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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen. |
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Themen-Optionen |
#1
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Frage zu Hohlraum beim Aluboot (Selbstbau)
Ich stelle die Frage hier für einen Bekannten, der sich schon seit längerer Zeit ein Aluboot (für AB) selber baut.
Kurze Daten: Länge 6,20 Breite 2,10 V Kiel. Die Frage die sich stellt ist ob er den Hohlraum der sich durch das ganze Boot zieht, also zwischen der Bodenplatte innen und dem darunter liegenden Hohlraum V-Kiel ausschäumen oder einfach "hohl" lassen sollte. Die Frage stellt sich wegen Schwitzwasser.. Er hat in die Bordwände und unter Bodenplatte Styrodurplatten (hoffentlich richtig geschrieben ) verarbeitet um unsinkbarkeit zu erreichen. Das Boot ist also doppelschalig. Sollte er den beschriebenen Hohlraum noch mit Marine PU Schaum füllen? Oder lieber leer lassen und hinten/unten am Boot einen Stopfen einlassen um eventuelles Schwitzwasser ablaufen zu lassen? Hat jemand erfahrung mit sowas und ein paar Infos? Ich leider nicht, ich beschäftige mich momentan "nur" mit der Restauration meines Speerholz/GFK Sturmbootes.. Also wenn jemand Tips oder wertvolle Informationen diesbezüglich hat bitte immer her damit Gruß
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Gone Fishing |
#2
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Mal generell eine Frage an den einen oder anderen Selbstbauer, der sich dadurch jetzt angespruchen fühlt:
Warum müssen die wasserdichten Compartments immer mit Schaum, Platten, Flaschen oder was weiss ich ausgefüllt werden? Also: grundsätzlich sehr löblich, dass sich Selbstbauer von kleineren Booten darüber Gedanken machen, dass soll bitte auch so bleiben. Bei Serienschiffen von Bootsbauern und Werften sieht die Sachlage so aus, dass man nur bei Booten unter 6 m Länge so viel wasserdichten ASuftrieb einbringen muss, dass das Boot unsinkbar ist. Bei Booten über 6 m Länge gibt es keinerlei Anforderung - und so wird es eben auch gehandhabt. Manche bekloppte Hertseller pfeiffen auch einfach auf gesetzl. Vorgaben und machen bei einem Boot unter 6 m nichts. However, gerade letzte Woche haben wir die Sitzbänke aus einem alten Hattecke - Arbeitsboot heruageschnitten, um daraus ein Refit zu machen: in den doppelboden und unter den Bänken Styro-Platten, aber leider hatte das Boot durch zwei Rammings mal ein wenig wasser drin und in diesem Kompartments war alles versifft. (by the way: auch keine Feinschicht von Links drauf, und das bei einem so teurem Boot, vielleicht war das in den 60ern auch nicht üblich...) Egal, zurück zu den Selbstbauerbooten: das Ausfüllen mit irgendwelchen Auftriebshilfen ist nicht sinnvoll, bei einem Schaden sind diese ebenfalls immer lokal beschädigt und man hat je nach Art immer Scherereien. Wesentlich besser macht es die berufsscgiffahrt, egal ob kleiens Boot oder großer Pott: man bedient sich mehrerer wasserdichter Compartments - nichts anderes, was jedes Kind schon kennt durch die Titanic - hätte sie blos welche bis oben gehabt ;) Es ist doch das einfachste für einen Selbstbauer Schotten einukleben/-schweissen/-laminieren, sodass auch bei einem großen Loch im Rumpf immer noch andere Compartments wasserdicht bleiben und der dampfer oben treiben wird. Das ist bei dem Aluminiumboot ebenfalls so: er kann an die Aussteifungen AW100-Schotten kleben und das Boot in drei oder vier Bereiche unterteilen. Jeder Bereich bekommt eine wasserdichte Luke, die gibts für 25 € / Stk. im Handel und schon kannst da auch immer reinlangen, wenn mal was sein sollte.... Also lieber ein- oder zweimal unterteilen, aber hohl lassen.... Nur mal so in den Raum gestellt ;) |
#3
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Moin,
das mit den mehreren Unteilungen wurde auch schon in Erwägung gezogen, ist denke ich auch sehr sinnvoll. Was ist denn mit dem Schwitzwasser das angeblich in Massen entstehen entstehen soll? Ist das wirklich so oder nur Gerede? Da ich mir eigentlich nicht vorstellen kann das in einem Luftdicht abgeschlossen Raum immer wieder Schwitzwasser entsteht.. Vielleicht etwas, aber dabei bleibts dann auch.
