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Allgemeines zum Boot Fragen, Antworten & Diskussionen. Diskussionsforum rund ums Boot. Motor und Segel! |
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Amtliche Seekarte oder Sportbootkarte?
Hallo Segelfreunde und -innen,
ich habe im Yacht-Forum in einem Thread mit anderem Subject diese Frage bereits einmal gestellt und auch eine Antwort vom Eastsailor erhalten - Danke dir dafür. Da inzwischen ja die meisten in dieses Forum übergelaufen sind, frage ich hier nochmal, diesmal mit eindeutigerem Betreff und etwas detaillierter. Es dürfte klar sein, dass trotz aller Systeme für die elektronische Navigation Papierseekarten nach wie vor an Bord gehören. Was für Karten bevorzugt ihr denn eigentlich? Amtliche, also vom BSH, Britsh Admirality etc. oder Sportbootkarten (falls vorhanden für das spezifische Revier)? Falls Sportbootkarte: Wie sollte die sich denn von einer amtlichen Seekarte unterscheiden (außer im Preis und Maßstab - das ist klar)? Sollte sie irgendwelche besonderen Features haben, die eine amtliche Karte nicht bietet? Würdet ihr für Sportbootkarten eine permanente Berichtigung, etwa alle 14 Tage, bevorzugen oder lieber alle zwei Jahre einen neuen Kartensatz kaufen, falls der Preis o.k. ist? Wäre ein Angebot interessant, bei dem ein Kartensatz, sagen wir mal Nördliche Adria, gleich mit einem Revierführer kombiniert ist, der sämtliche Häfen und die interessantesten Ankerbuchten abdeckt und darüber hinaus Tipps und Hinweise für Points of Interest, z.B. Museen, (Land-)Ausflugsziele, prima Restaurant, absolut miese Restaurants etc. bietet? Lasst mal was hören. Handbreit Dirk |
#2
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Uups DirkJ,
eine schwierige Frage.... Also erstmal kommt es auf das Revier an. Z.B. für Tidengewässern wie Wattenmeer sollte man vor der Saison seine Karten auf den aktuellen Stand bringen, hier ändert sich einfach zu viel. Bei Haus- und Hofrevier, bei mir z.B. westliche Ostsee, gehe ich damit wesentlich großzügiger um..... schätze so geht es allen. welche Kartensätze man sich zulegt, hängt auch vom Revier ab. Weltweit gesehen scheinen mir die englischen Kartensätze am besten und detailiertesten zu sein, speziell deutsche Küste sind die vom BSH besser. Ob Sportbootkartensatz oder die "großen" ist relativ egal, wobei auf Sportbootkartensätzen halt Sportboothäfen als Detailzeichnungen zu finden sind, die auf den "großen" Karten nicht vorhanden sind. Manche Sportbootkartensätze haben als feature u.a. eine bildliche Darstellung von Leuchtfeuern. Ob diese Darstellung ein Leuchtfeuerverzeichnis ersetzen, darüber mag man sich streiten können. Vorteil der Sportbootkarten ist auf jeden Fall, daß sie gemeinhin besser auf die Kartentische passen und im Cockpit einfacher zu händeln sind. |
#3
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hallo dirk,
zugegeben, ich bin ein kartenmuffel. im mittelmeer, meinem bevorzugten revier arbeite ich mit uralten karten verschiedenster herkunft. die werden jeweils dann ersetzt, wenn sie endgültig auseinanderfallen. Im zeitalter der wegepunktnavigation. dienen mir karten zur planung und zur übersicht. die routen absegeln tue ich nach gps-handy. da laufen immer zwei stück, die von zwei verschiedenen leuten programmiert werden. die wegepunkte werden stets selber bestimmt, nie einer tabelle oder liste entnommen. mit dieser methode komme ich in diesem revier sehr gut zurecht. als karten kaufe ich seit einiger zeit die imray karten. Sie sind gut stapelbar und ordentlich gefaltet. seit keine zeichnenarbeit mehr notwendig ist, stört mich auch das plastifizierte material und die falten nicht mehr. revierführer sind für mich ein muss, bevor ich ein neues gebiet erkunde. das alter spielt mir dabei keine rolle. die buchten sind entweder geschützt oder nicht, das ändert kaum. auf restaurantführer gebe ich nichts. da kann man sich am belegtheitsgrad vor ort viel besser informieren. zudem pflege ich mich eh auf dem örtlichen markt einzudecken. das macht mir in der regel mehr spass und schont die bordkasse. salate, gemüse, gräucherte fleisch- oder fischspezialitäten und dazu frisches brot und einheimischer wein ziehe ich jedem noch so verlockend beschriebenem restaurantbesuch vor. |
