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Allgemeines zum Boot Fragen, Antworten & Diskussionen. Diskussionsforum rund ums Boot. Motor und Segel!

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  #51  
Alt 21.03.2015, 01:13
G Leiter G Leiter ist offline
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Zitat:
Zitat von B4-Skipper Beitrag anzeigen
Wir sprechen doch nicht von einem Boot in Seenot, auf dem sich fünf Hanseln befinden - die würde wohl jeder an Bord nehmen.

Nur was ist der "Familie" geholfen, wenn Du sie an Bord nimmst und noch 100 weitere Personen kommen mit auf Dein Boot.
Außer dass Du dann mit elendig ersäufst ändert sich nichts.

Gruß Lutz
Du hast meinen Beitrag nicht gelesen.
Es ging um Personen die im Wasser schwimmen und die Aussage eines anderen Nutzer das Wegbleiben das Richtige wäre.
Das sehe ich anders. Wenn man je nach Größe des eigenen Boot 10 oder 20 Personen ohne sich zu gefährden aufnehmen kann dann halte ich das für geboten.
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  #52  
Alt 21.03.2015, 08:11
alexhb alexhb ist offline
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Zitat:
Zitat von swath Beitrag anzeigen
1) Siehst Du auch den Unterschied zwischen einer seetüchtigen, dafür zugelassenen, Fähre und einem überladenen* Einweg-Boot ?
*welches sich unmittelbar beim auslaufen, also wenige Meter zu/von afr. Küste, bereits in der Seenot befindet;
Absolut sehe ich da einen Unterschied, bis zu dem Moment wo die Insassen in Not sind. Man kann nicht verhindern, dass die damit den Törn wagen, aber man so sie deswegen doch nicht ertrinken lassen und sagen: "Na hättet ihr euch mal so´ne schicke Yacht wie meine gekauft, Pech gehabt. Hoffe ihr habt viel Durst!".

Zitat:
Zitat von swath Beitrag anzeigen
2) wie navigiert sich denn so ein Einweg-Boot ?
Wie jedes andere auch, ich denke mal sowas wie einen Kompass und ggf. ein einfaches GPS wird vorhanden sein. Jemand wird eingewiesen wie es funktioniert #und schon wird der Kahn ins Wasser geschoben.

Zitat:
Zitat von swath Beitrag anzeigen
die von Dir verlinkte ProAsyl-Info rät dazu diese Personen von Afrika nach Europa zu transferieren - s. Zitat !
Ja das rät sie, aber ich die Praxis würde eher so aussehen das man den nächste verfügbaren Hafen anläuft um die Schiffbrüchigen abzusetzen und so würde ich es halten. Liegt der in Europa ist es eben so, liegt er in Afrika ist es eben auch so. Geringste Entfernung + sicherer Hafen wären die Kriterien.

Swath, es ist ja nicht so dass ein Flüchtling in ein überladenes Boot steigt, 100m rausrudert dann auf einen Skipper trifft und einen Seenotfall angibt und dann die restlichen hunderte Seemeilen nach Europa gebracht wird. Sowas ist doch garnicht gemeint und auch nicht realistisch.

Geändert von alexhb (21.03.2015 um 08:19 Uhr)
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  #53  
Alt 21.03.2015, 11:11
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Zitat:
Zitat von Puuh Beitrag anzeigen
Die Hinweise in der Broschüre (die meisten, die ich gelesen habe) sind völlig praxisfremd. Kein Wunder, stammen sie doch aus der Feder von Pro-Asyl, einer politischen Organisation, und nicht etwa von DGzRS oder ähnlichen professionellen Rettern. - Hinweise wie "über Funk Seenotrettung informieren" braucht ja wohl kein Skipper, ganz davon abgesehen, dass die Schlepper schon längst über Satellitentelefon verfügen,.....
Meinst du in einer Broschüre vom DGzRS wäre der Hinweis nicht enthalten?
Daß da einer mit Satelitentelefon an Bord ist halte ich für ein Gerücht .......
Das soll ganz gewiss kein nautisches Fachblatt sein, sondern Informationen über die Besonderheiten geben, denen ich gegenüber stehe wenn ich solche Leute in Seenot antreffe.

