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Kein Boot Hier kann man allgemeinen Small Talk halten. Es muß ja nicht immer um Boote gehen. |
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#1
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Und wieder ein Bauprojekt, das gründlich in die Hose gegangen ist.
https://www1.wdr.de/nachrichten/rhei...uecke-100.html Wer mich kennt, weiß, dass ich an Straßen.NRW üblicher Weise kein gutes Haar lasse, aber in diesem Falle stehe ich auf der Seite unserer Staatsdiener und hoffe, dass der Vertrag mit PORR tatsächlich außerordentlich gekündigt wird. Und wenn ich den Rest meines Lebens mit der Fähre über den Rhein fahren muss... Vereimern lasse ich mich nicht. Die Story ist, dass Strassen.NRW vor Jahren feststellte, dass die Brücke A1 aus den 60er Jahren Ihre Lebenszeit überschritten hat. Kurze Zeit nach dieser für alle überraschenden Feststellung wurde die Brücke für Fzge über 3,5 to gesperrt und der Neubau ausgeschrieben. Es erfolgte eine behördenübliche Ausschreibung und es wurde sogar ein Gesetz für den Neubau erlassen, um klagewütigen Awohnern die Möglichkeit der Verzögerung zu nehmen. Hat bis jetzt alles gut geklappt; obwohl das Rheinland zweimal am Tag im Verkehrschaos versinkt. PORR soll bereits bei einem anderen Brückenbauprojekt mit Chinastahl aufgefallen sein. Aber das ist ja kein Grund für einen Ausschluss von der Ausschreibung. Die Fachleute werden sicherlich genaueste Spezifikationen vorgegeben haben. Die ersten Brückenteile wurden nun aus China angeliefert und entsprechen natürlich nicht den Vorgaben. Jetzt haben wir den Salat. Alles schimpft auf Strassen.NRW, die mit Sicherheit keine falschen Spezifikationen verlangt haben. Die sozialen Netzwerke sind voll von blöden Sprüchen, wie "Warum hat man nicht Thyssen-Krupp um die Ecke gefragt?". Ja warum wohl, weil der Stahl zigfach teurer ist? Außerdem kann ich dem Auftragnehmer ja nicht vorschreiben, welche Subunternehmer und welches Material er wann und wo einkauft. Wäre ja noch schöner.... Die üblichen Verdächtigen unserer deutschen Baukonzerne haben entweder nicht angeboten oder haben das Rennen nicht geschafft. Das sagt schon viel aus. Ich ärgere mich wirklich über die Dreistheit des Auftragnehmers. Wie kann man nur solche Risiken eingehen? Aber die Autobauer denken ja auch, dass Software-Schummeleien nicht auffliegen.
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Sportliche Grüße vom Rhein km 705 Micha
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#2
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Bereits im Januar 2018 wurde dieses Thema im "Handelsblatt" durchgezogen. Seitdem ist die Enttäuschung in NRW groß.
Damals regte man sich auch auf, dass die Ausschreibung schon seitens der Verantwortlichen der Landesregierung schlecht war. Seit dem ist man nicht in der Lage die Stahlqualität prüfen zu lassen? Wenn eine Ausschreibung wasserdicht ist, dann kann selbst ein x-beliebiger Subunternehmer nichts daran vorbei konstruieren. Damals kam von TK übrigens folgender Kommentar. "Kein Wunder also, dass sich die Empörung beim Essener Stahlriesen in Grenzen hält: Stahl für den Brückenbau gehöre nicht zum Kerngeschäft von Thyssen-Krupp, sagte ein Unternehmenssprecher. „Wie hätten aber auch erst in zweiter Linie gefragt werden können, da wir selbst ja kein Bauunternehmen sind.“Handelsblatt 2018 Ja, jetzt ist die K... eben am dampfen. Brunello |
#3
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Null Verständniss dafür
Mir kann keiner erzählen das Deutscher Stahl teurer ist als ein in China gefertigter Dazu kommen Frachtkosten per Schiff sowie Schwerlastkosten für Schwertransporter Wenn’s billiger ist wie bei uns finde den Fehler (gepfuschter billig Stahl) Alle entlassen auch die Deutschen Herren die nicht schon in China die Teile abgenommen haben. Jeder Pendler sollte seine Kosten der Firma Porr in Rechnung stellen für die Verzögerung Durch Stau und Umleitung entstehen. Nur so kann man diesen Betrügern beikommen
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Schöne Grüße von Ulrike und Kay sowie unser Hündin Navie ![]()
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#4
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![]() Zitat:
Zum Thema warum der Auftrag ins Ausland ging... Es muss Europaweit ausgeschrieben werden....leider man weiß sehr wohl, das deutsche Firmen auch in Deutschland alle Steuerarten ableisten und muss trotzdem nach dem vorgegeben Schema vorgehen. Ich hoffe aber trotzdem, man kann die Österreicher in Regress nehmen. Eine Riesen Schweinerei ist das ![]() ![]() ![]()
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Gruß Klaus
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#5
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Bin ja gespannt wie das ausgeht...
Der Tüv Rheinland (war das nicht der mit den Brustimplantaten??) sagt die Stahlteile könnten instand gesetzt und genutzt werden https://www1.wdr.de/nachrichten/rhei...ehmen-100.html
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mit sportlichem Gruß Hendrik __________________ ![]() |
#6
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Als man die jetzige Brücke in den Jahren um 2017 zu reparieren versucht hat, wurde gesagt, dass damals in den 60er Jahren ein schlechter Stahl verwendet wurde, der sich schlecht schweißen lässt. Daraufhin wurde der LKW-Verkehr auf der Brücke verboten.
