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Technik-Talk Alles was nicht Bootspezifisch ist! Einbauten, Strom, Heizung, ... Zubehör für Motor und Segel |
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#1
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Radlager Trailer
Hallo Forum,
am Tag der Anreise zum Urlaubsort, musste ich ca. 100 km vor dem Ziel (Schweriner See) den Abschleppdienst rufen, da sich das linke Radlager des Trailers in Rauch auflöste.... Dumme Sache das und völlig unerwartet. Mit allem hatte ich gerechnet, aber nicht mit einem Radlagerschaden am Trailer. Gut... der Trailer wurde seit dem letzten Radlagerwechsel 8x beim Slippen völlig versenkt. Allerdings nur im Süßwasser und gelaufen ist er seitdem auch erst ca. 2000km. Der Radlagerwechsel wurde letztes Jahr durchgeführt (Fachwerkstatt).... Der sehr fähige Mechaniker, der sich der Sache sehr verständnisvoll (Urlaubsbeginn?, wir geben uns alle Mühe...), schnell und zuverlässig annahm, untersuchte zur Sicherheit auch das noch intakte Radlager auf der rechten Seite und diagnostizierte eine voraussichtliche Reichweite, bis zum Exitus auch dieses Lagers, von ca. 50km :-( Bei Öffnen der Nabe kam ihm rostfarbenes Wasser entgegen, im rostigen Lager selbst war kein Fett mehr zu finden, die Bremsen waren jedoch nicht verölt oder in irgendeiner Weise fettig. Was war seit dem (oder beim) letzten Lagerwechsel geschehen, bzw schief gelaufen? Nach Ansicht des Mechanikers (Gardelegen, Fa. irgendwas + Wüst oder so), hatte der Mechaniker letztes Jahr nur die neuen Kegelrollenlager gefettet, nicht jedoch Nabe und Fettkappe selbst mit Fett vollständig ausgefüllt. Möglicherweise wurden auch die Lagerdichtungen nicht erneuert.... Wie dem auch sei... Da wo Fett ist, kann kein Wasser hin. Da wo kein Fett ist, läuft das Wasser hin und sorgt für rostiges Metall, so mein Fazit des Lagerdramas. Die Lager wurden innerhalb von drei Tagen (Zerlegen, Teile bestellen, montieren) auf beiden Seiten erneuert (inkl. Dichtungen) und mit Fett "geflutet". Die Entscheidung fiel nach Absprache mit dem Mechaniker auf eine Nautik-Fettsorte von Liqui Molly. Dabei handelt es sich um ein Fett für den Einsatz im Nautikbereich, das in Verbindung mit Wasser nicht emulgiert. Es ist vermutlich kein spezielles Fett für schnelllaufende Kegelrollenlager. Da der Trailer jedoch höchstens 2000km pro Jahr bewegt wird (bis zu 110km/h auf der Autobahn), war mir die Eigenschaft der Wasserunlöslichkeit wichtiger, als langlebige Schmierfähigkeit. Gibt es hier im Forum Erfahrungen zum Thema Nautikfett in Trailerlagern? Wie lange halten Euere Trailer-Lager? welches Fett verwendet Ihr? Wie oft werden Euere Lager geflutet und wieviele Kilometer werden die Lager über die Autobahn gefahren, bis neue Lager fällig sind? Vielen Dank vorab für Euere Antworten und mit seemännischen Grüßen, Ralf Geändert von famsegler (15.08.2012 um 22:13 Uhr) |
#2
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Hallo famsegler,
ich vermute mal, daß der Simmerring aus irgend einem Grund nicht gewechselt wurde, ich benutze seit längerer Zeit nur noch Marine-Fett (2C4 Fett von Quicksilver) und habe damit noch keine schlechten Erfahrungen gemacht
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Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel. Bertrand Russell
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#3
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Bei mir ist auch wasserfestes Fett in Anhängerlagern, teils sogar seewasserfest (Spec. beachten, evtl. Achsenhersteller befragen).
