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Technik-Talk Alles was nicht Bootspezifisch ist! Einbauten, Strom, Heizung, ... Zubehör für Motor und Segel |
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Themen-Optionen |
#1
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WAECO Coolfreeze CDF-18 - ein paar Fragen
Hallo zusammen,
habe mir die Waeco CDF18 Kompressorkühlbox für mein Boot geleistet. http://www.waeco.com/de/produkte/pkw/4191_3299.php Für den Einbau habe ich folgende Fragen: 1. Kennst jemand den (kurzzeitigen) Anlaufstrom der Box? 2. Habe für die Verbraucher eine 56 Ah Batterie verbaut. Wie lang wird das gute Stück damit ungefähr ohne nachladen laufen? 3. Ich wolte gern vor die Box eine Feinsicherung setzen. Welche Amperegröße wäre wohl richtig? Vielleicht kann mir auch jemand erklären, wie ich das in Zukunft selbst rausfinden kann?! Bin ein Einsteiger bei Elektrik Danke euch! |
#2
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zu 1: ein 6A Netzteil reichte bei meiner nicht, erst mit einem 2. Netzteil startete die Box
Anlaufstrom geschätzt 10 A. zu 2: nicht wirklich zu beantworten, hängt von den Umgebungsbedingungen ab. Wobei 56 Ah der Batterie nicht wirklich viel ist, bei Entladung auf 50% bleiben gerade mal 27Ah übrig. Welche Verbraucher vesorgst Du noch? zu 3: Die Sicherung muß den Anlaufstrom aushalten, also wäre eine 15 A Sicherung geeignet. Andreas Waeco gibt in Deinem Link ca 0,6 Ah Verbrauch an. Im besten Falle läuft die Box dann 2 Tage
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#3
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Zitat:
Ich habe noch das Radio und die Funke dran hängen. GPS schalte ich beim Ankern aus. Bei einer größeren Batterie habe ich nur die Befürchtung, dass diese nicht ordentlich voll geladen wird. Oder ist das unbegründet? |
#4
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Radio zieht abhängig von der Lautstärke 1-4 A.
Funk im Standby vielleicht 400 mA Was für eine Maschine hast Du denn? Welchen Ladestrom liefert diese? Ist das die einzige Batterie, startet der Motor über diese Batterie? Andreas |
#5
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Bei mir ist ein Mercruiser 3L mit 95KW verbaut. Puh, keine Ahnung was der an Ladestrom so liefert. Wo/wie finde ich das heraus?
Habe noch eine Starterbatterie mit 45 AH verbaut. Ach ja, danke für deine Hilfe! |
#6
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Also Einbaumotor mit Lichtmaschine.
Diese sollte genügend Leistung zum Laden der beiden Akkus liefern. Wie ist denn die zweite Batterie an die Lichtmaschine angeschlossen? Trennrelais, Ladestromverteiler? P.S.: Auf Empfehlung hier im Forum habe ich mir sowas eingebaut: http://www.victronenergy.de/battery-...nd%20bmv-602s/ Damit ist die Verbrauchsbatterie perfekt überwacht, Lade/Entladeströme lassen sich direkt ablesen, ebenso die verbleibende Restkapazität. Andreas
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#7
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Ich habe mal wieder keine Ahnung wie das angeschlossen ist. Ich vermute Ladestromverteiler!
Das mit der Überwachung ist eine sehr gute Idee. Wird das einfach hinter die Verbraucherbatterie geklemmt und an das Dispaly angeschlossen? |
#8
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Masse am Verbraucherakku abklemmen, dort wird ein Shunt (Messwiderstand) eigefügt, von dort nur noch ein Kabel zum Instrument.
Lass Dich beraten und beim Einbau fachkundig helfen. Schlecht geplante und schlecht ausgeführte Elektroinstallationen sind ein absolutes NoGo.
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#9
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Wie alt ist denn die 56Ah-Versorgungsbatterie?