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Gone Fishing |
#4
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Kondenswasser ensteht doch nur, wenn bei Abkülung der Luft an Kondensationskeimen Wassertropfen enstehen - das kan einmal passieren in einem gasdicht verschlossenen Raum und dann wars das. Durch die fehlende Zirkulation (neue Luft = neue Feuchtigkeit..) bleibt es dann bei dem einen mal ;)
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#5
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Hallo Nav !
Ich habe absolut noch keine Erfahrung damit, aber alleine von der Logik her werde ich Leerräume in meinem Boot ausschäumen (ODER lieber mit Styroplatten füllen). Ich möchte meine Gründe einfach mal zur Diskussion stellen - vielleicht liege ich ja ganz falsch : - Bekommt der Rumpf einen massiven Schlag, zB durchs (GAU) Überfahren eines Containers, sind gleich mehrere Compartments betroffen, durch den Impact eventuell sogar die ganze Stuktur so deformiert, dass innen Compartments über die beschädigten Bereiche vollaufen, obwohl deren Rumpfbereich heile bleibt. Mit Styro bliebe das Volumen als Auftriebsmasse vorhanden ! - Man muss gelegentlich in die Bereiche reinschauen, um zu wissen, dass alles OK ist, also braucht man Serviceklappen. Diese (und das ganze Compartment) mögen zwar bedingt wasserdicht sein, aber definitiv nicht gasdicht ! Und somit gelangt in jedem Fall Wasserdampf (lediglich in Luft gelöstes Wasser im gasförmigen Zustand) in die Bereiche, kondensiert dort und sammelt sich aufgrund der tieferen Tempeartur dort an. - siehe vor : man MUSS gelegentlich "unten" nachsehen. Wenn man dran denkt, und die Klappen frei zugängig sind. Ist der Bereich ausgeschäumt, kann man sich das sparen... geht dann ja auch nicht mehr ! - Wie soll das eigentlich mit der Bilge funktionieren, wenn unten abgeschlossene Bereiche sind ?? Ich würde In die "Spanten" Löcher einbringen, und alle Bereiche, ausser einer kleinen "Rinne" im Mittenbereich mit Styrodur locker füllen. Sämtliches Kondenswasser oder Wasser aus kleinen Lecks kann abgepumpt werden, und (NOCH WICHTIGER) durch die laufende Pumpe werde ich informiert, dass ich evtl. einen Schaden am Rumpf habe ! Nach nochmaligem Grübeln, werde ich wohl 1,5 m³ Styro in den Rumpf einbringen... |
#6
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gut, mach das - willte ich ja nur mal zur Diskussion gestellt haben und dich zum Nachdenken anregen ;)
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#7
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Ääääähhh.... Nee, andersrum !!!
Ich will MEIN Vorhaben zur Diskussion stellen (also meine obigen Punkte) um herauszufinden, ob ICH richtig liege, oder was falsch mach !!! Zum Nachdenken angeregt haste mich, nur ob ich richtig oder falsch liege, weiss ich natürlich noch immer nicht... Was hälst Du denn von meinen vier "Thesen" ?? |
#8
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Hallo xtw,
ich würde auch Styroplatten nehmen, Schaum ist zwar leichter anzuwenden, aber wenn der erstmal Wasser gezogen hat bekommst du das nie wieder raus,
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Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel. Bertrand Russell |
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