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Technik-Talk Alles was nicht Bootspezifisch ist! Einbauten, Strom, Heizung, ... Zubehör für Motor und Segel |
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Themen-Optionen |
#1
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Hallo und guten Morgen,
jetzt mache ich mir, nachdem ich ziemlich viel hier im Forum über Batterien gelesen habe, doch so meine paar Gedanken. Auf unserem Schiff sind unter dem Niedergangstritt eine von unserern Verbraucherbatterien (150A)und die Starterbatterie (75A) untergebracht. Der Niedergangstritt hat eine direkte Verbindung zur Backskiste. Die hat übrigens wieder Lüftungsschlitze zum Salon, sodass sich alles richtig schön im Schiff verteilen könnte. Genau in eben dieser Backskiste wollte ich nun das neue Ladegerät (Sterling 30A) unterbringen. Und das ganze (Batterien, Backskiste und Salonfussboden) liegen, zumindestens bei uns logischer weise, unter der Wasserlinie. Da ist es eben ein wenig kniffelig, eine fallende Bordduchführung für die beim Laden nach unten fallenden "Batteriedämpfe" zu machen. Jetzt frage ich mich, ob es übehaupt nötig ist, so eine Ableitung zu haben. Die Werft hat sowas nicht vorgesehen - früher gab's wohl noch keine "Batteriedämpfe" ;-) Gibt es hier im Forum vieleicht Leute, die keine Ableitung nach draussen haben und es trotzdem überlebt haben? Und noch was: Ich lese in der Beschreibung vom 30-A Sterling Lader, dass es gefährlich sein soll, den Lader quasi neben den Batterien zu betreiben. Ja klar, immer gefährlich, wenn was explodieren kann. Wie gesagt: Lader und Batterien stehen fast nebeneinander und keine Ableitung der "Batteridämpfe". Aber kann da wirklich und in echt etwas passieren? Fliegt unser Schiff in die Luft, wenn ich lade? Frage: Segel ich gefährlich und bin lebensmüde? Oder "produzieren unsere Batteriechen so wenig "Abgas", dass ich getrost in der Backskiste eine rauchen könnte? Gruss Michael |
#2
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Wenn die Batterie (normale Säurebatterie) durch einen Defekt im Lader in die Gasung kommt, entsteht Knallgas.
Knallgas ist eine Mischung aus Sauerstoff und Wasserstoff. Wasserstoff steigt nach oben.Propan-Butan sowie Benzindämpfe sinken nach unten. Das könnte je nach Situation gefährlich werden. Man könnte den Batteriekasten mit einer Entlüftung versehen oder eine entsprechende Batterie kaufen. Diese Batterie hat oben am Deckel einen Schlauchanschluß. Bei einer Gelbatterie hast du diese Gasprobleme weniger. Denn diese wird höchstens dann platzen (wenn die Überdruckventile versagen sollten).
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Grüße Karl-Heinz ---------------- "Elektronische Bauteile kennen 3 Zustände: Ein-Aus-Kaputt". (Wau Holland) |
#3
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Meine Batterien stehen in geschlossenen Kästen die über felexible Schläuche nach aussenbord entlüftet werden. Der Schlauchanschluss befindet sich im Deckel des Kastens und steigt zum Borddurchlass hin noch an.
Ob dies zwingend notwendig ist oder eigentlich überflüssig wage ich nicht zu beurteilen. In Chemie saß ich immer ganz weit hinten.
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Gruß Olli |
#4
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Moin,
sind viele " Kann " und " könnte " dabei, das Boot muss also nicht zwingend explodieren und ihr müsst nicht zwingend elendig ersticken. Ist wie im sonstigen Leben, man muss irgendwo für sich sehen, was wichtig ist. Mir ist noch nie ein Akku hochgegangen, ich hab aber einen Freund im Krankenhaus besucht dem das passiert ist, war kein schöner Anblick. Beim Starthilfe geben ging ihm das Ding hoch, muss halt nicht aber kann.... ![]() Wenn du sicher gehen möchtest, bau halt einen kleinen Lüfter ein, der die Dämpfe absaugt. Gruß Willy |
#5
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HI!