Was für ein Netzladegerät hast du? Wenn die Batterie schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, würde ich die in jedem Fall gegen eine größere Batterie tauschen, denn dann hat die alte Batterie nicht mal die, ja ohnehin nicht voll nutzbaren, 56Ah-Nennkapazität. Aus dem gleichen Grund ist auch der Einsatz eines Batteriemonitors mit Vorsicht zu genießen, denn du musst dort die reale Kapazität der Batterie eingeben, sonst stimmen viele Voraussagen einfach nicht. Bei einer älteren Batterie kann das dann ohne weiteres zu Tiefentladungen führen. Zusätzlich interessant wäre z.B. am Victron Batteriemonitor vielleicht noch, dass man damit ohne großen zusätzlichen Aufwand die Stromzufuhr bei einer exakt an der Batterie gemessenen Spannung (also nicht, wie bei geräteinternen Spannungswächtern, die aufgrund der langen Zuleitungen das nicht besonders gut können) unterbrechen kann. Das wäre dann ein wirklich präzise definierter Schutz der Batterie vor Tiefentladung, der auch völlig unabhängig von den Ladezustandsschätzungen ist. Gruß Friedhelm
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#10
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Hallo positroneone,
ich habe mich mit dem selben Problem mal an Waeco gewannt und sogar noch am selben Tag eine Antwort erhalten. Habe ich als pdf-Datei unten angehangen. Wichtig ist, wie hier schon erwähnt der Zustand der Batterie sowie Deine Ladetechnik an Bord. Zur Laufzeit Deiner Kühlbox lies bitte die pdf-Datei und füge statt der 88 Ah Batterie Deine 56 Ah Batterie in die Berechnung ein und schon weisst Du in etwa wie lange Deine Verbraucherbatterie das unter den dort angegebenen Temperaturen durchsteht. Ps.: Deine Verbraucherbatterie ist in meinen Augen für Deine Anforderungen etwas zu klein. Wähle die nächste einfach größer.
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Immer eine Hand breit H2O unterm Kiel Grüße Torsten |
#11
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80% Entladungstiefe bei üblichen Versorgungsbatterien halte ich auf Dauer für etwas zu heftig und die Frage, wieviel Kapazität die 56Ah-Batterie real noch hat, wäre immer noch ungeklärt.
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#12
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Hallo zusammen,
zunächst mal danke für die rege Hilfeleistung! Blue Marlin: Das Dokument ist wirklich gut, danke dafür. Ich werde dann wohl locker über einen sonnigen Tag auf dem Wasser ohne nachladen kommen. Müsste mal die reale Kapazität meiner Batterie messen. Kennt Ihr einen Weg, dass einfach durchzuführen? Meine Verbraucherbatterie ist ca. zwei Jahre alt. Welche Größe haltet Ihr für sinnvoll? Sollte ich eventuell auf eine Gel Batterie als Verbraucher umrüsten? |
#13
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Hallo liebe BF'ler
Mir war bei der Berechnung von Waeco eigentlich nur der Tagesverbrauch unter den dort beschriebenden Bedingungen wichtig. Die Schlußfolgerungen wie lange das eine Verbraucherbatterie mitmacht muss jeder für sich selber treffen oder testen. In meinem Fall sind es drei Tage Ankern in der Bucht, für mich reicht das Ergebnis.
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Immer eine Hand breit H2O unterm Kiel Grüße Torsten |
#14
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Torsten, etwas Arbeit macht eine ca. Kapazitätsüberprüfung schon (mit dem Victron Batteriemonitor geht das deutlich eleganter...):
Batterie mit einem aktuellen, geeigneten Netzladegerät wirklich vollladen. (also eher einen ganzen Tag angeschlossen lassen, egal ob eventuell das Ladegerät per LED bereits viel früher behauptet, dass die Batterie voll sei) Den so gut wie immer intakten Fernlichtfaden einer alten H4-Lampe anschließen und ab da die Zeit messen. Geschätze 7 Stunden hast du dann erstmal Ruhe. Spätestens ab da solltest du die Spannung, direkt an den Batteriepolen gemessen, überwachen. Bei 10,5V brichst du die Entladung ab und notierst die Zeitdauer der Entladung. Wenn deine Batterie noch gut ist, sollte sie ca 10 Stunden schaffen. Weniger Stunden kannst du dann ins Verhältnis zu diesen 10 Stunden setzen und damit ungefähr die reale Kapazität feststellen und z.B. in den Batteriemonitor als Referenzwert eingeben. Also bei beispielsweise 8 Stunden Entladung bis 10,5V wären das dann 8/10 x 56 = ca 45Ah. Wenn das dabei tatsächlich herauskommt, solltest du einigermaßen realistisch mit nur noch ca 30Ah entnehmbarer Kapazität rechnen. Eine Gelbatterie muss es nicht unbedingt sein. Die können zwar tiefere Ladezustände besser ab, sind aber eben nicht gerade billig. Eine meist preisgünstigere AGM wäre da vielleicht besser. Wichtig ist bei deinem Vorhaben, dass die Größe (Nennkapazität x ca0,7) für deine Erwartungen (s. waeco-Verbrauchs-Angaben)ausreicht. Geändert von tritonnavi (06.01.2013 um 20:34 Uhr) |
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