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Segel Technik Technikfragen speziell für Segelboote. |
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#26
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Den Tipp mit den Tennisbällen kann ich nur bedingt weiterempfehlen. Als wir den Mast unserer Wasserleiche gelegt hatten, fand ich unter den Tennisbalhälften ein kleines Biotop. Dort war im Laufe der Jahre (mindestens zwei, laut meinen Recherchen etwa fünf) die Sollbruchstelle der Wanten entstanden. Auch die Enden der hölzernen Salinge waren nur noch Pfefferkuchen. Gut für die Segel, aber mann muss schon ordentlich fetten und immer mal drunter gucken.
Zum Rollreff habe ich nur Erfahrungen mit einer kleinen Jolle. Und schon da war das System schlicht nicht zu gebrauchen. Kennst du den Blog von Wolfgang ? Ab dem Eintrag > http://sy-themroc.de/reise-nach-stet...der-woche-100/ beschreibt er auch den ständigen Ärger mit dem Großbaum. Ich meine zwischen den Zeilen zu lesen, er hat teilweise das Großsegel nicht mehr gesetzt, weil er Angst hatte es nicht wieder einholen oder reffen zu können. Jetzt hat er in der Biskaya den Mast verloren, lag nicht am Rollreff, aber ich glaube nicht, dass er wieder ein solches System verbauen wird. Ich würde in Deiner Situation sicher konventionelle Reffösen etc. und LazyJacks nachrüsten. Bei viel Wind und Seegang wöllte ich nicht gegen das hakelige Rollreff kämpfen. Gruß Hubert
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Niemand ist unnütz! Man kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen! |
#27
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Zitat:
Wie ich aber heute von der Segelmacherrei erfahren habe war mein Segel in der ersten Bahn stark durch UV vorgeschädigt und schon recht mürbe. Der Vorbesitzer hat wohl es wohl nur aufgerollt ohne den Schutzschlauch/Persening überzuziehen. Eigentlich hätte es nach der Meinung in der Segelmacherrei nicht reissen dürfen. Nunja, ab 200€ kostet die Reparatur :-( und ich werde vermutlich einen Teil Segelfläche verlieren. Sehr ärgerlich, besonders der Segelflächenverlust. Zitat:
Ich werde wohl vorerst weiter lernen damit zu leben. Vielleicht freundet man sich ja noch an . Immerhin, wie ich ja schon öfters sagte, kann man es ja in schwierigen Situation auch "normal" bergen, falls die Rollvorichtung Probleme macht. Hier sieht man übrigens die mit Gaffa / Panzertape geflickte Genua auf der Rückfahrt: (Ja, die ungünstig verlaufene BB-Schot ist mir bewußt ) Beste Grüße Alex Geändert von alexhb (10.10.2014 um 22:21 Uhr)
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#28
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Ich meinte eigentlich eine Mischung. Den Sailtrainer behalten und zursätzlich Reffösen ins Groß. Aber da hab ich wohl nicht zu Ende gedacht . Die Ösen dürften für zusätzliche Probleme beim Einrollen sorgen.
Da der Rollkrempel ja ordentlich teuer ist und du die Segelfläche jetzt schon als zu klein empfindest würde ich dann wohl auch in Ruhe nach einem gebrauchten Baum suchen. Der komplette Rollkram sollte auf dem Gebrauchtmarkt doch den Preis für ein neues, passendes Segel bringen. Oder ? Gruß Hubert
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#29
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Falls Dein Segelplan/Lateralplan diesem entspricht könnte ein größeres Groß verstärkte Luvgierigkeit mitbringen.
