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Allgemeines zum Boot Fragen, Antworten & Diskussionen. Diskussionsforum rund ums Boot. Motor und Segel! |
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#1
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Dies soll ein Plädoyer für die Hafenmeister dieser Welt (zumindest für die in Holland) werden.
Während unseres Sommersurlaubs sind wir vom Heimathafen im niederländischen Wessem über die Maas mit ihren wechselenden Namen und über andere Flüsse und Kanäle bis Amsterdam und vor dort aus bis Gouda gefahren. Herauszuheben aus vielen tollen Abschnitten war der Teil der Vecht. Wir haben uns zwar erst ab Maarssen auf das herrlich gelegene Flüsschen getraut, da ich als Anfänger das enge Utrecht meiden wollte. Auf der Vecht – ebenso wie in vielen anderen Häfen – begegneten uns immer wieder Bezahlautomaten von AanUit.net. Da frag´ ich mich doch, ob das sein muss? Warum soll ich denn nun wirklich jedem meine Kreditkartendaten mitteilen? Kurios: es gab keinen Hafen, an dem nicht früher oder später (meist früher) dann doch ein Hafenmeister auftauchte; und keiner von denen hat gefragt, ob ich schon am Automaten bezahlt habe. Ich finde den persönlichen Kontakt, die Möglichkeit Fragen zu stellen und eventuell sogar im Rahmen eines geselligen Pläuschchens einen Kaffee abzustauben zu einem Hollandurlaub unbedingt dazugehörig. Man stößt natürlich in dem einen oder anderen Hafen auch noch auf echte Originale. So beispielsweise geschehen im Hafen „Het Esmeer“. Funk gibt es nicht – also anrufen. Meine Frage nach einem Liegeplatz konnte ich stellen, die Antwort ging in einem undefinierbaren Lärm unter. Wir kamen näher und sahen, dass der Lärm von einem uralten Rasenmähertraktor kam. Darauf saß der Hafenmeister und gab uns mit einer Handbewegung zu verstehen: „Sucht euch selber was!“ Der Hafenmeister – dreimal so alt wie der Traktor und der war echt alt – mähte hier aber nicht etwa den gepflegten Rasen. Mit stoischer Ruhe verteilte er mit dem Mäher in sehr langsamer Fahrt den Kot der Grau- und Kanadagänse, die dort in großen Massen vorkamen, übers Gelände. Das hatte was und ich freute mich auf den Kontakt mit dem Mann, der zwar nicht so aussah, aber aufgrund seines Tuns jede Menge Humor haben musste. Später ging das Fenster seines über dem Hafen thronenden Büros auf und ich wurde wortlos heran gewunken. Er saß da wie eine Erscheinung. Eben noch im Blaumann, nun in einer rein weißen Phantasieuniform, allerdings mit sehr schmutzigen Händen. Dann gab es wirklich so etwas wie ein Gespräch. „Heimathafen?“ „Wessem“ „Name?“ „Hamacher“ „Name Boot?“ „La Palma“ „Wie die Insel?“ „Ja“ (Hier hatte ich mit einem Gespräch über unsere Lieblingsinsel gerechnet – gab es aber nicht!) „Länge?“ „9 Meter“ „Strom?“ „Ja“ „Duschen?“ „Ja“ Nun begann sich der Zauber rund um die weiße Uniform, die schwarzen Hände und einen völlig mit Papieren überhäuften Schreibtisch vollends zu entfalten. Er holte einen Taschenrechner von Texas Instruments aus der Schublade und ermittelte anhand einer Formel, die scheinbar nur er kennt und die mit ihm sterben wird, aus Bootslänge, Strom und dem Wunsch zu duschen (für zwei Leute) den Preis: „14,42 Euro!“ Wie er auf die krumme Summe gekommen ist, weiß ich natürlich nicht. Ich bin mir sicher, dass er meinen zweifelnden Blick gesehen hat und ich bin mir sicher, dass er mich genau da haben wollte. Es sei ihm gegönnt und egal, wo wir nächstes Jahr mit der „La Palma“ hinfahren – das Esmeer ist als Station fest eingeplant. www.foto-hamacher.de Die Fotos sind Impressionen unserer NL-Reise. Vom Hafenmeister habe ich leider keines….
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#2
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Sehr schöner Bericht.
Ich bin ebenfalls pro Havemeester.
