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Restaurationen Refits, Lackierungen, GFK-Arbeiten, Reparaturen und Umbauten von Booten aller Art.

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  #1  
Alt 05.04.2015, 20:38
Krisch2015 Krisch2015 ist offline
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Guten Abend,

da ich im ersten Fred irgendwie die Vorstellung verpennt habe, möchte ich das an dieser Stelle nachholen.

Mein Name ist Christian und ich habe mir im letzten Jahr den Traum vom ersten eigenen Boot erfüllt. Es ist eine Inter 630 geworden (Holländer, Rumpf aus 1987) mit nem 25PS-Benzin-Einspritzer. Seitdem hatte ich jede Menge Spaß und habe 3 Wochen mit meinen Kindern auf dem Boot verbracht und über die Saison mit weiteren Kurzfahrten gut 200 Motorenstunden abgespult. Parallel versuche ich mich, intensiv in diverse Themen einzulesen und habe auch schon einige Themen (bspw Spleißen ) soweit drauf bzw. im Blick, um an meinem Schätzchen und dem Drumherum möglichst lange Freude zu haben.

Das Boot steht derzeit noch aufgebockt auf dem Trockenen und ich habe die letzten Wochen mit Verdeckwäsche, -imprägnierung und diversen Pflegearbeiten verbracht. Zuletzt war der Motor dran, den ein Profi (sehr gut beobachtet von mir ) mit nem neuen Impeller und neuem Getriebe- und Motorenöl versehen hat. Gestern habe ich ihn dann erfolgreich in ner Tonne probelaufen lassen und gleich noch ne Entkalkerspülung gemacht (Schalenreste von Seepocken haben in der letzten Saison laufend den Kontrollstrahl verstopft).

Soweit so gut.

Da ich morgen eigentlich das Antifouling nachstreichen wollte, habe ich heute den Rumpf noch mal etwas genauer inspiziert. Dabei fiel mir eine ca. 2x1 cm große Stelle direkt an der Kielunterseite auf, weil dort eine faserige Kerbe war, die zudem feucht war. Enstprechend sensibilisiert, habe ich angefangen, mit nem Schraubenzieher etwas rumzubohren, um die Härte des Materials zu testen. Da sich der Schraubenzieher immer weiter reinstecken ließ, habe ich ihm zuletzt einen Schlag mit der Handfläche gegeben, woraufhin er ein gutes Stück verschwand. An der Stelle begann es dann zu tropfen. Na prima, dachte ich und popelte dann das Loch beherzter etwas größer. Ergebnis war ein mehrminütiger Wasserstrahl, über den ich mich letztes Jahr aus meinem Motor öfter mal gefreut hätte.

Jetzt ist guter Rat teuer. Ich habe schon 2h gegoogled und werde aber nicht so recht schlau, ob ich das Thema selber in Angriff nehmen kann bzw. sollte. Es soll jedenfalls keine 0815-Schnellreparatur werden, sondern das Boot soll und muss mir noch einige Jährchen zuverlässig dienen.
Was ich verstanden habe, ist, dass bis zu einer gewissen Größe mit Epoxidharz zugespachtelt werden kann. Andererseits liest man zuweilen, dass das bei evtl Grundkontakt und dem Trailern immer eine Schwachstelle bleibt.

Ich würde jetzt als nächstes erstmal versuchen herauszufinden, wie weit das GFK geschädigt ist. Blöde Frage, wie erkenne ich das als Noch-Laie, was wassergeschädigt ist und was nicht?
Gleichzeitig würde ich abklären, ob ich Innen über die Staukästen in der Kajüte irgendwie mit nem langen Arm an die schadhafte Stelle komme, um später evtl. Laminatmatten legen zu können. Ich mag es aber bezweifeln, da von der stinkenden Brühe aus dem Loch in der Kajüte nichts zu riechen war.
Als nächstes sollte das ganze dann wohl ordentlich durchtrocknen. Was sich bei dem aktuellen Wetter an sich schon schwer gestaltet, wird weiter verkompliziert, weil die Schadstelle dem Augenschein nach nicht der tiefste Punkt beim aufgebockten Boot ist. Aber was solls, dann muss halt der Wagenheber noch mal ran.

Ich stelle mal noch ein paar Bilder rein und bin über jeden Rat froh.

