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Restaurationen Refits, Lackierungen, GFK-Arbeiten, Reparaturen und Umbauten von Booten aller Art. |
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Themen-Optionen |
#1
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Guten Tag,
ich möchte mich kurz vorstellen: Mein Name ist Peter, kurz vor 60 und ich habe kein Boot. Ich bin auf dieses Forum gestoßen, weil ich technische Tips bezüglich G4 Grundierung und Polyesterharz zum Laminieren suchte. Ich habe eine Ape 50 geschenkt bekommen und mir dazu einen Kastenaufbau gebaut. Die handelsübliche Ape mit Kasten ist mir zu kurz in der Ladefläche. Des Gewichtes halber verwendete ich Pappelsperrholz, zweilagig mit Styropor im Zwischenraum. Außen werde ich den Kasten mit Polyesterharz und Glasfilamentgewebe beschichten, den Innenraum wollte ich ursprünglich nur lasieren, denke aber, daß eine Beschichtung mit G4 vielleicht angebracht wäre...? Es geht mir dabei hauptsächlich um die Sperrholzteile, welche auf allen Seiten über die Bracken der Pritsche ragen, damit kein Wasser auf die Ladefläche laufen kann. Die Fragen die sich mir aufdrängen wären: wie oft darf und sollte ich mit dem G4 das Holz behandeln, in welchen Abständen macht es Sinn; Wäre es auch Sinnvoll das G4 als Haftgrundierung auch auf der Außenseite zu verwenden? Lange habe ich mir überlegt ob ich mich mal schnell anmelden und dann direkt mit Fragen auftragen soll, eigentlich finde ich das selbst nicht so höflich, aber das Thema brennt mir unter den Nägeln. Der Kasten wird nicht fest montiert und somit abnehmbar. Ich möchte die Kanten deshalb etwas besser schützen und vielleicht auch härter machen. Ich bitte um Verzeihung bezüglich meines "Überfalls" mit einem ganz anderem Gefährt als einem Boot aber trotzdem um Verständnis und Tips von Euch. Grüße Peter |
#2
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da ich kein Polyester verwende (nur Epoxy), weis ich über G4 nicht mehr so viel Bescheid, Anruf bei Voss-Chemie würde doch die Frage klären.
Bezüglich der Kanten würde ich auch alle Fälle die Beschichtung von außen rum führen.
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mit lieben Grüssen aus Wien - Peter |
#3
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Danke Peter,
das wäre dann allerdings nur ohne Glasfasern möglich, ich hatte das beim Bauen nicht bedacht, es wird also so schon recht knapp mit den Abmassen. Ich hoffe das würde auch so gehen. |
#4
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Zu der zweiten Frage: Ja, das ist auf jeden Fall sinnvoll und einer der Haupteinsatzzwecke für G4. Zu der ersten Frage: G4 ist ein PU-Harz und es härtet aus. Von daher ist ein regelmäßiges wiederholtes Auftragen nicht sinnvoll und auch nicht vorgesehen. Wo G4 einmal ist, da bleibt es und verschwindet nicht. Deswegen muss man auch drauf achten, dass man beim Laminieren mit Polyesterharz auf G4 quasi "nass in nass" arbeitet (maximal 4h, damit G4 noch nicht ganz durchgehärtet ist). Das steht aber alles sehr klar und deutlich in den Prduktunterlagen: https://www.swiss-composite.ch/pdf/i-G-4.pdf
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Gruss aus Frankfurt, Hans Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur auf der Rückseite des Beitrages!
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#5
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Hallo Peter,
den ersten Anstrich mit reichlich Nitro verdünnt, imprägniert das Holz förmlich. Gruß Frank
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Das wird schon. |
#6
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Vielen Dank Hans für Deine Ausführungen. Das mit "Naß in naß" habe ich mit Vosschemie schon geklärt. Ich wollte den guten Mann am Telefon allerdings nicht allzu sehr beanspruchen - die Seite des Kontaktformulars war defekt, so konnte ich meine Fragen dort nicht schriftlich präzisieren. Auf diese Spezialität hatte mich der freundliche Herr von Vosschemie auch dringlichst hingewiesen. Das wäre für mein Projekt jetzt auch kein Problem. Ich hatte überlegt nach dem Grundieren eine Schicht Polyharz aufzutragen, welches ja dann gut durchtrocknen darf; dieses dann anschleifen und mit Glasfilament weiterarbeiten. Frank, Deinen Hinweis verstehe ich nicht ganz - den ersten Anstrich... würde das bedeuten daß ich doch mehrere Schichten(zumindest im Innenbereich an den strapazierten Stellen) auftragen kann?
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#7
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Hallo Peter,
ich habe gerade noch mal den Verarbeiungshinweis von G4 gegoogelt. Da steht jetzt nur, unbedingt auch deren Pu Verdünner zu nehmen, nicht jedoch in welchem Verhältnis und wie oft. In älteren Foren liest man aber, so wie ich das auch gemacht habe, die ersten 1-2 Anstriche mit bis zu 200% verdünnen, den dritten 100%, danach unverdünnt, bis die Oberfläche glatt ist. Da steht jetzt aber auch, nicht im Innenbereichen von Booten benutzen.! Gruß Frank
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Das wird schon. |
#8
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Wenn die erste Schicht eingezogen und ausgehärtet ist, dann sind die Poren dicht. Ende. Aus. Das ist ja eines der vorrangigen Ziele. Je dünner, desto besser zieht es halt in's Holz ein. Alle weiteren Schichten machen dann vielleicht noch eine bessere und glattere Oberfläche, aber einziehen kann das dann logischerweise nicht mehr. Ich halte es dann für Materialverschwendung, weil es dir keinen Mehrwert mehr bringt. Zitat:
Man arbeitet ja "nass in nass", damit die Schichten sich richtig gut verbinden und ineinander "verkrallen" können. Deshalb ist das Sinnvollste, nach der G4-Grundierung direkt Polyesterharz mit Glasfasermatten aufzutragen. So hat die Glasfaserschicht die beste Verbindung zum bzw. in's Holz. Wenn du dazwischen eh aushärten lässt, dann kannst du dir die erste Schicht Polyesterharz auch ganz sparen und die ausgehärtete Grundierung anschleifen - das ist genauso gut (bzw. schlecht).