An Nord- und Ostsee wirst du niemals in so eine Situation kommen, kannst also leicht reden ....
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  #54  
Alt 21.03.2015, 11:56
swath swath ist offline
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Zitat:
Zitat von alexhb Beitrag anzeigen
... den Törn ... Wie jedes andere auch, ich denke mal sowas wie einen Kompass und ggf. ein einfaches GPS wird vorhanden sein. Jemand wird eingewiesen wie es funktioniert #und schon wird der Kahn ins Wasser geschoben.
Weis hier Jemand wieviel man p.P. für so einen MM-Törn denn zu zahlen hat um mitgenommen zu werden ?
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  #55  
Alt 21.03.2015, 12:15
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Zitat:
Zitat von swath Beitrag anzeigen
Weis hier Jemand wieviel man p.P. für so einen MM-Törn denn zu zahlen hat um mitgenommen zu werden ?
Hab kürzlich einen ausführlichen Bericht über Flüchtlinge aus Syrien, die vor dem IS gefüchtet sind gelesen.
Das scheint sehr stark zu schwanken und tut hier überhaupt nichts zur Sache.

Warum willst du und einige andere unbedingt den Thread in eine Richtung bringen die rein gar nichts mit "wie gehe ich damit um wenn ich auf Flüchtlinge in Seenot stoße" zu tun hat? Wollt ihr eine Schließung provozieren?

Wir befinden uns in "Allgemeines zum Boot" ("Mittelmeer und seine Reviere" wäre vielleicht besser gewesen), bleibt bitte bei den praktischen nautischen Aspekten, sonst muß ich einen Moderator bitten das Thema zu schließen.

Dankbar wäre ich über handfeste konkrete Hinweise, wenn etwas an dem Merkblatt nicht stimmen sollte.
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  #56  
Alt 21.03.2015, 12:36
swath swath ist offline
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Zitat:
Zitat von wolf b. Beitrag anzeigen
Das scheint sehr stark zu schwanken und tut hier überhaupt nichts zur Sache. ... , bleibt bitte bei den praktischen nautischen Aspekten, ...
Nun die Frage tut sehr wohl zur Sache und hat auch was mit praktischen nautischen Aspekten zu tun: - wenn der Törn p.P. 1000,-eus kostet, so wären es bei 100 Personen 100.000,-, d.h. statt einem überladenen Kahn (wie im #15) könnte man u.U. 2 Nichtüberladene organisieren, das Risiko in Seenot zu geraten würde sich demzufolge um einiges minimieren, oder ?
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  #57  
Alt 21.03.2015, 12:47
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Zitat:
Zitat von swath Beitrag anzeigen
Nun die Frage tut sehr wohl zur Sache und hat auch was mit praktischen nautischen Aspekten zu tun: - wenn der Törn p.P. 1000,-eus kostet, so wären es bei 100 Personen 100.000,-, d.h. statt einem überladenen Kahn (wie im #15) könnte man u.U. 2 Nichtüberladene organisieren, das Risiko in Seenot zu geraten würde sich demzufolge um einiges minimieren, oder ?
Ich halte dich nicht davon ab dich als Schleuser zu engagieren, läßt sich sicher viel Geld damit machen.

Mit meinem Thread hat das aber gar nichts zu tun!
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  #58  
Alt 21.03.2015, 12:50
swath swath ist offline
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Zitat:
Zitat von wolf b. Beitrag anzeigen
Ich halte dich nicht davon ab dich als Schleuser zu engagieren, ...
Du hast mich leider erheblich mißverstanden.
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  #59  
Alt 21.03.2015, 13:06
G Leiter G Leiter ist offline
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Zitat:
Zitat von swath Beitrag anzeigen
Nun die Frage tut sehr wohl zur Sache und hat auch was mit praktischen nautischen Aspekten zu tun: - wenn der Törn p.P. 1000,-eus kostet, so wären es bei 100 Personen 100.000,-, d.h. statt einem überladenen Kahn (wie im #15) könnte man u.U. 2 Nichtüberladene organisieren, das Risiko in Seenot zu geraten würde sich demzufolge um einiges minimieren, oder ?
Das ist doch wohl reichlich naiv.
Aus allen möglichen Gründen hätte man auch den einen Kahn nicht überladen können oder ein seefestes Boot nehmen können oder es ganz sein lassen können.
Hat man aber nicht und zwar weil es denn Schlepperbanden um maximalen Gewinn geht und denen das Leben der Flüchtlinge völlig egal ist.

