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Technik-Talk Alles was nicht Bootspezifisch ist! Einbauten, Strom, Heizung, ... Zubehör für Motor und Segel |
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Themen-Optionen |
#1
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Hallo, ich bins schon wieder.
Ich habe auf meiner Shark keinen Ankerkasten und habe vor mir eine Kiste zu bauen, die ich bei Bedarf aus der Achterpiek hole. Darin soll dann sowohl der Anker als auch Kette, Leine und Reitgewicht untergrabracht sein. Ich hatte mir auch vorgestellt, daß ich einen Beschlag mit Rolle montiere, über die ich den Anker dann hochziehen kann ohne die Fußreling zu beschädigen. Hat schonmal jemand sowas gebastelt? Gruß, Dominik PS: Ich habe einen KOBRA-Anker. Klappdraggen wär natürlich praktischer... |
#2
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Hallo Dominik,
ich hab mal vor Jahren ein ähnliches Projekt realisiert. Ein Anker in einem Bugbeschlag (evtl. sogar auf einem kleinen Bugspriet) ist eine saubere und funktionelle Sache. Ein Draggen funktioniert da ohnehin nicht. Perfekt wäre es natürlich, wenn Du im Bug ein kleines Abteil abtrennen könntest, in dem Du Kette und Leine stauen könntest. Ich nehme an, Du sprichst von einem Kettenvorläufer. Es könnte sogar ein Eimer, im Bugkorb befestigt, schon eine erste Lösung sein. 8-10 m 6mm Kette sind relativ kompakt und auch nicht zu schwer. Ob Du die Leine (die Länge hängt von Deinem Revier ab) so aufschießen kannst, dass sie ebenfalls im Bugkorb befestigt werden kann, müssest Du mal prüfen. Wenn Du relativ häufig ankerst, ist es schon einige Arbeit, den Anker jedes Mal aus der Achterpiek zu holen und mit Kette und Leine übers ganze Schiff zu schleppen. Willst Du die Leine in der Achterpiek belegen? Einen Vorteil hätte das. Du könntest eine der Genuawinschen zum Ankeraufholen einsetzen, wenn er sich festgehakt hat. Gruß Paul |
#3
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Es gibt doch auch Bugkorbhalterungen für Anker (mW für Plattenanker), hab ich aus einem der Versender Kataloge (SVB AWN oder Gründl). Voielleicht ist das was.
Einen Anker immer über Deck nach vorne zu schleifen ist etwas anstrengend und bei schlechterem Wetter sogar gefährlich. |
#4
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hier zB bei AWN:
"Ankerhalterung/Plattenanker für Plattenanker, rostfreier Stahl für Rohr- und Wandmontage (Rohr - ø: 25 mm). Eine Kette sichert Schaft und Flunken. Sicherung gegen Diebstahl durch Hangschloß (Schloß gehört nicht zum Lieferumfang). H 585 x B 235 mm. Artikelnummer 100765 € 169,95" |
#5
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Nehme an, dass du nicht so oft ankerst. Denn dann wäre deine Idee mit dem Kasten wirklich mühselig.
Und bei 24 Fuss könnte ich mir auch ein unkonventionelles Ankermanöver vorstellen: Warum den Anker nicht erstmal hinten seitwärts rauswerfen, zurücktreiben lassen oder rückwärts fahren. Dabei immer schön Leine geben. Zum Schluss gehst du mit der Ankerleine nach vorne und belegst. Hab ich mit ner alten 25-Fuss-Jeanneau auch schon gemacht. Edelstahl-Kettenvorläufer gibts z.B. bei SVB bereits in 8 m Länge. https://www.svb.de/pdf/s_11.pdf Du kannst aber auch jede andere Edelstahlkette nehmen. Auch wenn sie nicht DIN 766 entspricht. Und die Güteklasse des V4A-Materials ist bei deinem Einsatzzweck nicht so wichtig.