Eins ist von etwas weiter weg, da steckt der Schraubenzieher noch. Da kann man gut erkennen, an welcher Stelle jetzt das Loch ist.
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  #2  
Alt 05.04.2015, 20:59
noni noni ist offline
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Hallo Christian

Willkommen im BF..!
Ich möchte Dir da keine Angst machen - aber ich denke, das es sich aufgrund des mehrminütigen "Wasserstrahls" um eine etwas größere Baustelle handelt. Wenn das GFK von außen durchstoßen werden kann, ist es wohl substanziell geschwächt.
Gewissheit über Umfang und Größe der Beschädigung kann eigentlich nur ein Öffnen des Bodens von oben her in diesem Bereich erbringen. Ich würde dazu mal eine Öffnung von mind. 20x20 cm im Boden vornehmen und mir das in aller Ruhe anschauen - dann lassen sich auch Stringer und Bodenplatte richtig beurteilen.
Bei mir war da Rott und 80l Wasser unter der Bodenplatte - vielleicht hast Du aber auch Glück, und der Schaden ist nicht so groß...
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  #3  
Alt 05.04.2015, 21:17
Krisch2015 Krisch2015 ist offline
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Danke dir für's erste Feedback. Wenn ich mir die Bilder grad noch mal so anschaue, sieht das verdammt nach ner Kerbe eines Grundkontaktes mit was hartem aus. Wenn dem so wäre, kann es sich doch um ein lokales Problem handeln, oder?

Alles in Allem dürften es kaum solche Wassermassen wie bei dir gewesen sein. Würde auf max 5 Liter tippen, die da rauskamen. Die beim aufgebockten Boot leicht höher stehende Bilge am Heck war pupstrocken.
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  #4  
Alt 05.04.2015, 21:27
noni noni ist offline
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Kann - muss aber nicht. Mir würde das aber keine Ruhe lassen. Wenn es so wenig Wasser war, ist das ja grundsätzlich positiv. Man kann das schon von außen zuspachteln und versiegeln - sicher beurteilen lässt sich das aber wohl nur von innen/oben her. Wenn Du die große Öffnung nicht machen willst, dann bohre ein Loch und gehe mit einer endoskopischen Kamera rein.
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  #5  
Alt 05.04.2015, 22:08
Krisch2015 Krisch2015 ist offline
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Ein Endoskop kann ich mir leihen. Wobei ich dann wieder bei der Frage wäre, auf was ich als Laie dann achten muss, wenn ich durch das Okular bzw das große Loch schaue.

Ich werde morgen erst mal das Loch von Außen mit nem Dremel erweitern. Das ist ja in jedem Fall nötig. Wann merke ich/woran erkenne ich, dass ich beim "gesunden" Gfk angelangt bin? Einfach nur wegschleifen, bis es fest und hart ist?
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  #6  
Alt 06.04.2015, 12:11
Krisch2015 Krisch2015 ist offline
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So, wieder vor ort. Wenn ich mir die bilge so anschaue, deckt eine oberschale den kompletten kiel luftdicht ab. Wenn ich in das staufach am bug schaue, war da schon mal jemand am werk. da stand eben auch ne kleine pfütze. Das gab es die ganze letzte saison nicht. Wahrscheinlich ist das so, weil das heck an land jetzt etwas höher steht. Werde wohl nicht umhin kommen, das von oben aufzumachen. Leider taugt die stelle aufgrund de kehlung wohl nicht, um da dauerhaft eine revisionsklappe einzubauen. So könnte man an der stelle regelmäßig schauen, ob es trocken ist. Ideen?
Arbeite jetzt erst mal das loch weiter auf führt der stopfen auf einem der bilder in das sandwich? Wenn ja, sollte ich den sicher öffnen. Habe nen 12v lüfter gebastelt, den ich unter den kiel hängen könnte. Den würde ich dann ne woche laufen lassen.
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  #7  
Alt 06.04.2015, 12:12
Krisch2015 Krisch2015 ist offline
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  #8  
Alt 06.04.2015, 12:13
Krisch2015 Krisch2015 ist offline
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  #9  
Alt 06.04.2015, 12:13
Krisch2015 Krisch2015 ist offline
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  #10  
Alt 06.04.2015, 12:54
Krisch2015 Krisch2015 ist offline
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Und ach ja, der in etwa auf der höhe der stauöffnung auflaminierte querträger scheint stabil zu sein. Ebenso das gfk, was um die ausgebesserte senke den kiel bedeckt. Habe alles abgeklopft und rumgedrückt.

Ich habe das Loch jetzt soweit freigefräst, dass nur noch festes epoxi-spachtel drumrum ist und nach außen angeschrägt. Wenn ich da reinschaue, sieht man aber drunter vergammelte glasfasern.