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Gruss aus Frankfurt, Hans Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur auf der Rückseite des Beitrages! |
#9
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#10
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Noch eine kurze Frage: Mit welcher Materialstärke des Polyesterharzes mit Filamentgewebe 165g/qm muß ich bei drei bis vier Gängen rechnen ? Glasfaser kommt nur einmal drauf. .... ich sehe gerade daß ich die Bilder wegen der Größe nicht hochladen kann .... Gruß Peter |
#11
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Hallo Peter,
du kannst doch die Matte auf das noch nicht ausgehärtete G4 legen, und dann mit einer Schaumstoffrolle unverdünntes G4 auf die Matte bringen. Warum denn unbedingt mit Polyester arbeiten. Gruß Frank
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Das wird schon. |
#12
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Filamentgewebe IST Glasfaser. Oder umgekehrt: Glasfasern können als "Wirrfaser" oder als gewebtes Gelege in den verschiedensten Webarten vorkommen: https://www.bootsservice-behnke.de/contents/de/d3.html Keine Ahnung, was du da jetzt tatsächlich vor hast.
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Gruss aus Frankfurt, Hans Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur auf der Rückseite des Beitrages! |
#13
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#14
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Polyesterharz habe ich halt schon. Rumstehen zum anschauen ist ja auch nicht das Wahre. 5kg Polyesterharz und 1 kg G4
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#15
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#16
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Jetzt muß ich mal rechnen um dann die gefährdetsten Flächen etwas stärker zu machen. |
#17
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Hallo und guten Morgen,
wetterbedingt und aus zeitlichen Gründen konnte ich erst gestern mit dem Laminieren anfangen. Ich verwende Resinpal 1715, angegeben sind zwischen 1,5 und 2 % Härterzugabe. Ich habe mich strikt dran gehalten, alles feinst ausgewogen. Was mich wunderte, daß innerhalb der Verarbeitungszeit von 25 bis 30 Minuten das Harz schon in der Schale fest wurde, während das aufgetragene Material noch "flüssig" war. Das ganze passierte nach gut 12 Minuten. Beim ersten Auftrag brauchte ich für eine Seite 2x 300 g Harz (zzgl) Härter, beim zweiten Auftrag nahm ich 400, was an und für sich schon zu viel war, aber gut die Hälfte konnte ich dann aus der Schale schaben, der war quasi schon fest, wie Gummi. Wo könnte denn der Fehler liegen oder liegt es daran daß das Harz in größeren Mengen anders reagiert als wenn es schon aufgetragen wurde? Mit dem Überschuß hätte ich eine weitere Seite eingestichen und erst nach dem leichten Abbinden das Glasvlies aufgetragen - so war mein Gedanke, um nichts zu vergeuden.... |
#18
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Hi,
Das Aushärten des Harzes ist eine exotherme Reaktion, dabei wird es recht warm. Dieses beschleunigt wiederum dem Aushärtungsprozess und das ganze kommt dann langsam ins Kochen. Auf den laminierten Flächen hast du genug Oberfläche um es zu kühlen. Größere Mengen vermeiden oder sofort aus dem Becher in eine flache Schale geben. Das darf dann aber nicht zu kalt werden. Wenn der Härtungsprozess unterbrochen wird fängt er nicht wieder an. Bei Epoxid ist das kein Problem. Zu kalt = Prozess stoppt; wieder warm = es härtet weiter aus. Schöne Grüße Frank Lip |
#19
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Danke für die Info, da ich die zweite Schicht gerollt hatte gab ich das Harz in eine entsprechend große Schale, welche auch für Farben genommen werden. Ich werde einfach kleinere Mengen anrühren und vielleicht direkt auf die Wandung geben.
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#20
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Schau mal, was die Mindestmengen an Härter ist. Du kannst bei höheren Temperaturen gut mit wenig Härter auskommen. Und ja, nur kleine Menge anrühren und direkt verarbeiten. Beim Polyesterharz musst du bei Unterbrechungen nicht direkt wieder anschleifen, das ist nicht sooo empfindlich. Schau in die Anleitung, ich meine ich hätte mit 3-tägiger Unterbrechung ohne anschleifen weiterarbeiten können, da bin ich aber nicht mehr ganz sicher.
Natürlich wird eine einzige Lage Gewebe deine Anforderungen im wesentlichen erfüllen, aber eine zweite (oder sogar dritte) Lage wiegen nicht wirklich viel, bringen aber viel Stabilität. Das Harz selber macht nur wasserdicht und hält das Ganze zusammen, das Gewebe bringt die Stabilität -mehr Gewebe heißt mehr Stabilität. Wichtig ist, dass du beim nass in nass-Verfahrest zwischen den Lagen gut entlüftest (mit dem speziellen Roller).
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Liebe Grüße von der Lahn, Roland |
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