http://sailboatdata.com/viewrecord.asp?class_id=4960 Evtl.(!) macht man damit mehr kaputt als das man verbessert. Zumal näher ans Achterstag gebracht das Achterlik auch linearer geschnitten werden müßte. Also auch anderes Gesamtprofil. Am Wind dürfte Dein Profil gut sein, reine Flächenachteile machen sich wohl, wenn überhaupt, mehr raumschots bemerkbar? Mein Vorbesitzer hat die Rollgenua auch zu selten abgeschlagen bzw. geschützt. Das Achter- und Unterlik war daher in einem Streifen immer am Licht und mürbe bis eines Tages "ratsch" Bei der Rep. kamen von AL und UL der kranke Streifen weg. Die 2-3 m² Verlust machten von der Fläche insgesamt relativ wenig aus aber durch den Wegfall des mürbe-verblasenen Tuches war der Stand anschließend wesentlich besser und das Segel zop besser als zuvor. Es kann also auch gut gehen, ist aber natürlich von Lappen zu Lappen und Zustand und Zuschnitt sowie Fläche verschieden. Sailtainer habe ich Null Erfahrung hatte selber Rollgroß in einem eigenen "Tainer" am Mast. Unser Konstrukt war auf See völlig unbrauchbar. Nur genau im Wind, bei exakter -voreingestellter- Ausrichtung von Niederholer und Dirk waren Manöver möglich. Trimmen war entsprechend auch kaum möglich. Dennoch gab es beim kleinsten Fehler Falten bis hin zu Klemmern mit Totalausfall. Den kann man bei Wind mit nicht mehr zu bergendem Segel natürlich nicht immer gebrauchen. Am Ende habe ich das Rollcover komplett abgebaut, das Segel mit klassischen Rutschern versehen lassen und das frei fliegende - bei der Rollerei ja üblich- Unterlik (eh die beste aller Lösungen vom Profil her) beibehalten. Seither ist Ruhe. Der einzige Nachteil ist man muss zum setzen und bergen nach vorne aber dafür kommt der Lappen immer garantiert auch wieder runter, egal wie das Wetter aussieht.
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Gruß Kai Geändert von KaiB (11.10.2014 um 10:02 Uhr)
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#30
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Zitat:
Zudem habe ich eine seitliche Wante mehr, die irgend ein Aufschwingen verhindern soll und mal nachgerüstet wurde. Dieser schwarze Streifen am Aufbau ist total schick: Da muss ich mal überlegen wie ich den bei mir hinbekomme! Zitat:
Zitat:
Vorteil eines Mast-Roll-Gross wird wohl sein, dass man weniger Kraft braucht das Segel zu setzen, da man es ja "nur" rauszieht, statt hochzieht. Beste Dank, Alex |
#31
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Ich kann nur über mein und einmal ein Rollsystem bei einem Charterboot (34`) schreiben.
In beiden Fällen mussten beide Reffleinen, also sowohl die zum ausrollen als auch die zum einrollen exakt unter Zug geführt werden, sonst gab es bei killendem Segel sofort Whooling und je nach Situation erst mal Schicht mit bergen. Dann hat man noch Blöcke zur Umlenkung in die Plicht plus Rollen oder Blöcke um das Schothorn zu führen und den Zug dort wieder nach vorne und unten und achtern zu führen. Also Reibungsverluste gibt es bei jedem System mehr oder weniger. Beim ausrollen darf es nicht ausrauschen, das kann schnell eine "Perücke" geben. Das einrollen muss ebenso exakt geführt ablaufen um Falten und Klemmer zu vermeiden. Die Kraft zum einrollen ging in beiden Fällen nur mit Hilf einer Winsch (!), mein klassisches Segel zerre ich in 3 sec. hoch, das hat allerdings nur knapp über 20 m². Das auftuchen bei Seegang und Wind ist es was Zeit kostet. Neues, glattes und relativ steifes Tuch ist relativ unproblematisch zu rollen aber sobald die ersten alters- und windbedingten Dehnungen enstehen und das Tuch insgesamt "handiger" und damit "weicher" wird ist Stress vorprogrammiert. Dann gibt es neue Ecken wo Falten entstehen und es kann eng bei Wetter werden. Ist auch eine Frage der Törns, auf kurzen Strecken mit viel Manöver ist ein Rollsystem einfach weniger Arbeit als das häufige an Deck rumturnen und auftuchen. Auf etwas längeren Strecken tut es das klassische tadellos man ist ja nicht so oft "da vorne". Das Achterlik der Genua und das Schothorn pflegen als erstes zu sterben, das Unterlik ist da etwas weniger beansprucht. Killen ist schlecht fürs AL schamfilen bei wenden auf dem Seitenwant schlecht für alle drei. Aufgerollt ohne Persenning oder Lichtschutz leidet natürlich auch ein Teil des UL. Bei meinen braunen Segeln war sehr anschaulich der UV geschädigte Teil durch sein ausgeblichenes Braun vom "gesunden" zu unterscheiden. Lichtschutzbänder/Streifen für Rollvorsegel kann man aber m.W. auch nachträglich aufbringen. Da würde ich mich mal erkundigen. Ein gut funktionierendes Rollgroß ist schon schick und man kann wunderbar alles von achtern aus regeln aber wehe irgendeine Winzigkeit läuft schief, das kann beim nächsten Manöver ein Fiasko bringen.
