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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen. |
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#26
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Beim Sichten einer älteren Website von mir fand ich auch eines der Boote wieder, die ich Ende der 70er gebaut hatte. 4,4 m lang, 1,2 m breit, 5 mm Sperrholz auf Spanten und Stringern. Älteres Rigg von einem größeren Boot, reichlich
übertakelt und bei etwas Wind nur mit Vorschoter im Trapez zu segeln. Höllisch schnell. Danach war für fast 20 Jahre Schluss mit Booten, Segeln und "Bootsbau". Das nur als Ergänzung, warum ich heute dafür plädiere, einfache Boote in Paulownia zu bauen. Es gibt zu einem Interview mit mir, das in der Yacht erschient auch ein Antwortschreiben an alle Interessierten, das gut ankommt. Ich würde es gerne hier einstellen, aber ich fürchte, es ist zu lang. Ich habe es versucht, aber die Bilder kommen nicht mit durch zum Text. Geändert von boxboat (21.04.2024 um 10:10 Uhr)
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#27
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Hi!
Lad Dein Schreiben doch über Anhänge verwalten hier als PDF Datei rein. Dann kann sich jeder überlegen, ob er draufklickt oder nicht.
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viele Grüße Blondini (Blondini, der berühmte Seiltänzer, stürzte während einer Vorstellung in Manchester und fiel in den Löwenkäfig, der bereits in der Manege stand. Die erschreckten Tiere sprangen auseinander und blieben grollend am Gitter. Blondini wurde vom Dompteur aus dem Käfig gezogen und trat schon am Abend wieder auf.)
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#28
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Warum ein Einfachboot aus Paulownia?
Hallo Blondini, das werde ich jetzt versuchen.
Also, wie gesagt, es gab unerwartet ein Interview mit einem Reporter der YACHT, der aber wohl von einem Dritten gehört hatte, ich würde ein Boot aus Küchenplatten bauen und hätte eine Aversion gegen einen scharfen Bug. Die Frage des Reporters lautete daher: Wer, bitte, soll sich für so ein Boot denn interessieren. Ich habe das dann weitestgehend richtig gestellt und für jene, die aufgrund des Interviews mehr wissen wollen, ein Standardantwort erstellt, die ganz gut ankommt und die ich daher jetzt hier einmal einstellen möchte. Anklicken, wer es lesen möchte. Es ist für den "interessierten Laien" geschrieben, und dass es hier Segler gibt, die weit mehr wissen als ich und als man im Interview und in meiner Standardantwort unterbringen kann, sollte damit klargestellt sein. Das Interview erschien in der Rubrik "Kielwasser" in der Nr. 8 der YACHT.
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#29
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Hat nicht geklappt mit Bild. Später mal.
Geändert von boxboat (26.04.2024 um 17:19 Uhr) Grund: Bild fehlt |
#30
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Hier das Bild im Nachgang.
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#31
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Bootsbau Paulownia
Sommeranfang