Um zum vom TO gewünschten Thema zurück zu kommen.
Ich würde mal gerne wissen ob sich die Thematik überhaupt schon einmal tatsächlich für Sportbootfahrer gestellt hat. Wurden Flüchtlinge schon mal von Sportbooten
aufgenommen und wenn ja wie ist das ausgegangen ?

Geändert von G Leiter (21.03.2015 um 13:13 Uhr)
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  #60  
Alt 21.03.2015, 13:17
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Hallo Wolf , solch eine Frage ist mehr als schwehr zu beantworten..

natürlich wird da Jeder helfen wollen...aber wie ? Eigensicherung geht vor..

sobald du in solch eine Lage kommst und einen Ertrinkenden siehst, herrscht Chaos-und das erst mal bei dir auf dem Boot-du kommst unter Segel, schmeißt die Fock weg...holst das Groß runter...zum Aufräumen hast du keine Zeit-Motor anwerfen...jetzt suchst du den Ertrinkenden wieder, siehst auf einmal noch 3 Andere Ertrinkende..das alles bei Wind und Wellen...haust die Badeleiter raus...suchst den Bootshaken..schei...., hast dich im Groß verheddert..liegt ja alles so rum
ich kann mir nicht vorstellen, wie du da alleine einen Ertrinkenden, der eh keine Kraft mehr hat, aus dem Wasser bekommen willst

Wir , 2 Erwachsene und erfahrene Seemänner und ich als 15-jähriger Bub , haben auf dem fast glatten Bodensee mit einen H-Jolle ein Mann über Bord -Manöver versucht...ich ins Wasser gehupft und mich treiben lassen..Die 2 erwachsene Männer hatten die allergrößte Probleme, mich an Bord zu bekommen...hat bestimmt 10 Minuten gedauert und die haben mir fast die Arme ausgerissen dabei...

wie du das alleine hinbekommen willst, vermag ich mir nicht vorzustellen...

Grüße Didi
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  #61  
Alt 21.03.2015, 13:20
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Ich hatte schon mehr geschrieben aber wieder gelöscht.

Als simple Vorbereitung würde ich hier einen Fred aufmachen und gebrauchte, kostenlose Feststoffwesten suchen, die in eine Ecke packen und dann, wenn wirklich Not ist, schon mal einige Hilfsmittel bereit zu haben.
Die eigenen Westen wird man ja kaum über Bord geben, wenn man die Schwimmer/Sinkenden nicht aufnehmen kann.

Willy
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  #62  
Alt 21.03.2015, 13:26
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Zitat:
Zitat von fliegerdidi Beitrag anzeigen
Hallo Wolf , solch eine Frage ist mehr als schwehr zu beantworten..

natürlich wird da Jeder helfen wollen...aber wie ? Eigensicherung geht vor..

sobald du in solch eine Lage kommst und einen Ertrinkenden siehst, herrscht Chaos-und das erst mal bei dir auf dem Boot-du kommst unter Segel, schmeißt die Fock weg...holst das Groß runter...zum Aufräumen hast du keine Zeit-Motor anwerfen...jetzt suchst du den Ertrinkenden wieder, siehst auf einmal noch 3 Andere Ertrinkende..das alles bei Wind und Wellen...haust die Badeleiter raus...suchst den Bootshaken..schei...., hast dich im Groß verheddert..liegt ja alles so rum
ich kann mir nicht vorstellen, wie du da alleine einen Ertrinkenden, der eh keine Kraft mehr hat, aus dem Wasser bekommen willst

Wir , 2 Erwachsene und erfahrene Seemänner und ich als 15-jähriger Bub , haben auf dem fast glatten Bodensee mit einen H-Jolle ein Mann über Bord -Manöver versucht...ich ins Wasser gehupft und mich treiben lassen..Die 2 erwachsene Männer hatten die allergrößte Probleme, mich an Bord zu bekommen...hat bestimmt 10 Minuten gedauert und die haben mir fast die Arme ausgerissen dabei...

wie du das alleine hinbekommen willst, vermag ich mir nicht vorzustellen...