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Gruß Kai |
#32
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Moin Alex
Ich habe da noch eine oder zwei Fragen zu deinem Großsegel.Hat das überhaupt Latten am Achterliek?Reffreihen sind auch nicht eingearbeitet?Es sieht so aus als wenn das Vorliek(wegen der Rollerei)ohne Rutscher sondern mit dem Liektau in die Mastnut gezogen wird?Das mit den Zusatzwanten habe ich nicht ganz verstanden,ein klasisches Toprigg mit einer Saling hat:Vorstag,Achterstag,vordere Unterwanten(oder Babystag)und achtere Unterwanten.Was ist da mehr oder zusätzlich in deinem Rigg? Der Großbaum hat übrigens bei vielen Booten mit diesem Rigglayout das aus den 70er bis 80er Jahren stammt eine Länge die gerade eben über das Sprayhood hinausragt,das ist bei meinem Boot auch so und ich finde das gerade sehr praktisch weil wenn man an der Pinne steht und bei den Einhandmanövern mal wieder irgendeinen Mist baut,zischt einem der Baum gerade so an der Nase vorbei.Ein Umstand der bei einem 29Fuss-Boot bedacht werden sollte,denn erst bei Booten der über 30Fuss-Klasse ist das Ding meistens so hoch angebracht,dass im Cockpit stehende Crewmitglieder nicht gefährdet werden.Die paar Quadratmeter die eine Verlängerung des Baumes bringen könnten,ausser bei ganz schwachem Wind,mit einem besserem Großsegel auch kompensiert werden,zu mal wie schon geschrieben man bei Veränderungen des Segelplanes auch schauen muss was das für eine u.U. vergrößerte Luvgirigkeit ausmacht. gruss hein gruss hein |
#33
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Rollgross im Baum aufrollen
Hallo Alex!
Gratulation zu deiner neuen "Beziehung"! Beim Aufrollen muss der Baum im rechten Winkel zum Mast stehen, damit sich das Segel mit gleichmäßiger Spannung an Vor- und Achterliek aufrollen lässt. Möglicherweise muss die Sprayhood weggeklappt werden. Versuche einmal (bei Windstille) bis zu welchem Winkel - Baum zu Mittschiffsachse - deine Rollreffanlage noch einwandfrei funktioniert. Normalerweise solltest du bei einem Am-Wind-Kurs mit der Genua Fahrt machen und den Großbaum zum reffen leicht ausschwenken können. Dein Schiff müsste bei einem Am-Wind-Kurs ruhiger sein als bei einem Aufschießer in den Wind. Wichtig wäre, dass du für dich den SICHERSTEN Stand fürs reffen findest. Das ist vom Deck abhängig. Die Mastschiene und die Mastrutscher sollten leichtgängig gemacht werden. Mastschiene auf Hindernisse kontrollieren, Mastrutscher kontrollieren, (reinigen, dann Spüli oder Teflonspray) gegebenenfalls nachschleifen oder erneuern. Probiere das ganze Handling bei Windstille oder Leichtwind, bis jeder Handgriff und Stand sitzt! Zum Anker: ob der noch zeitgemäß ist, ist weniger die Frage als ob du damit zurecht kommst und ober er hält. Wenn du den erneuern musst, dann sieh dir einmal den Jambo an (googln). Handbreit Canderes
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#34
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Hallo Hein,
habe deine Fragen glaube ein paar Monate nicht bemerkt . Zitat:
Zitat:
Diese Kederschiene überbrückt auch den Abstand zwischen Mast und Segel. Zitat:
Leider ist das Babystag zu nah am Baum um ein zweites Stagreiter-Segel zu setzen (kleine Sturmfock oder so). Danke, mittlerweile sind wir schon fast ein altes Ehepaar. Man lernt die Bedienung doch recht schnell . Ich will mein "Rentnerrollo" eigentlich garnicht mehr missen. Zitat:
Zitat:
Ach übrigens das mit der Genua ist dann im Dezember gleich nochmal passiert :-(, mit der gleichen Crew und dem gleichen Fehler. Jetzt ist in der Genau an der fraglichen Stelle eine Verstärkung angebracht, mal sehen ob das hilft. Und ich fahre dieses Manöver nicht mehr (hoffentlicht). Beste Grüße Alex Geändert von alexhb (30.03.2015 um 16:18 Uhr) |
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Was haste denn jetzt an Anker - und wo denkst du hin?
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Niemals mit den Händen in den Taschen auf dem Hof stehen, wenn die Frau vorbeikommt! |
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Beim Boot dabei waren zwei Anker mit jeweils 15kg. Einen Klappanker und etwas was ich Kreuzanker bezeichnen würde. Das sind zwei klassische Anker auf einer Achse die um 90° verdreht werden und dann gesichert. Den zweiten habe ich zufällig fotografiert (s. u.).