Ich konnte voriges Jahr neben mir am Steg live miterleben wie eine Familie mit Kind wie angetrunken am Morgen aus dem Boot torkelte. Die hatten zwei Batterien im Bug unter ihren Betten für die Ankerwinsch untergebracht. Eine der beiden Batterien wurde so heiß, dass absolut keine Säure/Wasser in der Batterie war, und die Verschlußkappen der Zellen verschmort waren. Wir konnten den Fehler nicht finden und gaben der Batterie die schuld. Nach dem Einbau einer neuen Batterie, passierte das selbe einige Tage später wieder....Die ganze Umgebung stank nach Knallgas. Für mich kommen die Batterien nur in den Motorraum mit entsprechender Entlüftung. Auf der Boote konnte ich mit den Vertretern der Firma Sterling einige Datails klären. In den Beschreibungen steht, dass die Ladegeräte womöglich nicht neben den Batterien, bzw. nicht im Motorraum untergebracht werden sollen. Dies dient einzig allein dazu, den Hersteller bei etwaigen Unfällen nicht zur Verantwortung ziehen zu können. Im Prinzip sind alle Ladegeräte so ausgeführt, dass keine Funkenbildung entstehen kann. ( siehe auch Lichtmaschine). |
#6
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Also bei mir stehen 4 Gel Batterien à 105 Ah und 2 Starter-Säure-Batterien à 125 Ah so ca. auf Höhe der Wasserlinie im Boot/Salon/Navitischsitzbank. Zumindest unter letzterer waren sie auch werksmäßig vorgesehen. Das IuOu-Ladegerät ist zwar hinter einem Schapp, aber das ist sicherlich nicht luftdicht abgeschottet. Alles zusammen incl. Motorraum entlüften sowieso über die Bilge bei fallenden Gasen und bei steigenden über die Backskisten mit Extra-Entlüftungs-Vorrichtungen.
Meine JASNA ist über 20 Jahre alt - ich lebe noch, sie lebt noch und wenn ICH aus dem Boot torkele, liegt es (noch?) nicht an den Batterien, sondern am Weißwein..... Gruß Volker SY JASNA
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![]() Rotwein hat keinen Alkohol! |
#7
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Moin Georg,
Zitat:
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#8
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Moin Volker,
Zitat:
BTW: Seit wann trinkst Du weiß?? ![]() @all: Aber zum Thema zurück! Über Abgasführung für Batterien würde ich mir Gedanken machen, wenn die Batterien bei Abwesenheit mit grosser Stärke geladen werden sollen (also nicht nur Erhaltungsladung). |
#9
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Wieso ausgerechnet bei Abwesenheit? Ich dachte, es wäre eher schlimmer, wenn wir im Dunstkreis unserer Batterien schlafen müssten.
Gruss Michael |
#10
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Von Rotwein torkele ich nicht, der hat ja keinen Alkohol. Aber manchmal bringen Gäste Weisswein mit und der muss ja auch vernichtet werden ....
![]() Doch zurück zum Thema.... sonst werden wir ins Flachwasser verschoben! ![]() Volker SY JASNA
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![]() Rotwein hat keinen Alkohol! |
#11
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HI!
Also ob ich nun das Knallgas gerochen habe, oder andere Gase, ich bin kein Chemiker, jedenfalls stank die ganze Umgebung. Wenn du deine Nase tief in eine der Batterieöffnungen hältst, das ist dann der Geruch. ![]() |
#12
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![]() Zitat:
Knallgas riecht nicht und ist leichter als Luft, sammelt sich also nicht in der Bilge. Die Bildung von zündfähigen Gemischen ist trotzdem (in geschlossenen Räumen/Behältnissen) nicht auszuschließen.
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Charly |
#13
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wie alle brennbaren gase muss eine bestimmte konzentration vorliegen, damit ein äusseres ereignis (funken, feuer, zigarette) eine entzündung verursacht. ausnahme ist azetylen, das bei vorliegen bestimmter druckverhältnisse von selbst explodiert.