Grüße Didi
Beim Segler bleibt immer noch die Möglichkeit die Person mit der an Bord zu bekommen, so er sich selbst noch eine Schlinge um den Körper legen kann.

Wenn der Oberkörper erst mal annähernd auf Höhe der Bordwand ist, bekommt man die Haxen auch an Deck.

Das Thema ist sehr schwierig und ich denke man kann nur hoffen, nicht in diese Situation zu kommen.

Neben den fundierten Überlegungen jetzt hier spielt dann aber die Intuition eine große Rolle.
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  #63  
Alt 21.03.2015, 14:02
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fliegerdidi fliegerdidi ist offline
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Zitat:
Zitat von ferenc Beitrag anzeigen
Beim Segler bleibt immer noch die Möglichkeit die Person mit der an Bord zu bekommen, so er sich selbst noch eine Schlinge um den Körper legen kann.

Wenn der Oberkörper erst mal annähernd auf Höhe der Bordwand ist, bekommt man die Haxen auch an Deck.

Das Thema ist sehr schwierig und ich denke man kann nur hoffen, nicht in diese Situation zu kommen.

Neben den fundierten Überlegungen jetzt hier spielt dann aber die Intuition eine große Rolle.
Das Wasser dort ist bestimmt eis-kalt, da kannst du dich nach 5 Minuten nicht mal mehr am Bootshaken fest halten...
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  #64  
Alt 21.03.2015, 14:10
ferenc ferenc ist offline
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Zitat:
Zitat von fliegerdidi Beitrag anzeigen
Das Wasser dort ist bestimmt eis-kalt, da kannst du dich nach 5 Minuten nicht mal mehr am Bootshaken fest halten...
Das Mittelmeer ist bestimmt nicht immer mollig warm, aber eiskalt auch nicht. Wenn es so kalt ist, reichen Westen auch nicht mehr.
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  #65  
Alt 21.03.2015, 21:17
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B4-Skipper B4-Skipper ist offline
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Zitat:
Zitat von G Leiter Beitrag anzeigen
Du hast meinen Beitrag nicht gelesen.
Es ging um Personen die im Wasser schwimmen und die Aussage eines anderen Nutzer das Wegbleiben das Richtige wäre.
Das sehe ich anders. Wenn man je nach Größe des eigenen Boot 10 oder 20 Personen ohne sich zu gefährden aufnehmen kann dann halte ich das für geboten.
Ich hatte Deinen Beitrag schon gelesen und verstanden.

Aber wir drehen uns im Kreis - Knackpunkt ist "ohne sich zu gefährden".

Bei fünf im Wasser treibenden Personen, kein Thema.

Aber meinst Du die übrigen 90 würden den 10 "an Bord genommenen" eine gute Weiterfahrt wünschen und ruhig schwimmend zurück bleiben

Da spielt es keine Rolle ob im Boot oder im Wasser. im Gegenteil, wer schon ohne Rettungsmittel im Wasser schwimmt, der wird zum Äußersten bereit sein um das EIGENE Leben zu retten und wenn er DICH als Skipper von DEINEM Boot wirft - ER will überleben.

Gruß Lutz
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  #66  
Alt 22.03.2015, 01:32
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Zitat:
Zitat von B4-Skipper Beitrag anzeigen
Da spielt es keine Rolle ob im Boot oder im Wasser. im Gegenteil, wer schon ohne Rettungsmittel im Wasser schwimmt, der wird zum Äußersten bereit sein um das EIGENE Leben zu retten und wenn er DICH als Skipper von DEINEM Boot wirft - ER will überleben.
Die Gefahr sehe ich überhaupt nicht , ich hab schon Berichte von vielen Fischern gelesen die Flüchlinge aufgenomen haben, Gefahr für die Skipper bestand nach allem was ich gelesen/gehört habe nie.