Ich hatte hier schonmal geschrieben das ich mir eigentlich einen Bug-Anker wünsche der mit Luke oder Handwinde geführt wird, aber ich habe kaum Platz: http://www.boote-forum.de/showthread.php?t=219186 Du hattest mir da auch schonmal geantwortet . Der Kreuzanker nimmt mir zuviel Platz weg, den werde ich einsparen. Der Klappanker könnte als Heckanker noch Verwendung finden. Im Moment überlege ich einen 7-10 kg Pflug, Platten, Bruce-Anker irgendwie am Bugkorb zu befestigen. Den Kettenvorlauf und die Trosse müsste ich dann immer nach vorne schleppen und montieren. Vielleicht in einer wasserdurchlässigen stabilen Tasche? Mit Pech vertüddelt sich das aber stark. Ob die Trossen in Bild 1 dafür geeignet sind muss ich noch rausfinden - mal schauen ob die untergehen. Eine Ankerkette war an Bord nicht zu finden. Falls du (oder jemand) eine spontan bessere Idee hat bin ich dankbar. Beste Grüße Alex |
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Wenn ich frei wählen könnte, würde ich einen verzinkten Bügelanker (original!) so groß wie möglich als Buganker fahren und einen 8-10kg Britany-Plattenanker als Heckanker.
Dazu Kettenvorlauf, am Bug so lang wie möglich, am Heck vielleicht 6m aus einem oben aufgeschnittenen Kanister holen. Das Ende vom Kettenvorlauf kannst du am Tragegriff vom Kanister anschäkeln und dann jeweils die gewünschte Ankerleine drantüddeln. Für's Kaffeeankern kannst du der Einfachheit halber aus dem Cockpit raus den Heckanker nehmen und dessen Ankerleine am Bug anschlagen. Deinen Kreuzanker würde ich als Reserveanker, mõglichst tief im Boot gestaut, mitführen.
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@alex: Was ist der runde Deckel auf Deinem Vordeck ca. 1 Fuß achterlich vom Vorstaganschlagpunkt? Normalerweise würde man ungefähr da die Durchführung für die Ankerkette / Ankerleine durchs Deck erwarten - ein nach achtern offenes gebogenes Rohr, von dort (wenn man ankert) auf die Klampe und wieder nach vorne. Es gab die sicherlich auch mit Deckel für Offshore oder Hafen und dem Rohr für Unterwegs / Küstennah.
Kette erst anschlagen müssen ist ärgerlich, weil das Thema "Notankerung" damit stark eingeschränkt wird. Was machst Du normalerweise, wenn Du mit gelegtem Mast unterwegs bist und der Jockel fällt aus? Mit letztem Schwung in Ufernähe, Anker raus und in Ruhe nach dem Jockel schauen. Was machst Du in gleicher Situation, wenn Du erst den Anker mit seiner Leine verbinden mußt etc etc? Aufbrummen? Da brauchst Du in jedem Fall so viel Zeit, dass Du keine Restfahrt im Boot mehr hast und damit unkontrolliert treibst. |
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Zitat:
Die Idee den zu verlegen (seitlich) und das Loch zu verwenden ist mir noch garnicht gekommen. Da könnte man die Ketteneinführung machen über so ein Winkelrohr. Direkt in der Bugspitze ist Platz um ein Fach/kiste für den Ankerkette/trosse zu machen. Eine Winde brauch ich erstmal nicht, ich würde das unbequem mit Kraft machen. Aber wir kriegt man die Kette ohne Winde wieder in das Rohr? Zitat:
Das Mast ist an Bord selber nicht zu legen und Fahrten ohne/gelegten Mast habe ich nicht vor. Wenn der Mast gezogen wird, wird das Boot auch dort gelagert. Beste Grüße Alex |
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Mit Schwerkraft. Wenn die unter Deck frei hängt, am besten so 1 m, dann zieht es die von selber runter, wenn Du die oben zuführst.
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...aber dafür ist der abgewinkelte Ketteneinlass nicht so prickelnd.
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Besser, als die Kette hinten in der Backskiste zu fahren und bei Bedarf erst aufs Vordeck schaffen zu müssen ...
Bei uns hat das damals ganz gut funktioniert, war so ein Teil wie auf Seite 14 von http://davey.co.uk/pdf/deck_hardware.pdf |
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Einen Wasserablauf bräuchte ich auch noch, sonst läuft es im Moment in Richtung Bilge. Zitat:
Beste Grüße Alex |
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@alex: was du als "Kreuzanker" bezeichnest, ist ein Draggen, ein Umsteckdraggen. Ich habe in 30 Jahren aktiver Segelei noch nicht erlebt, daß ein Draggen irgendwie zuverlässig hält.Selbst unter Schönwetterbedingungen sind wir mit Draggen schon vertrieben.