#4
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Moin,
also ich mache beides, allerdings bin ich nen überwiegend im binnen segelnder. Für die kanäle habe ich ausschließlich Sportbootkarten da diese mehr Infos haben was das drumrum betrifft, außerdem sind sie besser zu nutzen da ich immer nur die aktuelle Seite aufgeschlagen habe . Auf der Ostsee habe ich aber dann doch die normalen BSH karten da diese zum Navigieren einfach besser sind ( geht das überhaupt mit Sportbootkarten ? ) Für See würde ich in jedem Fall ne normale Karte nehmen und da wo tide ist sowieso immer die aktuelle da ändert sich zu viel. Ich kauf mir dann immer noch nen Reisefüührer dazu dann weiß ich was sonst noch so los ist am und um den Hafen drumrum . Hoffe geholfen zu haben der Klotzfisch |
#5
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Wafi, John, Klotzfisch,
vielen Dank für eure Antworten. Damit kann ich schon was anfangen. Wenn ich dich richtig verstanden habe, John, zeichnest du überhaupt nichts mehr in die Karten? Nicht mal deine geplante Kurslinie? Stell ich mir schwierig vor, da rechtzeitig Hindernisse zu erkennen, wenn du ansonsten nur nach GPS navigiert. Oder hast du das GPS mit nem Plotter oder Laptop mit Navi-Software verbunden? Klar, Restaurantführern ist nicht immer zu traun. Ich meinte auch eher ein paar Tipps innerhalb des Revierführer. Wenn du in einer Bucht liegst und es gibt drei Lokale am Strand, von denen eins gut ist und die anderen beiden versuchen, dich über den Tisch zu ziehen, ist das sicher interessant zu wissen. Meine Fragen haben übrigens folgenden Hintergrund: Ich schreibe zur Zeit selbst gerade einen Revierführer, den ich möglicherweise mit Sportbootkarten bundeln will. Da interessiert mich einfach, was für Infos ihr vorzufinden wünscht (nicht nur in den Karten, auch im Revierführer). Danke jedenfalls noch einmal euch dreien und denen die noch etwas ergänzen werden. Handbreit Dirk |
#6
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hallo dirk,
deine absicht, ein eigenes projekt zu realisieren, hatte ich aus der fragestellung vermutet. das mit dem nicht mehr zeichnen der kurslinie ist schon so. elektronik wie gesagt, zwei gps-handies, sonst nichts. natürlich vergewissert man sich über tiefenlinien und stellt den alarm des echolotes auf 10meter. untiefen umfährt man aber durch geeignete positionierung der wegepunkte. es ist schon solide kartenarbeit dahinter. ich beabsichtige auf meinem neuen boot ähnlich zu navigieren. allerdings wird dort die kurslinie elektronisch auf einem Radar/kartenplotter nachgeführt. das logbuch werde ich nicht ereignisorientiert, sondern stur stündlich (auf offener see zweistündlich) nachführen. restaurantführer, auch deiner, sind halt immer beim erscheinen schon veraltet. das liegt in der natur der sache. da müsste man echt auf die neuen technologien zurückgreifen. und da sind dann halt nicht die guten berücksichtigt, sondern diejenigen, die ins medium investieren. ein schönes wochenende. vielleicht sieht man sich mal diesen sommer in griechenland |
#7
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.... also ich segle immer nach dem Shell-Atlas...
nein, für das Nordseerevier kaufe ich jährlich neue Sportbootkarten, für die Ostsee ca. alle 10 Jahre . Da die Sportbootkarten bei Erscheinen schon hoffnungslos veraltet sind ( da kommt ja noch so mancher Sturm,der die Fahrwasser im Wattenmeer verändert) habe ich vor 2 Jahren amtliche Seekarten gekauft, sie aber nach einem Jahr doch wieder abgesetzt, da sie nicht kartentischkompatibel sind.