Ihr Nordlichter solltet mal näher an die Realität kommen, die meisten Ängste sind unbegründet.
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  #67  
Alt 22.03.2015, 07:56
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Moin
Das schwierigste an einer MOB Situation ist immer den Mensch aus dem Wasser zu bekommen. Alleine vom Wasser aus gelingt das nur wenn man fit ist und ne Badeleiter oder so zur Verfügung hat wie die Seeinfallsberichte des BSU auch immer wieder zeigen.
Und da sollen jetzt son paar meistens nicht gut genährte Menschen, die schon vor der SOS Situation ne Menge an körperlichen/psychischen Strapazen durchgemacht haben, Seefahrt in der Regel wenn überhaupt nur aus der Glotze kennen und überwiegend noch nie auf dem Wasser waren, plötzlich in Massen aus dem Wasser auf ein Spobo springen? Glaub ich nicht.
Hans
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  #68  
Alt 22.03.2015, 09:11
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Zitat:
Zitat von B4-Skipper Beitrag anzeigen

Aber meinst Du die übrigen 90 würden den 10 "an Bord genommenen" eine gute Weiterfahrt wünschen und ruhig schwimmend zurück bleiben

Da spielt es keine Rolle ob im Boot oder im Wasser. im Gegenteil, wer schon ohne Rettungsmittel im Wasser schwimmt, der wird zum Äußersten bereit sein um das EIGENE Leben zu retten und wenn er DICH als Skipper von DEINEM Boot wirft - ER will überleben.

Gruß Lutz
Das macht einen großen Unterschied ob im Wasser oder nicht und wir reden hier von Flüchtlingen und nicht Macheten schwingenden Piraten.

Auch hier wird berichtet wie schwer es ist eine Person mit Hilfe vom Boot aus dem Wasser zu bekommen. Was sollen denn entkräftete Flüchtlinge im Wasser treibend machen wenn sie die Hilfe nicht bekommen ?
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  #69  
Alt 22.03.2015, 12:23
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Zitat:
Zitat von wolf b. Beitrag anzeigen
... Ihr Nordlichter solltet mal näher an die Realität kommen, die meisten Ängste sind unbegründet.
Dein Wort in Gottes Gehörgang und sicher kommt es immer auch auf die Anzahl zu Rettender an.

Ansonsten sage ich zu "näher an die Realität" nur "Oranienburger Platz" und da war keiner in (See-) Not.

Gruß Lutz
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  #70  
Alt 22.03.2015, 12:28
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Zitat:
Zitat von B4-Skipper Beitrag anzeigen
Dein Wort in Gottes Gehörgang und sicher kommt es immer auch auf die Anzahl zu Rettender an.

Ansonsten sage ich zu "näher an die Realität" nur "Oranienburger Platz" und da war keiner in (See-) Not.

Gruß Lutz
Ein im Wasser schwimmender wird mich nie von meinem Boot werfen können, egal wie viele das sind. Es werden jedes Jahre viele Menschen z.B. von Fischern gerettet und ich habe noch keinen einzigen Bericht gelesen, das das überhaupt versucht wurde.
Daß so etwas ganz groß in den Medien auftauchen würde bin ich mir sicher.
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  #71  
Alt 22.03.2015, 12:30
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Zitat:
Zitat von G Leiter Beitrag anzeigen
... Was sollen denn entkräftete Flüchtlinge im Wasser treibend machen wenn sie die Hilfe nicht bekommen ?
Ja, es muss grausam sein, nicht mehr helfen zu können als professionelle Hilfe zu rufen und ich hoffe nie in eine solche Situation zu geraten.

