hallo Walter
Danke erstmal für deine super schnelle Antwort. In meinem Schiff würde ich gerne eine runde Scheibe verbauen. Ich wollte die Scheibe etwa 1.30m breit machen und ungefähr 0.25 - 0.3m hoch. Gruss Jonas |
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Zitat:
Dann will ich Dir mal kurz erklären, wie man so etwas machen könnte. 3 bis 4 mm kalt gebogen und eingespannt kann man vergssen. Da wäre der nächste Bruch vorprogrammiert. Die Scheibe wäre auch zu labil. Am besten nimmt man 6 mm Plexiglas, welches heiß gebogen wird und nach dem Erkalten auch seine Form behält. Zunächst braucht Du praktisch ein ausgesteiftes Holzmodell in der zukünftigen Form. Dieses Holzmodell musst Du mit einem Tuch überspannen. Das Längenmaß Deiner Plexiglasplatte, die Du kaufen musst, ergibt sich aus dem ablaufenden Maß der Unterkannte Deiner Scheibe zuzüglich eines Montagerandes, der später abgeschnitten wird. Die Breite aus der Scheibenhöhe (Länge) in der Neigung. Du müsstest Dir ein kleines Heizöfchen zurecht zimmern, welches senkrecht aufgestellt oder aufgehängt wird und von vorne zu öffnen ist. Die Plexiglasplatte hängst Du senkrecht auf. Oben und unten am Rand hast Du sie am Montagerand mit einer Holzklammer befestigt. Von unten bringst Du in das Öfchen Heißluft ein mit ca. 80 Grad. Dann lässt Du die Scheibe etwa 30 Minuten in dem Öfchen, damit sie sich gleichmäßig erwärmen kann. Über 100 Grad solltest Du auf keinen Fall gehen, dann wird die Scheibe zu labil. Wenn die Scheibe nun ihre Hitze erreicht hat, wird sie um den Holzkern gezogen, der mit einem Tuch versehen ist, um Kratzer zu verhindern. Wenn die Scheibe dann kalt geworden ist, hat sie die Form, die Du brauchst. Jetzt muss sie nur noch besäumt werden. Das kannst Du mit einer Bandsäge machen oder mit einer eingespannten Stichsäge, die mit hartmetallbestückten Sägeblatt versehen ist. Die Schnittkanten kannst Du anschließend mit 180er oder 240er Schleifpapier "brechen". Für die Oberkannte nimmt man normalerweise ein Aluprofil mit 6 mm Öffnung und schlägt das mit einem Gummihammer auf. In Abständen von etwa einem halben Meter solltest Du das Aluprofil mit Poppnieten sichern. Ich würde welche aus VA nehmen. Für die Unterseite gibt es als Meterware Kunststoffprofile in der die Unterkante geführt und gehalten wird. Genauso gibt es im Zubehör für den unteren Rand Schraubbefestigungen, die mit Gummilager in der Scheibe gehalten werden und am anderen Ende durch das Polyester verschraubt werden. Es gibt auch Endstücke für die Scheibenenden. Was wichtig ist, beim Bohren von Plexiglas! Das kannst Du nicht mit einem scharfen Bohrer machen, da fliegt Dir der Scheibenrand weg. Mit einem neuen scharfen Bohrer solltest Du zunächst einmal in einen Kalksandstein bohren, um den Schneidwinkel abzuflachen. Anschließend klappt das Bohren prima ohne Verluste oder Schrott. Gruß Walter |
#142
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Genial
Hallo Walter
Danke für diese Informative Berichterstattung, ich bin Überwältigt von der Beschreibung der Arbeitsabläufe Bitte weitermachen ist sehr hilfreich für mich sowie auch sicher jeden anderen der sich mit dem Gedanken tragt mals selbst was zu bauen Immer weiter so Gruß Mike
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Jedem Recht getan, ist eine Kunst die fast niemand kann Schöne Grüsse aus Österreich
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#143
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Öfchen
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Jedem Recht getan, ist eine Kunst die fast niemand kann Schöne Grüsse aus Österreich |
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Plexischeibe
Der selbstgebaute Ofen muss natürlich größer sein, als die Plexiglasscheibe selbst, die es zu verarbeiten gilt. Natürlich kann man das nicht in unendlicher Länge machen. Es geht hier nicht nur um die Raumhöhe, sondern auch um die Handhabung.
Kleine Boote, die mit Plexiglasscheiben bestückt werden, haben auch kein ablaufendes Maß von 2,50 m. Angenommen, man würde eine etwas größere Plexiglasscheibe herstellen wollen, würde man die in -3- Teilen herstellen. Das Mittelteil für einen Mittelausstieg, aufklappbar, muss nicht in den Ofen, das bleibt gerade. Das gebogene Einzelteil für die Backbordseite und das gebogene Einzelteil für die Steuerbordseite verhalten sich längenmäßig auch noch im Bereich des Handhabbaren. Gruß Walter |
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Scheibenrahmen
Für die Unterseite gibt es als Meterware Kunststoffprofile in der die Unterkante geführt und gehalten wird. Genauso gibt es im Zubehör für den unteren Rand Schraubbefestigungen, die mit Gummilager in der Scheibe gehalten werden und am anderen Ende durch das Polyester verschraubt werden. Es gibt auch Endstücke für die Scheibenenden.
Hallo Walter, kannst du mir mal einen Lieferanten nennen? Danke
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Uwe ich suche nicht mehr, ich hab ein... ..,=====,o00o //__l_l_,\____\,__ l_---\_l__l---[]lllllll[] _(o)_)__(o)_)--o-)_)___.....Wassertaxi |
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Ich hatte diese Befestigungsteile für die Kunsstoffscheiben immer bei der Fa. Laufenburg in Hilden gekauft. Die sind aber leider nicht mehr am Markt. Ich schätze aber mal, das jeder größere Zubehörlieferant solche Artikel liefert, weil sie zum Teil Verschleissartikel sind.
Normalerweise kann Dir jeder Zubehörlieferant, der auch Kunststoffwindschutzschein im Programm hat, diese Anbauteile und das Abdichtprofil liefern, auch wenn Du keine Scheibe bei Ihm kaufst. Gruß Walter |
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@Water Deine Berichte sind super,ich kann viel davon gebrauchen für meinen Umbau. Mein Aufbau sieht nicht sehr schön aus und den will ich neu machen. Joerg
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Hallo Jörg!
Dann erkläre doch einmal Deinen geplanten Umbau und stelle Bilder ein. Tipps können machmal hilfreich sein. Der eine oder andere hat bestimmt schon einmal einen ähnlichen Umbau vorgenommen und kann Dir deshalb sagen, welche Vorgehensweise zweckmäßig ist und warum. Gruß Walter |
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Hallo Water, wie kann man Bilder hochladen? Gruß Joerg
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Hallo Jörg!
Du gehst auf "Antworten", fährst das Bild mit der Maus etwas runter und gehst dann auf "Anhänge verwalten". Dann kannst JPG-Dateien bis 100 Kb hochladen. Gruß Walter |
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