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Grüße Richard
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#3
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Es gibt auch bei den Hafenmeistern solche und solche
![]() Und es ist oft wie immer: wie du rufest in den Wald.... Ich erinnere mich gern an den Hafenmeister von Peterhead - hauptamtlich Fischereihafen, nebenamtlich Marina. Der kam morgens um 6Uhr 3 km mit dem Rad, nur um uns den neuesten Wetterbericht zu bringen, da wir einen nicht ganz einfachen Schlag vor uns hatten ![]()
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Gruß Ewald
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#4
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Hi
Sind gerade in Frl unterwegs, wie fast immer. Hier werden die Gastliegeplätze in den Gemeindehäfen durchweg auf QRC umgestellt. Hat den Effekt, daß der Hafenmeister unseren Bootsnamen eingibt und die Daten unseres Aufenthaltes von vor 2 Wochen sofort zur Hand hat. Ein Schwätzchen über das Wetter etc. ist immer noch drin. Technik hilft. Momentan grad am Marrekriete Jeltesloot.
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#5
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Is'n das? "Qualitätsring Coaching und Beratung e. V." oder "QRC Group Personalberatung München GmbH"?
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Mahlzeit Jan Alle Möwen sehen so aus, als ob sie Emma hießen. Christian Morgenstern
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#6
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Am Bodensee sind die Hafenmeister fast schon Götter.......
![]() Bitte nicht falsch verstehen. Z.B.: als wir noch jung waren, so mit 18 Jahren, frisch das Patent gemacht, mit Boot des Herrn Papa unterwegs, gab es einen Hafenmeister, der war scharf wie ein Schäferhund auf Wache. Bei dem standen wir anfangs auf der Abschussliste. Falscher Gastplatz, wie macht ihr denn eure Boote fest, die jungen können nur noch Motorboot usw. War sehr nervig.......damals......wir haben dann geschnallt, deass der gute Hafenmeister ein absoluter Seebär war, und ist. OK Taktik umgestellt, schaun wir mal was wir ihm Gutes tun können. Wir sind dem Mann regelerecht in den Arsch gekrochen, haben Knoten beim Belegen verwendet die man im Normalfall nicht braucht, nur um ihm zu zeigen .....he wir können das! Von diesem Moment an hatten wir gewonnen, wir waren zuvor auch freundlich und anständig, aber jetzt........träumchen......auf eine bestimmte Art hat er uns gelehrt,belehrt und unsere Seemannschaft sensibilisiert. Am Bodensee gibt es einige sehr interessante Hafenmeister.......wenn man deren Ticks kennt, bekommt man fast alles..... ![]()
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Wer anderen eine Gräbe grubt, sich selber in die Hose pubt. Grüße vom Bodenseeoldi Christoph
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#7
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![]() Zitat:
Matthias |
#8
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Schöne kleine Ankedote meines letzten Urlaubs am Bodensee: In den Hafen eingelaufen (nicht zum ersten Mal!) Dort gilt die Grün/Rot Kennzeichnung. Also an einem Liegeplatz festgemacht, der auf Grün steht. (Es war schon Nachmittag/früher Abend). Beim Hafenmeister gemeldet und gesagt, welcher Platz. Nein auf den Platz darf ich nicht, da kommt morgen der Eigner und wenn da ein anderer liegt, dann kriegt der arme Hafenmeister ärger! Also nennt er mir einen anderen Liegeplatz (Selber Steg auf der anderen Seite. Ich also wieder zurück auf den Steg nochmal geschaut. (Da waren 2 Plätze frei). Der den er mir genannt hat steht auf Rot, 2 weiter der freie steht auf Grün. Nochmal zurück und nachgefragt: Hab ich mich verhört, hat er sich geirrt, hat vielleicht jemand was falsch gemeldet? --> Nein, nein, das passt so. Ich soll auf den roten Platz. Das Boot ist noch kaputt und kommt erst in ein paar Wochen.
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Morrrpheus auch bekannt als Sascha ![]()
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#9
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Also ich erinnere mich an einen Hafenmeister in Rhederlaag. Der hatte kein Problem einem niederländischen Skipper einen Platz zuzuweisen und damit die Zufahrt zu meinem Stag zu halbieren. Und morgens durfte dieser Niederländer den Inhalt seiner Toilette neben unserem Boot ablassen ohne dafür gerügt zu werden. Und als man mir auf dem Abstellplatz meinen Trailer zerlegt hatte und ich nach der Videoüberwachung fragte: Da kann man nix maache !
Sind sicher nicht alle so. Gruß Rudolf
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