Ich bevorzuge Plattenanker. Als ängstlicher Mensch nehme ich die gern eine Nummer schwerer, als vom Hersteller angegeben. man kann den Anker übrgens sehr gut in einer ikea-tüte in der Backskiste fahren,. und wenn man ankert, schmeißt man erst das eisen am heck über Bord, geht dann mit der ankerleine zum Bug, und belegt die da. Ein verfahren, was -zugegeben- ohne Reling (wie so vieles....) besser funktioniert. Was die Haltekraft von Plattenankern angeht: ich weiß von einem Vorfall, Anfeng der 8ßer jahre, als in einem sehr schlimmen Gewittersturm aif der Müritz (man maß Böen bis 12) ein 20er Jolli mit einem Plattenanker abwetterte. Das Ding hielt, der Sturm wurde ohne Schäden (naßgewordenes Zeug mal nicht mitgerechnet) überstanden - und der schaft des Ankers war verbogen! aber gehalten hat es!
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Seite 14 / 23 im PDF Viewer, die Seite ist im Katalog als Seite 19 bezeichnet. Auf der Seite oben "Chain Pipes".
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Beste Grüße Alex |
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Anker Varianten
Habe da was gefunden. Allerdings kommen auf deiner Ohlsen mehrere Hürden zusammen. Die Variante im Bild behindert wieder deinen Bugausstieg. Es wird dich nicht trösten, aber in den diversen Foren haben andere Ohlsen Besitzer die gleichen Probleme mit dem Anker. Offensichtlich hat der Konstrukteur die Ankerbedienung vom Heck vorgesehen. Wie viel Kettenvorlauf und wie viel Ankertrosse/Leine hast du denn im Plan? Du wirst Kompromisse eingehen müssen:
Bugleiter behalten, auf seitliche Montage umrüsten? Umfangreiche Umbauten an Deck und Kettenkasten mit Laminatarbeiten, Statikrisiko? Osmosegefahr. Verzicht auf Winsch? Ankerleine seitlich nach vorne bringen und Anker vom Heck setzen und bergen? Wir sind auf deine Entscheidung gespannt Handbreit Canderes http://sailing.czaak.at |
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Dabei hat der ja eine Bugrolle für den Anker, der Anker scheint nur zu gross dafür zu sein. Die könnte man ja erweitern.
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Bzgl. Ketten- und Trossenlänge bin ich noch nicht festgelegt. Ich wollte nicht tiefer als 10m ankern und dachte an 5-10m Kette und 20m Trosse. Beste Grüße Alex |
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Z.B. da http://www.rolfdreyer.de/Downloads/D...ichtlinien.pdf solltest Du etwas zum Ankergewicht finden. Und wahrscheinlich auch zur Kettengröße. Vielleicht im Anhang 2.
Neben Kette gibt es ja auch noch Gewichtsleine - die macht nicht soviele Kratzer. Wir haben Kettenvorlauf und Kratzer . Eine ältere (inzwischen gibt es da was Neueres, aber gelernt ist gelernt) Regel sagt Kettenlänge = 4 x (Wassertiefe + Höhe des Decks am Bug über Wasser) wenn man nur Kette hat und 6 x (Wassertiefe + Höhe des Decks am Bug über Wasser), wenn man mit Kettenvorlauf und Ankerleine arbeitet. Ich meine, in diesem letzten Fall sollte der Kettenvorlauf = 2 x (Wassertiefe + Höhe des Decks am Bug über Wasser) sein und der Rest Leine - da leg ich aber die Hand nicht für ins Feuer. Für die Höhe vom Deck paßt meistens etwa 1 Meter. Wenn Du also in 10 Meter Wassertiefe maximal ankern willst, bräuchtest Du 22 Meter Kettenvorlauf und 44 Meter Ankerleine - oder für "nur Kette" 44 Meter Kette. Wie gesagt, es gibt inzwischen neuere Regeln, aber mit den obigen ist man lange gut zurechtgekommen. Im Zweifelsfall - gibt es vielleicht Vorgaben vom Versicherer. Geändert von Hesti (11.04.2015 um 18:55 Uhr) |
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also mir sind da noch 3 - 5fache Länge der Wassertiefe im Ohr. Über 60m Ankerleine (inkls. Kette) kriege ich nirgends unter, zudem dürfte die einiges wiegen. Dann muss ich wohl meine Ankertiefe verändern. Beste Grüße Alex |
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