Wenn aber, wie entscheiden wer an Bord darf und wer im Wasser bleiben muss - Frauen und Kinder zuerst

Gruß Lutz
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  #72  
Alt 22.03.2015, 12:44
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Zitat:
Zitat von wolf b. Beitrag anzeigen
Ein im Wasser schwimmender wird mich nie von meinem Boot werfen können, egal wie viele das sind. ...
Das werden sie nicht können aber bis jetzt ging es darum Personen an Bord zu nehmen und dann sieht es schon wieder anders aus, wenn aus Sicht der schon Geretteten nicht die richtigen Personen bevorzugt gerettet werden oder der falsche Kurs eingeschlagen wird.

Gruß Lutz
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  #73  
Alt 22.03.2015, 16:16
G Leiter G Leiter ist offline
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Zitat:
Zitat von B4-Skipper Beitrag anzeigen
Ja, es muss grausam sein, nicht mehr helfen zu können als professionelle Hilfe zu rufen und ich hoffe nie in eine solche Situation zu geraten.

Wenn aber, wie entscheiden wer an Bord darf und wer im Wasser bleiben muss - Frauen und Kinder zuerst

Gruß Lutz
Das kommt auf die jeweilige Situation an.
Nach einer Havarie würde ich erwarten das da nicht alle auf einem Fleck schwimmen sondern sich verteilen. Man würde dann wohl an einer Stelle anfangen Leute aufzunehmen wie sie gerade ans Boot kommen.
Die Leute nach irgendwelche Gesichtspunkten zu selektieren wird glaube ich nicht funktionieren.
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  #74  
Alt 22.03.2015, 18:45
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Zitat:
Zitat von wolf b
Daß da einer mit Satelitentelefon an Bord ist halte ich für ein Gerücht .......
Ob Gerücht oder Wahrheit, weiß ich auch nicht. Habe es aus der Presse. Da hieß es, die Schlepper hätten sich abgesetzt, nachdem sie über Sat-Phone ihre Kumpels herbeigerufen hatten. - Wie gesagt, aus der Presse....

Von wegen, "leicht reden" - du wolltest ja Meinungen und Kommentare, oder?
Ich wünsche dir, dass du auf deinem Törn keine Flüchtlingsboote zu Gesicht bekommst. - So wie ich auch immer darum "gebetet" habe, als ich berufsmäßig im Mittelmeer unterwegs war. Standing Order an Wachoffiziere war: Bei Sichtungen oder UKW Anrufen: Sofort master auf die Brücke holen! Kein selbständiges Handeln, keine Antworten über Funk! Kapitän entscheidet. Situationsabhängig. - Gottseidank brauchte ich darüber nie zu entscheiden. Glück gehabt.
Aber:
Ob man sich ein paar von diesen so genannten Schiffbrüchigen an Bord holt, würde ich mir sehr gut überlegen. Wer garantiert mir, dass sie nicht bewaffnet sind? Oder in der Überzahl sind und Forderungen stellen?
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Gruß Volker

Geändert von Puuh (22.03.2015 um 19:00 Uhr)
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  #75  
Alt 23.03.2015, 07:59
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Zitat:
Zitat von wolf b. Beitrag anzeigen
Das ist es eben nicht, wie das Gericht in Palermo bestätigt hat, les mal meinen Beitrag vor deinem.

Aber genau darum geht es mir, ich segel in 4 Wochen über Italien nach Griechenland und da kann das theoretisch passieren, daß wir in diese Situation kommen.
Kein Mensch kann mich zwingen meinen Kurs Richtung Afrika zu ändern.
Allerdings kann ich auch nicht sicher sein keine Scherereien zu bekommen, auch wenn es nicht allzu wahrscheinlich ist.

Hi!

Berufungsgericht heißt, dass die Schnuckis wahrscheinlich bis zum Termin in U-Haft gesessen haben. Um mir nach ein paar Monaten in Haft bescheinigen zu lassen, dass es doch straffrei war, bedeutet nicht, dass es alles problemlos ist.

Viele Grüße
blondini
__________________
viele Grüße
Blondini

(Blondini, der berühmte Seiltänzer, stürzte während einer Vorstellung in Manchester und fiel in den Löwenkäfig, der bereits in der Manege stand. Die erschreckten Tiere sprangen auseinander und blieben grollend am Gitter. Blondini wurde vom Dompteur aus dem Käfig gezogen und trat schon am Abend wieder auf.)
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