Vorausgesetzt, ich kriege es trocken, wäre dann das auflegen einiger durchtränkter gfk-lagen mit pappscheibe und draht von außen und zuspachteln mit epoxi denkbar?
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  #11  
Alt 06.04.2015, 12:55
Krisch2015 Krisch2015 ist offline
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Loch. Innendurchmesser 17mm
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  #12  
Alt 06.04.2015, 16:33
ferenc ferenc ist offline
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Hi,

schaue dir das Video mal an, ist keine Zauberei.

Das Anschäften muss größer werden.
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  #13  
Alt 06.04.2015, 18:12
Krisch2015 Krisch2015 ist offline
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Danke für den Hinweis, Frank. Hatte gestern lange keine Ruhe und habe bis nachts Google bemüht, Videos geschaut und Anleitungen geslesen: 12-facher GFK-Durchmesser als Schäftung. Zum Zeitpunkt des Fotos hatte ich nur mit dem Dremel ein wenig vorgearbeitet, um das schadhafte zu entfernen. Prinzipiell hätte ich das mir mit eurer Hilfe und entsprechenden Anleitungen gut zugetraut. Und letztlich hatte ich noch bissel die stille Hoffnung, dass jemand sagt, Spachtel reicht bei der Größe...

Aber das ist glaub eh inzwischen nebensächlich. Aktuell sieht es so aus, als sei die Saison, vielleicht auch das Boot komplett gestorben. Die Hoffnung auf einen nur durch die Schadstelle vollgelaufenen Zwischenraum scheint sich nicht zu erfüllen.

Ich komme ja bis unmittelbar vor der Schadstelle über den vorderen Stauraum direkt an den Kiel ran. Erst ab dort beginnt dann der Zwischenboden zum Kiel. Bei genauem Hinsehen und Abtasten, schien die Kiellinie an einer Stelle etwa 40 cm vor der Schadstelle auch leicht feucht. Habe also dort und unmittelbar vor der Schadstelle von Innen noch zwei Probebohrungen gesetzt. Bei beiden das gleiche Bild. Am Anfang und am Ende trockener Bohrstaub, dazwischen dann grauer feuchter bis nasser Epoxi-Matsch bzw. matschige Glasfasern. Es scheint als durchzieht Wasser die mindesten gesamte vordere Kiellinie. Ob das GFK schon tot ist, kann ich als Laie nicht beurteilen, befürchte es aber. Selbst wenn nicht, kann ich mir nicht vorstellen, wie man das trocknen können sollte. Tausend Löcher, alles abschleifen und Bau-/Infrarottrockner passen kaum in mein derzeitiges Budget.

Bin jetzt erst mal zutiefst gefrustet und habe absolut keinen Plan, was ich jetzt noch machen kann.
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  #14  
Alt 06.04.2015, 18:37
Leuchtturm Leuchtturm ist offline
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Bohre noch ein paar Löcher rein ca. 10 mm. Dann hilft nur noch warten von Oben abdecken und dann trocknen lassen denke 2-3 Monate sollte das dauern dann mit Glasmatten und epoxyd verspachteln und schließen. Anschließend Gelcoat als Feuchtesperre. Das sollte es dann gewesen sein. Wenn du sehr ängstlich bist schleife den rumpf vorsichtig ab und suche nach anderen Scahdstellen. Denke aber wie du shcon sagtest das es nur die eine baustelle ist und das eingedrungene Wasser sich im Kiel verteilt hat. Mache nur nicht den Fehler und gehe zu früh mit Epoxyd ran dann machst du das viele Male ist mir auch passiert boot muß ja laufen im Sommer im Herbst immernoc etwas Wasser in der Bilge. Dann einen Winter gewartet un dim Frühjahr dann nochmal das "loch" verschlossen und siehe da ein klitze kleiner Riss war da der ca 2 Liter Wasser am Tag rein ließ. das ganze weil noch etwas Feuchtigkeit im Laminat war und keine Verbindung hielt. Nach der Winterruhe war das dann vergessen und ist nun 3 Jahre dicht.
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Gruß und Ahoi Martin
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  #15  
Alt 06.04.2015, 18:58
Krisch2015 Krisch2015 ist offline
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Danke Martin.

Wie merke ich, wenn es lange genug getrocknet ist? Die Feuchtemesser kauft man ja mal nicht einfach so.
Wieviele Löcher (Abstand)? Alle dann mit 1:12 schäften und zulaminieren?
Das wäre es mit der Saison. Wenn der diesjährige Sommerurlaub auf dem Boot ausfiele, wäre das bitter für mich und meine Kinder. Muss echt noch mal drüber schlafen, überlege aber stark, es bis zum Herbst wieder zuzulaminieren. Wer weiß wie lange es schon so war.