Eigentlich wollte ich hier schreiben, wie mein neues Segel aus den Philippinen dem Paulownia Boot steht und wie es damit segelt, aber noch ist das Boot hier im Garten. Unser Urlaub und Regen kamen dazwischen, aber nächste Woche soll es an den See. Oder danach, ich richte mich da nach dem Mann, mit dem ich es gebaut habe. Mein Fiat 500 ist dafür nicht tauglich. Also mangels See jetzt ein Thema, das mich noch immer beschäftigt. Wie in den letzten Posts gezeigt, bin ich mit dem Paulowniaboot zu einem Interview gekommen, das meine Intentionen zeigen sollte, "die Massen davon zu überzeugen", dass man mit Paulownia auch als Hobbybauer fast so schnell ein Boot bauen kann wie früher ein Profi. 1 Woche. (Wie es in drei Tagen geht, zeigt ein Holzbootbauer am Rhein. Google: Handwerkskunst Wie man ein Boot baut.) Dieses dort gezeigte 5 m Boot ist natürlich sehr schwer (250 kg plus), rau, aber von einem Mann in drei Tagen gefertigt - Schablonen und Werkzeug fertig. Ein Paulownia Boot dieser Größe würde 60 kg wiegen, aber natürlich auch weniger aushalten. (Von einer Segelausrüstung spreche ich nicht.) Was mich nun wundert, ist folgendes: Dieses Interview, das mir die Sache etwas aus der Hand nahm, hat genau zu drei Anfragen geführt, die mich erreicht haben. Drei, 3. Hätte das Interview eingewachsenen Zehnägeln gegolten, wäre es wohl das 30fache gewesen. In den USA wohl auch, da dort Paulownia gerade erst aufkommt und von Leuten wie Michel Storer (Goose) jetzt empfohlen wird. Hier aber war die Resonanz, die mich erreichte = Null. Woran liegt es? Klar, ein Boot mit gesägtem Rockerverlauf (der Sprung im Boden wird über den Sägeschnittverlauf der senkrechte Seitenplanke bestimmt), sieht etwas unattraktiv aus. Dafür aber ist solch ein Boot auch vor einem Anfänger fehlerfrei zu bauen. In kurzer Zeit. Die Amis und Australier hätten bestimmt jemanden, der es in einem Tag schafft - zum Ruderboot, fertig geölt, denn mehr braucht es ja nicht bei Paulownia. War also die Vorstellung, solch ein einfaches Boot bauen zu sollen zu dürftig für hiesige Verhältnisse. Heißt: "Ich mache mich doch nicht lächerlich". Ich weiß es nicht, aus drei Antworten ließ sich das nicht erschließen. Vielleicht hätte man etwas Ähnliches wie den SCAMP, einen Mikrocruiser, der gerade Furore macht, vorschlagen sollen. Mein eigener Vorschlag hätte dann in Paulownia 18 mm die Form gehabt, die ich im Anhang zeige. Ohne Stringer zu bauen. Und hatte leer 55 kg gewogen. Mit Mast und Segel und Ballaststeckschwert rund 100 kg. Gerade noch gut für die Wiese als Sommerlager. So ein Boot braucht mehr als eine Woche, mit Mini-Schlupfkajüte, klar. Aber vermutlich wäre die Vorstellung, mit einem Cruiser in der Größe eines 420ers auf den See zu gehen, schon wieder nix für deutsche Ambitionen gewesen. Nun, es ging mir ja eigentlich nicht darum, selbst Boote zu bauen, sondern nur zu zeigen, dass man jetzt erstmals ein Material hat, mit dem man Holz nicht schweißen muss (Statt Schweissraupen bei Stahl nimm man heute Raupen aus Epoxispachtel bei Sperrholz). Stattdessen können Planken und Boden stumpf verklebt werden, Ohne Stringer, wenn man die Naht außen durch ein GFK-Band in Epoxid schützt. Darüber wollte ich mit Interessenten an der Bauweise diskutieren. Und auch Vorschläge machen, wieder diskutieren und zu Ergebnissen kommen, die schwimmen. Das war schon alles. Etwas ernüchtert freue ich mich daher jetzt lediglich auf das Segel von Michael Storer und werde berichten, was mein Paulownia Boot dazu sagt. 7,1 qm, damit ich einen Vergleich mit den hiesigen Lasern habe. Ach ja: Mein Entwurf im Anhang zeigt einen Minecruiser ähnlich Scamp, mit 185 kg und 450 kg Verdrängung - also einsitzig und mit mehr peoples. Ein Steckschwert mit 10 kg Blei in der Spitze sorgt für Trägheit beim Rollen, hat also eine andere Funktion als ein typischer Ballastkiel. Grüße - Dieter (hat fertig)
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#32
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Nachtrag: Es könnte natürlich auch sein, dass sich die Leute sagen, "Der hat keine Ahnung, was es bedeutet, etwas kompaktere Dinge als einen Tisch zu bauen", und deshalb nichts von Booten aus Paulownia wissen wollen.