Wenn Straßenbetrieb NRW jetzt sagt, dass die Bauteile neu gemacht werden müssen, dann glaube ich das. Niemand würde so einen drastischen Schritt wie Vertragskündigung gehen, wenn die Bauteile zu retten wären. Und TÜV als letztlich Privatunternehmen: Silikonimplantate, Dammbruch...
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#7
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Mich stört an dieser Sache am meisten dass die Behörden immer erst bis zur letzten Sekunde warten und am Ende kommt Gemurkse bei raus.
Brücken gibt es seit über 2.000 Jahren, ich erinnere da an diverse Römerbrücken etc. Man wird doch in der Lage sein relativ genau zu wissen wann eine Brücke ersetzt werden muss. Und dann fängt man eben mal so früh an mit der Planung und dem Neubau, dass es nicht zu Sperrungen kommen muss. Das gleiche Drama gab es auch im letzten Winter in Koblenz. Die Innenstadt ist aufgrund der Lage zwischen Rhein und Mosel nur über Brücken erreichbar. Und auf einmal hatten alle 3 großen Brücken Baumängel. Teils mussten komplette Spuren gesperrt werden und es kam zu riesen Staus. Und alles wäre vermeidbar gewesen durch regelmäßige Untersuchungen und eine vorausschauende (!) Planung. Gruß Chris
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#8
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Gruß Jörg
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#9
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Keine Sau hat sich damals für "Betriebsfestigkeit" /auftretende Lasten / zulässige Lasten / Schädigungsbeitrag pro Ereigniss.........interessiert. Ich bau ne Brücke. Die hält. Und wenn ein Schiff im höchsten Hochwasser quer dagegen treibt...... die hält trotzdem ![]() ![]() |
#10
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Die Wurzel allen Übels liegt da aber manchmal auch darin begraben, dass es keinen mehr gibt, der bereit ist, Verantwortung zu übernehmen! Wir hatten vor ein paar Jahren den Fall, dass bei uns in der Nähe eine Straße verbreitert wurde . Im Zuge dieser Planung sollte auch eine "gewaltige" Brücke mit rund 5m Spannweite aus den 60ern erneuert/verbreitert werden.... Dummerweise konnte im Zuge der Planung keine Statik mehr für diese Brücke aufgetrieben werden.... Lange Rede, kurzer Sinn.... die Brücke wurde für den Schwerlastverkehr, der zuvor immer ungehindert über die Brücke fahren konnte, ohne dass diese in irgendeiner Form beeinträchtigt wurde - gesperrt. ( bis 3,5to ) und das für die Dauer zwischen Planung und Neubau der Brücke/Strasse...was in D ja nicht unbedingt im gleichen Jahr ( oder Jahrzehnt ![]() ![]() ![]() Dummerweise stellte sich auf einmal heraus, dass einige Bauern mit Ihren Traktoren auf einmal nicht mehr auf bestimmte Felder konnten. Auch Schulbusse konnten nicht mehr überall hinfahren..... nun.. auf einmal wurde die Brücke (ohne Statik) doch wieder für 12 oder 16 to ![]() ![]() ![]() ![]() Weil das dann so war haben die Schwerlast-LKWs (40to- manchmal auch deutlich über 50to) die Brücke auch wieder - natürlich regelwidrig - befahren. Und siehe da: Die Brücke nahm bis zu ihrem Abriss ( wegen der Verbreiterung ) keinen erkennbaren Schaden! Es gab weder Tote noch Verletzte. Nicht mal Beschwerden ![]() ![]() ![]() ![]() DAS ist leider auch Deutschland !!!! ![]() und da wunderst Du dich, dass die nicht in der Lage sind 10 Jahre im Voraus zu planen ??? ![]() ![]() ![]()
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#11
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Keine Sorge, seit gestern wissen wir, ein BER-Projekt dauert 14 Jahre Bauzeit.
https://www.rbb24.de/politik/Flughaf...-ber-frei.html
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Gruß, Henning Schrödingers Boot: zu klein und gleichzeitig zu groß
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#12
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Gruß Klaus ![]() Schöne Grüße an den August |
#13
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Und danach die Realität, geht ja aber zur Zeit eh gemütlich hoch.
Woanders hakt´s am Anfang auch. Nicht umsonst gibt´s unter Geschäftsleuten, wenn man die Reise nicht pünktlich zu Ende bringt die Phrase "I am Londoned" (quasi für stranded). https://www.computerweekly.com/news/...ith-Terminal-5 Das wird schon. Viel Glück BER ![]() ![]() ![]() |
#14
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Der BER geht doch im Oktober On Air
![]() Die Abnahme ist geschafft. Nur leider ist nach 9 Jahren schon viel verbaute Technik veraltet. So ähnlich wie in meinem Boot 9 Jahre altes Raymarine Zeugs.
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Gruß Bully
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#15
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Mich würden die "Gagen" interessieren die bestimmte Personen für die positive Befundung des BER eingestreift haben.
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Gruß Hans-Peter
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#16
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Honorarordnung,HOAI.......ganz einfach mal nachlesen
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Gruß Klaus
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#17
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In der freien Wirtschaft
Haetten die alle Hartz 4 und waeren nicht vermittelbar Evtl. Zum Hammer werfen noch geeignet |
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