Wirklich Gelcoat? Ich denke du meinst Gelshield, oder?
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  #16  
Alt 06.04.2015, 20:35
Leuchtturm Leuchtturm ist offline
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Ich würde mal den finger reinstecken wenns sich nicht mehr Feucht anfühlt ist schon mal was. Tropfen darf es auf keinen Fall. Abstand der Löcher so wie du es für richtig hälst wenn kein Wasser mehr kommt sollten alle 10 cm reichen. Das anschäften ist bei 10 mm Löcher nicht so entscheidend. Ist ja kein statisches Problem. Nein kein Gelshield sondern Gelcoat oder topcot das ist die Äußerste schicht und nur die ist Wasserbeständig. Harze Ziehen mit der Zeit nur Wasser. Ist aber kein großes dingen das zu verarbeiten. Eine Folie von einem Schnellhefter auf das Nasse Gelcot gedrückt erspart dir sehr viel schleiferei. Traue dich das ist nicht Problematisch. Zum Prüfen der Feuchtigkeit kannst du auch ein Löschpapier benutzen. Nachhelfen kann man mit einem Heißluftföhn, besser ist es aber die Zeit arbeiten zu lassen. Leider ist das wohl das blödeste für dich da du aufs Wasser willst. Aber nach einigen Wochen ist schon was zu erkennen. Wenn es Luftig steht könnten 4 Wochen reichen ich drücke dir die Daumen.
__________________
Gruß und Ahoi Martin
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  #17  
Alt 06.04.2015, 21:43
Krisch2015 Krisch2015 ist offline
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Ok, dann mache ich mich möglichst mal noch spät Abends oder nächstes Wochenende daran, die Löscher zu setzen. Hab am jetzigen großen ja schon nen kleinen 12v-Lüfter in ner eigenbau-pappröhre dran, die bündig unterm Kiel klebt. Das dürfte etwas helfen.
Werde dann möglichst bald für diese Saison erst mal alles wieder schließen (das etwas größere Loch mit Laminat, die hinzukommenden mit Epoxidspachtel; jeweils mit ner reingepfriemelten Pappscheibe mit Epoximatte, die mit nem Draht fixiert wird, bis Sie halbwegs fest ist) und den Kiel erstmal noch 2-3 Mal mit Epoxidharz einpinseln. Da kein UV-Schutz nötig, dann gleich direkt das Antifouling.

Nach der Saison werde ich den Kiel dann wieder an den gleichen Stellen anbohren (lasse leichte Spachtel-Beulen als Markierung überstehen) und bis zum Laminat anschleifen. Das soll auch beim Trocknen helfen. Im Frühjahr baue ich dann mit einer zusätzlichen Lage beginnend neu auf.

Dass ich komplett neues Gelcoat auftragen werde, werde ich mir erst sehr gut überlegen. Das erfordert einen ordentlichen Komplett-Neuaufbau, zu dem ich mich (noch?) nicht recht in der Lage fühle. Vorher bleibe ich dann lieber bei etwas einfacherer Materie und schleife ggf. lieber jährlich etwas. Nicht zuletzt ist das Schätzchen ja auch schon 30 Jahre alt. Bevor ich sowas angehe, möchte ich das Boot und ein paar mehr Handgriffe genau kennen. Dazu gehört zu wissen, das Innen nicht eine Zeitbombe tickt.

Passt der geplante Ablauf soweit?

Habe heute noch mal genau geschnüffelt. Essiggeruch gibts nirgends. ;o)

Schönen Restabend!!!
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  #18  
Alt 06.04.2015, 21:48
Leuchtturm Leuchtturm ist offline
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Du solltest nich den ganzen Unterbau mit gelcot einpinseln sondern nur die Ausgebesserten stellen und etwas weiter drum herum da reichen locker 10 cm² um die Stellen. So würde ich das auch an gehen, etwas warten und im Herbst die löcher kontrolieren ob es gut war wenn nicht erneut trocken lassen dann aber über den Winter das langt sicherlich. Denke aber das es dicht wird. Viel Erfolg!
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Alt 06.04.2015, 22:31
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Danke dir und den anderen.

Jetzt erst mal Arbeitswoche, dann geht es weiter.
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  #20  
Alt 19.04.2015, 11:46
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It's almost done.
Habe zwei Wochen mit einem auf ein Rohr montierten 12v-Lüfter Luft reingepusstet. Weitere Probelöcher waren trocken. Also die wieder schnell zugespachtelt. Gestern habe ich das große Loch angeschäftet, verfüllt und jetzt grad 8 Lagen laminiert. Sobald das fest ist, wird angeschliffen, noch mal glattgespachtelt, 2-3 mal epoxidharz drüber und zuletzt Antifouling.

Auf zu neuen Ufern.
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