Nun, ich habe auch einmal an Flugzeugen gearbeitet, einen Entwurf auch patentiert bekommen und bin der Aufforderung des Prüfers gefolgt, meine Idee zu verwirklichen. Das Ergebnis waren doppelsitzige Ultraleichtflugzeuge, die nicht nur anders aussahen als üblich und extrem sicher waren, sondern die wir mit 2 Mann in einer Woche von Auftragseingang bis Prüflauf vor Halle gebaut haben: 90 Stunden pro Flieger. 150 Stück gebaut in 10 Jahren Ich weiß also schon, was Fertigung bedeutet. Ich bin heute leider nur schon zu alt, um so etwas auf dem Wasser noch einmal zu versuchen. Dazu mal "sunny-boxwing flight experience" in die Suchmaschine eingeben, 90er Jahre Kram. Für mich aber, als wäre es gestern gewesen. Geändert von boxboat (03.06.2024 um 17:23 Uhr) Grund: Tippfehler
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#33
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Noch eine interessante Anwendung mit Paulowina Holz - als Kern eines Surfboards. Feines Handwerk auch ...
(Wie man ein Surfboard aus Holz macht | SWR Handwerkskunst) https://youtu.be/B5HPxLLOBZQ?feature=shared
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--Steffen Hat man nur einen Hammer zur Verfügung, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.
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#34
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Schön und komplex. Die andere Seite. Tatsächlich habe ich das erste Mal von Paulownia bei den Flugzeugen und dann von einem Surfer gehört, der endlich ein kleines Board haben wollte, dass er nur jedes Jahr einmal neu ölen muss.
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#35
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Hi!
Selbstbauer einschließlich Plänen bedienen ein sehr schmales Segment unter den Bootsinteressenten. Leute, die Vollzeit berufstätig sind, können die Zeit für den Selbstbau kaum abzweigen. Zudem wird die Entscheidung für ein Baumaterial und sonst was auch viel - unbewußt - von Vorurteilen beeinflusst. Mach Dir nichts daraus. Mein Vater hat vor knapp 30 Jahren einen Fast Motor Sailer von Bolger gebaut. Bolger und seine Frau hatten damals die Hoffnung, in Europa etwas populärer zu werden. Diese Hoffnung hat sich nicht so erfüllt. Deshalb mein Ratschlag: Tue das, wozu Du Lust hast. Wenn es auch einer cool findet, dann super und wenn nicht, dann ist es so. Ich find's cool.
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viele Grüße Blondini (Blondini, der berühmte Seiltänzer, stürzte während einer Vorstellung in Manchester und fiel in den Löwenkäfig, der bereits in der Manege stand. Die erschreckten Tiere sprangen auseinander und blieben grollend am Gitter. Blondini wurde vom Dompteur aus dem Käfig gezogen und trat schon am Abend wieder auf.)
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#36
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Hallo, den Rat habe ich die letzten Tage schon einmal bekommen. Eben weil die Leute keine Zeit haben, war mein Interesse, Ihnen den Selbstbau dennoch zu erfüllen. In einer Woche, wenn es gut vorbereitet ist. Aber ich sehe auch ein: Die Zeit, wo man sich an etwas Selbstgebautem aufrichtete, ist vorbei oder kommt erst später wieder.
Ich werde also keinen mehr damit nerven Danke für den Rat und gute Zeit - Dieter
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#37
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Dann möchte ich auch noch etwas dazu schreiben.
Ich finde das richtig interessant und ich würde liebend gerne ein Boot selber bauen. Allerdings fehlt mir der Platz und die Anwendung im Augenblick dazu. Wobei man das eine Momentaufnahme ist. Wir haben in der Nähe einen kleinen Stausee, auf dem man segeln könnte, da würde das dazu passen. Allerdings bin ich als berufstätiger Familienvater auch immer irgendwie eingespannt. Mal schauen, was die nächste Zeit aber bringt.
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Morrrpheus auch bekannt als Sascha
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#38
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Hallo Morrrpheus,
es geht nicht darum, dass jetzt jeder in den Keller stürzt und neue Sägeblätter kauft, sondern darum, dass man sich mit anderen unterhält, was einen selbst als Boot im Selbstbau interessieren würde. Es muss, es darf und schön wäre, wenn. Wenn das geklärt ist, kann man sich ohne Druck darüber unterhalten, wie man so etwas angehen könnte - in einer Zukunft. Es gibt ja hier einige mit Erfahrung. Grüße - Dieter |
#39
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Also mich interessiert das Thema Selbstbau eines Bootes auch. Auf meiner Lebens-To-Do-Liste steht mindestens noch der Bau eines Kajaks.