akkugase: knallgas ist leichter als luft, es steigt also nach oben. es ist geruchlos. eventueller geruch kommt von austretenden oder mitgerissenen säurepartikeln. es entsteht bei überladung oder bei zu starken ladeströmen zb. bei der sogenannten starthilfe, dann in besonders hohen mengen wenn die akkus von genügend raum umgeben sind, "verdünnen" sich die gase unter die explosionsgrenze (im vw-käfer war der akku im innenraum unter dem rücksitz. bei der mercedes e-klasse ist dies ab dem modell w210 auch wieder, hier führt ein kleiner schlauch vom belüftungsanschluss der batterie nach draussen) gefahr geht also nur dann von den akkugasen aus wenn: 1. die akkus in unbelüfteten akkukästen untergebracht sind und sich in kleinen unbelüfteten schränken befinden 2. akkus geladen werden, speziell bei ladegerätsdefekten oder ungeeigneten (billig-nonamegeräten) welche die ladeendspannung nicht einhalten also sollten die akkus relativ frei stehen. da man das aber in der regel nicht macht, sollten die kästen belüftet werden und zwar nicht mit einem sauglüfter sondern einem drucklüfter. hierzu reicht ein kleiner pc- lüfter. diese lüfter haben keinen kollektor, welcher funken erzeugt. er könnte durch eine kleine solarzelle ständig laufen oder beim betreten des bootes vor dem einschalten von verbrauchern (funken) eine minute laufen . die akkukästen sollten dann über einen schlauch oder oder öffnungen ins freie entlüften können. wenn man an einem akku arbeitet, z.b. abklemmt oder anklemmt, dann sollte die akkukiste eine weile vorher geöffnet werden, damit eventuelle gase sich verdünnen können. holger
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jack of all trades - master of none |
#14
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![]() Zitat:
das würde ja bedeuten das viele Skipper, die ihre Batterie einfach so in eine dieser Standardboxen stellen, lediglich das Risiko auslaufender Säure gegen ein erhöhtes Explosionsrisiko austauschen? Was passiert denn wenn Säure ausläuft, greift die das Polyester an? Dann bliebe ja nur die Wahl zwischen Ertrinken, in die Luft fliegen oder einen Kasten mit Lüfter einbauen (oder Gelbatterien verwenden). (Ist etwas dramatisch formuliert, ich weiß ![]()
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Gruß Jürgen G. |
#15
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Hallo,
demnächst werde ich auch meine gesamte Stromversorgung umstellen. "Nasse" Säurebatterien möchte ich überhaupt nicht mehr haben und zwar aus mehreren Gründen: 1. Knallgasentwicklung 2. Säurenebel in der Bilge 3. Möglicherweise Säureaustritt in der Bilge, bei sehr starker Krängung 4. Ausbau im Winter, wegen Selbstenladung Für den Motorstart, Bugstrahlruder und Ankerwinsch habe ich mir die Maxxima Exide 900 DC ausgesucht. Ist eine AGM Batterie mit 50 Ah in Spiraltechnologie und liefert sehr hohe Stromstärken. Als Versorgungsbatterie werde ich eine Lifeline (AGM) mit ca. 200 Ah nehmen. Alternativ möglicherweise auch eine GEL-Batterie von Sonnenschein. Das ganze ist zwar nicht gerade billig, aber stellt meiner Meinung nach das Optimum für einen "Daycruiser" dar. Gruß Wolfgang |
#16
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Gruß Jürgen G. |
#17
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Hallo Jürgen,
weiß auch nicht, wie das passiert ist. Sollte nicht sein. Sorry! Gruß Wolfgang |
#18
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hallo jürgen,
ja, das ist so. wenn eine battrie in einer dichten batteriebox gast, dann hat man da eine unter umständen explosive gaskonzentration. das gilt für "gasende", also nasse batterien. diese gibt es inzwischen als wartungsarme oder wartungsfreie ausführung mit einem belüftungs/entlüftungsanschluss. da kann man einen schlauch anschließen, welcher aus der batteriebox führt. gelbatterien mit hermetisch geschlossenem gehäuse gasen nicht, da besteht also keine gefahr. dass so wenig passiert liegt m.e. daran, dass die ladegeräte funktionieren, also gasung verhindert wird und daß keiner mit glimmender zigarette an die batteriebox geht und den deckel öffnet. wenn man den deckel öffnet verdünnt sich das knallgas relativ schnell auf ungefährliche werte. problematisch ist es, wenn die batterie in starke gasung kommt. das kann durch defekte ladegeräte oder kurzschlusströme kommen. da kann es auch bei hermetisch abgeschlossenen gelbatterien zu so starker gasung kommen, dass die batterie zunächst durch den überdruck im gehäuse explodiert. durch funkenbildung an den zerstörten platten und anschlüssen kommt es dann sekundär zu knallgasexplosion. holger
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jack of all trades - master of none |
#19
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Hallo Holger,
ich glaube Deine Umschalt-Taste ist defekt ....
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Gruß, Alfred Wenn alle ihren richtigen Vornamen in der Signatur stehen hätten, wäre das schön. ![]() |
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