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Klaus Fair winds and clear skies Bekennender Segler |
#6
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So ähnlich wie Earlhill habe ich es auf meiner Etap 21i auch gemacht: in der achteren Backskiste eine Kiste mit Anker & Co. Beim ankern dann einfach den Anker hinten raus und mit Fock oder Restfahrt festfahren (Vorsicht: schon ab 1kn Fahrt ist es sehr schwer die Leine zu halten!). Dann habe ich die Leine nach vorne verlegt, dazu hatte ich die Leine in einem Netz - wie das gute alte Einkaufsnetz von Oma.
Da Ankerkette dabei etwas unpraktisch ist, hatte ich eine Bleileine. Zusätzlich hatte ich ein kräftiges Reitgewicht sowie ein komplettes zweites Ankergeschirr (das war für die kleine 21er so leicht, dass ich es sogar "ausschwimmen" konnte...). Das klappte wirklich immer prima. Alle Ankermanöver unter Segeln, man weiß sofort ob der Anker eingräbt und hält, Heckanker in Skandinavien und an Schären jederzeit bereit. Bei wirklich viel Wind war das umlegen von hinten nach vorne (bzw wieder umgekehrt) mal stressig - geht aber. Für die Shark musst Du sicher ein etwas größeres Ankergeschirr nehmen als ich auf der 21er (8kg Britanny mit 12mm Bleileine) - aber nichts, was Du nicht handhaben kannst. Wäre vielleicht eine Variante. Gruß, Tobias |
#7
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Ja vielen Dank schonmal für die Antworten,
ich habe tatsächlich vor den Anker erstmal über das Heck auszubringen und dann umzulegen. Dann brauche ich das Gedöns auch nicht übers ganze Schiff zu schleppen. Bei der Shark habe ich auf dem Achterdeck auch schön Platz um so eine Kiste hinzustellen. Den Anker im Bugbeschlag zu fahren wäre sicher die schönere Lösung, will ich aber nicht. (Wie gesagt: kein Ankerkasten! Und den Vorläufer und die Leine immer abzuschäkeln ist auch nicht so das richtige. Soll ja parat sein. Eimerchen auf dem schönen renovierten Vordeck ist auch nicht dolle.) Ob ich den Anker aus einer Halterung am Bugkorb löse, oder Ihn aus der Achterpiek rausziehe.. ich seh da im Moment kein größeres Problem. Aber vielleicht lerne ich ja auch noch was dazu. Probieren möchte ich's jedenfalls mit der Kiste. Vermutlich werde ich in die Kiste dann einen Eimer für die Kette stellen... bin gedanklich noch am spinnen ![]() Gruß, Dominik |
#8
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![]() Zitat:
Ankermanöver fahren wir gegen den Wind, d.h. wir fahren einen Aufschießer und lassen den Anker fallen, wenn das Schiff in etwa steht. Dann lassen wir es achteraus treiben oder gehen mit der Maschine rückwärts. Wenn ausreichend Kette/Leine gesteckt ist, fahren wir den Anker auf jeden Fall mit der Maschine in den Grund. Machst Du das wirklich beim Vorwärtsfahren oder habe ich was was falsch verstanden? Gruß Paul |
#9
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Hallo Paul,
ja, habe ich wirklich so gemacht. Aber zur Einschränkung: Etap 21i mit ausgerüstet ca 1.500kg Kampfgewicht - und sehr wenig Fahrt im Schiff. Anker raus, (Blei)leine über Klampe und festfahren. Ist praktisch weil Du den Motor nicht extra anstellen musst, und funktioniert 1A - natürlich nicht bei Starkwind... Auf unserem neuen Schiff werden wir das nicht so machen, da der Anker im Ankerpiek (Bug) ist. Ausserdem sind die achteren Backskisten nicht ganz so praktisch angelegt wie bei der Etap (da waren die Deckel ganz weit hinten und die Backskisten innen quadratisch, praktisch, gut - völlig ideal also: ich musste nur den Deckel aufmachen und raus mit dem guten alten Britany). Da die Shark offensichtlich kein Ankerpiek im Bug hat, und im Heck wohl Platz genug ist, würde ich das mal versuchen. Tobias |
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