Ob dafür Paulowina geeignet ist weiß ich nicht. In jedem Fall partizipiere ich gerne von den Erfahrungen anderer Selbsbauer. Man wird nicht dümmer davon.
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--Steffen Hat man nur einen Hammer zur Verfügung, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.
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#40
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Zitat:
ich bin gerade auf meiner beruflichen Zielgerade, bin früher Jolle gesegelt und würde gerne in der Rente nicht nur mit dem SUP wieder aufs Wasser. Daher schaue ich schon nach Projekten, vor allem transportablen das schnell auf- und abgriggt ist und aufs Wohnmobildach passt (aktueller Favorit ist das Mebo 12 Dinghy von Metz Boats als Grundidee, eine Oz Goose ist optisch nicht so meines, aber auch dein Entwurf ist notiert). Daher habe ich deinen Ansatz mit große Interesse verfolgt. Da ich genre was neues ausprobiere könnte ich mir aufgrund deines Berichts vorstellen, so ein Boot in Paulowina zu bauen. KISS - keep it stupid simple als durchgängiges Motto
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#41
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Hallo zusammen,
ich, Gerhard, würde mir gerne das Boot(wie Abb.) ansehen. Wo und wann kann ich mich kundig machen ? Danke für Antwort#1716558545 Geändert von Fronmobil (30.06.2024 um 22:48 Uhr) Grund: Zitat gelöscht |
#42
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Danke für Antwort#1716558545
Wenn das eine Telefonnummer ist, dann rufe ich Dich an. Gruß - Dieter |
#43
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Neues Segel
Gestern konnte ich ein paar
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#44
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Nächster Versuch:
Gestern konnte ich ein paar Schläge mit dem Paulownia-Boot und zum Vergleich neben einer AERO mit dem großen 9 qm Segel segeln. Die Aero, 38 kg, gehört dem Segler von der Liegewiese, mit ich das Paulownia-Boot gebaut habe. Welches jetzt mit einem neuen Segel von Really Simple Sails ausgestattet ist. 7 qm Segelfläche jetzt. Der gute Wind war da schon wieder weg und es blieben 2-3 BF. Das Segel steht gut und das "Kastenbrot", sorry, Kastenboot, war nicht merklich langsamer als die "übertakelte" 38 kg schwere Aero. Bei mehr Wind würde sich das ändern, da die Aero früher angleiten wird, aber zufrieden war ich trotzdem. Die Segel von Really Simple Sails werden auf dem Computer ausgelegt, dann auf dem Plotter geschnitten, dann geklebt und vernäht. Ich hatte Angebote aus Deutschland und bin trotz Lufttransport mit 1/3 der Kosten weggekommen - für gute Qualität und auch Verarbeitung. Wer also für seinen Selbstbau ein Segel braucht, sollte diesen Hersteller mit einem erfahrenen Jollensegler, Michael Storer, in Betracht ziehen und sich ein Angebot machen lassen. Das Foto unten drückt übrigens alles aus, was ich mir von einem Selbstbauboot in Paulownia erwarte. Geringes Gewicht, rd. 50 kg jetzt bei 4,4, Länge, segelfertig. Wenig Arbeit und ein warmes Vollholzboot. Nur die Lenzfrage nach einer möglichen Kenterung des offenen Bootes ist noch nicht endgültig geklärt. Der Schalter der Pumpe versagte bei einem Test. Da möchte ich nicht im Herbst bei viel Wind erleben.
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#45
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Ich verfolge das hier nur als stiller Mitleser.
Wunderschönes Boot. Danke fürs Teilen und Berichten Übrigens fehlt mir schlichtweg der Platz für ein Selbstbau Boot. Trotzdem genieße und verschlinge ich eure Threads hier sehr gerne! Liebe Grüße, Tobias |
#46
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Freut mich, dass es gefällt.
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