Beim Lagerwechsel fliegen auch die Simmerringe raus. Ich denke, bei Dir ist ein Fehler passiert oder die Anlaufringe für die Simmerringe sind eingelaufen oder rostnarbig. Wechsle diese gegen V4A wenn Du Rostnarben feststellst.
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Grüße Karl-Heinz ---------------- "Elektronische Bauteile kennen 3 Zustände: Ein-Aus-Kaputt". (Wau Holland)
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#4
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Ich habe auch seewasserfestes Fett in den Radlagern. Ich versenke den Trailer regelmäßig in Salzwasser (Ostsee, nicht ganz so salzig wie Mittelmeer). Die Lager schmier ich aber auch 1 x jährlich, wenn auch nicht unbedingt im Herbst. Dieses Jahr im Mai kamm mir beim zerlegen der Nabe noch Wasser vom Slipen letztes Jahr im August in Dänemark entgegen - nur Wasser, aber kein Rost. Dieses Jahr ist der Trailer anstandslos nach Stockholm gelaufen, hin und zurück 2500 km. Ich denke die Wasserfestigkeit ist wichtiger, als alle anderen Eigenschaften, so schnell laufen die Lager ja auch nicht, man darf ja nur 80 km/h fahren, also rund 600 U/min.
Bernd
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#5
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ich habe wenn ich in Urlaub fahre (letztes Mal im Juni nach Rab) immer eine Bremstrommel dabei mit neu eingepressten Lagern.
Dies lediglich zur Sicherheit ! Kostet erstens nicht die Welt und zweitens muss man beim Trailer immer damit rechnen Auf Rab angekommen konnte ich auch schon gleich wechseln da sich das rechte verabschiedet hatte. Das hat mir viel Ärger und vor allem viel Zeit gespart Geschmiert habe ich die Lager mit Lagerfett und und zusätzlich alles mit Seewasserfestem Marinefett. Die 1130km nach Hause waren damit kein Problem mehr Gruß Richi
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Relativ ist: wenn mir einer seine Nase in den Hintern steckt.....Dann haben beide eine Nase im Hintern ! Nur ich bin relativ besser dran
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#6
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Ja das ist eine Plage mit den Radlagern.
Meines hat sich auch zerlegt, ist wohl passiert als mir der Reifen geplatzt ist. Werde nun neue wasserfeste einbauen, Frage an euch welches Marinefett benutzt Ihr zum füllen der fettkappe bzw schmieren des lagers
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Gruß Volker Nur Tischler können Frauen glücklich machen |
#7
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Also es gibt keine wirklich wasserfesten Lager sie sind halt nur besser geeignet zu slipen aber gut ist das bestimmt nicht für die Lager es kommt drauf welcher Achs Hersteller es ist
Ich habe auch immer 2 Radlager mit und vor der Urlaubs fährt werden Grundsetzlich Alle Lager sauber gemacht und gefettet ich benutze normales blaues bpw Achs fett |
#8
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Ich gehe lieber an einen steileren Slip und versenke meine Achsen nicht.
Bei mir ist das hintere Rad meiner Tandemachse bis zur Trommel im Wasser, nicht weiter. Klappt gut und bei meinem Zugfahrzeug habe ich auch "nur" Hinterradantrieb. Boot mit Hänger leer wiegt etwa 2 Tonnen. Beim reinslippen ist es schwerer, da alles Gepäck an Bord ist und noch ordentlich Sprit dazukommt. Aber auch das klappt problemlos. Grüße Sascha |
#9
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Hallo Sascha,
den Ansatz hatte ich als erstes auch versucht. Ich slippe an einer bereits recht steilen Slipbahn, muss den Hänger aber komplett versenken, wenn das Übersetzen ohne Beschädigung des Bootes funktionieren soll. Das liegt am Trailer selbst. Mit dem einen oder anderen Umbau oder Ergänzungen an den Rollen könnte das Slippen ohne komplettes Eintauchen der Räder evtl. machbar sein. So wie es ist, muss ich aber die Lager im Wasser versenken... VG Ralf |
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