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Handbreit Jens |
#8
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Hallo John,
klar, wenn du die Wegpunkte vernünftig setzt, geht es schon. Zur Aktualität: Ich stelle mir vor, die Sache per Internet ca. alle 14 Tage zu aktualisieren. Halt mich (oder uns hier im Formum) auf dem laufenden, sobald du meine "Heimatgewässer" erreichst - ein Treffen lässt sich irgendwo hier sicher arrangieren. Handbreit Dirk |
#9
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Hallo Jens,
ja, die Sache mit dem Kartentisch hat mich schließlich zu dem Gedanken mit den Sportbootkarten gebracht - und dann auch noch die Preise dieser BSH-Tapeten. Gibt aber noch viele Ecken, für die Sportbootkarten nicht existieren. Vielleicht kann ich die ein oder andere Lücke ja bald schließen. Werde euch auf dem Laufenden halten, nicht nur, aber auch aus Eigennutz Handbreit Dirk |
#10
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Moin Dirk,
gute Idee wenn ich auch kaum in dein Revier auf eigenem Kiel kommen dürfte . Was ich an den Sportbootkarten schätze sind folgende Punkte. Bezeichnung und Darstellung von Hindernisssen ( Brücken, Stromltg, etc ) in Schrift und manchmal in Bild . Hintergrund Infos zu historischen Bauwerken, und Hafeneinfahrte und Schleusen. und wenn man die Elbe hinunter fährt gibts da einiges am Ufer zu entdecken, sofern man sich dafür interessiert . Das macht selbst eine Kanal / Flußfahrt zu einem interessanten Erlebniss. Mit dem Restaurantführer ist eine gute Idee meiner Meinung nach sind die Infos die ich immer lese eigentlich ok. wenn man sich auff die wesentlichen Punkte beschränkt gute preiswerte Küche mit dicken Portionen, Traditionelle Küche, gehobenes ambiente, etc etc. ( weil über geschmack läßt sich ja immer streiten ) Oder wie der Chinese in Hollly Habour der im Winter ( ? ) immer Freitags Buffet macht und das dann unschlagbar billig und lecker ist . ( Ohne Führer hätte ich den nie entdeckt, weil er ein bischen ausserhalb gelegen ist ) Das ist finde ich neben Infos für Familien, Kran und Slip technik immer ne gute Sache in sonem Karten / Reiseführer. viel Erfolg dabei Gruß Klotzfisch |
#11
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Klotzfisch, die Antwort ist klasse. Genau so hab ich es mir auch vorgestellt (nicht die Antwort, sondern den Inhalt der Karten und des Revierführers).
Wenn nicht auf eigenem Kiel in meinem Heimatrevier, vielleicht ja mal auf fremdem Kiel? Kannst ja vielleicht bei John anheuern. Würde mich freuen, mal ein paar Forumsteilnehmer persönlich kennenzulernen - auf der boot hats irgendwie nicht geklappt, an besagtem Montag um ein Uhr in der NW-Ecke der Halle 8. Habe dort keinen entdecken können, der mich auch nur im entferntesten an einen von euch erinnert hätte. Ich werde mich jedenfalls hier melden, falls ich mal wieder in euren Heimatgewässern unterwegs sein sollte. Handbreit Dirk |
#12
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das mit dem treffen auf der boot, war halt so ne sache. der von dir erwähnte treffpunkt wurde von dhy vorgeschlagen. die meisten hofften aber bis zum schluss, dass die yacht etwas arrangiert. so viel das dann aus.
aber vielleicht treffen sich dann einige auf dem wasser. ist ja eh der passendere ort. |
#13
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In deinem Revierführer würde ich (ich eigentlich nicht aber meine Frau) außer Kneipen etc. auch andere markante Ausflugsziele gern lesen. Vielleicht unterteilt nach Radius zu Fuß und Radius per Fahrrad. dann erscheint es mir vielleicht nicht mehr so sinnlos nach dem Anlegen die Fahrräder zusammenzubauen bzw. ich kann Ihr gleich sagen das es hier völlig reicht bis zur Kneipe zu laufen.
Eigentlich gibt es das alles schon aber nur Einzeln. Genial wäre Sportbootkarte Hafenhandbuch und Landgangslotse in einem und das am besten zum Preis der Sportbootkarten . MfG Eastsailor |
#14
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Hallo Eastsailor,
ganau das ist es, was ich vorhabe: Revierführer, Landganglotse und Sportbootkarte im Set zu einem guten Preis. Hat mich nämlich auch gestört, dass du dir immer alles einzeln zusammensuchen musst - und für manche Reviere gibt es ja noch nicht einmal Sportbootkarten. Klar, Entfernungen zu Kneipen und natürlich anderen Sehenswürdigkeiten in der näheren oder entfernteren Umgebung werden natürlich genannt. Euer Feedback hat mir zumindest schon mal angedeutet, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Gut zu wissen, ist nämlich 'ne menge Arbeit, die nicht unbedingt für die Katz sein sollte. Handbreit Dirk |
#15
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ok, dirk,
ich melde mich dann schon mal als tester der beta-version deines werkes. |
#16
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Ok, John, habe ich registriert. Bis du mediterane Gewässer erreichst, dauert es aber noch 'ne Weile, oder? Must mir dann nur irgendwann mitteilen, wohin ich dir was schicken soll. Oder machst du vielleicht einen Stopp im Saronischen Golf?
CU, Dirk |
#17
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ok, dirk
gib mir deine koordinaten und wir werden sehen. das mittelmeer werde ich voraussichtlich anfangs mai erreichen. |
#18
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Hallo John,
aktuelle Koordinaten sind 37° 55,807'N 023° 37,912E'. Ist leider alles ziemlich solide unter meinen Füßen, also Festland. Aber während ich das hier schreibe kann ich immerhin über den Saronischen Golf schauen und Salamina, Hydra und eine Ecke von Poros sehen. Ein Treffen wäre prima, Koordinaten sollten wir dann natürlich kurz vorher noch mal abstimmen. Handbreit Dirk |
#19
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hallo dirk,
hab die koordinaten notiert. werde dir mailen, wenn ich in dein revier komme. |
#20
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sportbootkarten
Zurück zum eigentlichen Thema!
Sportbootkarten sind gut und auf kleineren Booten einfach praktischer. Problematisch ist die Aktualisierung. Die Nfs einzuarbeiten ist bei amtlichen und Sportbootkarten mit erheblichem Zeitaufwand verbunden. Besser sind Karten, in denen die Berichtigungen nur eingeklebt werden müssen, aber die sind bei uns noch relativ selten. mfg Klaus |
#21
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sportbootkarten
Zitat:
Und für viele Karten gibt es die Karte auf CD-ROM dazu.
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Gruß Wolfgang Eins kann mir keiner nehmen, und das ist die pure Lust am Leben |
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die nv-karten verwende ich jeweils in der karibik. dort könnte ich mir gar nichts anderes vorstellen. was für mich bisher wichtig war: die werden in einer plastictasche geliefert, die einmal gefaltet in jeden seesack passt.
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#23
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Die NV-Karten sind auch für den Ostsee-Bereich (Skagen - Bornholm) sehr gut geeignet und erschwinglich. Dann einmal jährlich das "Update" (Prittstift und Schere in der Version 2.33 sind zwingender Mindesstandart) für rd. 25,-DM und man hat alle Infos. Seit einiger Zeit sind wichtige Änderungen im Verlauf des Jahres auch auf der Homepage des Verlages (http://www.nautische-veroeffentlichu...ntainer_nv.htm) zum herunterladen und ausdrucken vorhanden. Ein gute Sache! Als Hafenführer für das Gebiet bietet sich der kostenlose (werbefinanziert) und jährlich aktualisierte dänisch/deutsche Hafenführer an. Zubestellen und online-Version hier: http://www.sejlerens-logbog.dk
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__/)__ skipper |
#24
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Hallo Segelfreunde,
sind ja doch schon 'ne Menge Antworten zusammengekommen, vielen Dank. Das mit dem Einkleben der Berichtigungen ist eine gute Idee, werde ich im Kopf behalten. Wären Informationen zu Berichtigungen per Internet o.k.? Könnte mir auch vorstellen, E-Mail-Rundschreiben zu versenden, vorausgesetzt natürlich, dass ich die E-Mail-Adressen der Kartennutzer weiß. Was haltet ihr davon, einen Revier-/Landgangführer in einer Art Ringordner zu haben (macht der DSV-verlag auch so)? Würde Berichtigungen und Ergänzungen erleichtern, weil einzelne Seiten einfach hinzugefügt bzw. ausgetauscht werden können. Oder bevorzugt ihr eher gebundene Bücher? Zum Thema Sportbootkarten gleich auf CD-Rom dazulegen: Ich theoretisch kein Problem, da die Karten ja sowieso als Grafikdatei zur verfügung stehen. Wäre allerdings "nur" Raster-Format. Letztendlich ist das 'ne Preisfrage. Würde eine CD dazugepackt, würde die ganze Geschichte natürlich auch teurer - allerdings sicher nur geringfügig. Erste Auflage der Geschichte wird übrigens das Revier Saronischer Golf, Argolischer Golf und die angrenzende Peloponnes-Küste abdecken. Dauert aber sicher noch bis zum Sommer, bis die Geschichte druckreif ist. Liegt weniger am handwerklichen, sondern mehr an der Bürokratie. Handbreit Dirk |
#25
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Ich finds blöd, das man jedesmal schnippeln muß und dann mit Pritt Stift arbeiten, der klebt dann doch nicht bis in die letzte Ecke . .. Warum packt man die nicht vorgestanzt auf so Transferbögen ? Nur noch Klebebildchen . . . Das ist bestimmt teurer, aber sooooo viel kann das nicht ausmachen. . . .
Im übrigen kann man beim BSH Nachtraege bereits runterladen.
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beste Grüße Stefan |
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