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Technik-Talk Alles was nicht Bootspezifisch ist! Einbauten, Strom, Heizung, ... Zubehör für Motor und Segel |
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Themen-Optionen |
#1
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Hallo!
Mal eine Frage an die Experten. Wie bemesse ich die größe also wieviel Li.pro minute die Bilge Pumpe leisten soll in einem (meinem) Boot? Habe ein kleines Sportboot mit den Maßen 435cm x 185cm (s. Bild). Gibt es da vielleicht eine Tabelle? Gruß, Markus |
#2
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Hi Markus,
eine Tabelle dazu habe ich bisher noch nie gesehen. Was soll die Bilgen Pumpe denn machen? Gemeint ist, Regenwasser ggf. automatisch abpumpen weil z.B. keine Persenning oder im Notfall bei Wassereinbruch?! |
#4
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So groß wie möglich ist immer gut,
aber man kann natürlich auch viel Geld ausgeben. |
#5
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Hängt auch davon ab, ob du einen Borddurchlaß hast/haben willst und welchen Durchmesser dieser hat/haben wird.
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Gruß vom schönen Mittelrhein Andre |
#6
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Hallo Markus,
planst Du das Teil als Ersatz für eine Plane bei Regen? Im Notfall schafft man manuell per Pütz locker 10l/sec! Leiste Dir lieber eine Schwimmweste. |
#7
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Hi,
so klein wie möglich, so groß wie nötig. Wo fährst du ? In einem vergleichbar großen Boot hatte ich eine Bilgenpumpe verbaut die um die 40 Liter in der Minute schaffte. Für Regenwasser ist das vollkommen ausreichend, sogar überdimensioniert, aber wenn dir mal eine Welle ins Boot schwappt kann die Leistung der Pumpe nicht groß genug sein. Kannst du das ausschließen reicht eine noch kleinere Pumpe. Gruß Udo |
#8
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![]() Zitat:
Nur zum Vergleich, mit Pütz oder Ösfass schafft man ohne Überanstrengung locker 500 Liter in der Minute. Viel Spass beim Sinken! |
#9
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![]() Zitat:
b) Das möchte ich doch wirklich gerne sehen wie Du "ohne Überanstrengung" und dann auch noch "locker" 500 Liter Wasser pro Minute beförderst. Du sprichst da gerade von einer halben Tonne... Die ersten 10 Eimer gehen noch fix, die nächsten 10 sind dann Eimer, der hundertste wiegt irgendwie viel mehr als 10 Kilo und nach dem 200sten machst Du die Grätsche - nach rund drei Minuten ohne Überanstrengung sollte das aber nicht sein, was? ![]()
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...::: Gruß, Erik :::... ![]() - commeo ergo sum! - Es muss nicht immer alles Sinn machen.
Oft reicht es schon wenn es Spaß macht.
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#10
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Udo hat's auf den Punkt gebracht.
So klein wie möglich und so groß wie nötig. Für Regenwasser reicht in der Tat eine kleine. Bei solchen Booten, wo keine Elektrik drinnen ist würde ich sogar eine Handlenzpumpe verbauen um alleine den Ballast durch die Batterie einzusparen (wenn sonst eben keine Elektrik da ist). 500 Liter die Minute mit der Hand schöpfen? Das möchte ich sehen ![]()
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#11
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dig günstigesten z.B. hier leisten 900 bis 1200 Liter und das sollte reichen, wenn dies nicht ausreicht, dann heißt es sowieso schwimmen....
http://www.awn.de/Technik/Sanitaer/B...4jtrp0iuocagk5
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servus dieter _________________________________ ...egal um was es geht, der Fehler sitzt meist vorm Gerät!! ![]() |
#12
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Eine Bilgenpumpe wiegt so gut wie nichts und kostet nicht viel, kann Dir aber im Falle
des Falles wahnsinnig weiterhelfen. Ich habe vier Stück verbaut, drei automatische und eine manuell schaltbare. Zwei hinten, eine bei einem Drittel und eine in der Mitte - alle mit Leistungen um die 500gph, also ~2.000l/h. Für ein richtig großes Loch reicht's nicht, aber kleineren Übeln wird man damit Herr. Von daher würde ich mich von dem "so groß wie nötig" verabschieden, weil man nie weiß wie groß die Not sein wird. So groß wie es geht ist die einzig richtige Antwort.
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...::: Gruß, Erik :::... ![]() - commeo ergo sum! - Es muss nicht immer alles Sinn machen.
Oft reicht es schon wenn es Spaß macht. |
#13
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Zur Orientierung:
Durch ein Loch DM 3 cm, 30 cm unter der Wasserlinie treten pro Sekunde etwa 7,3 Liter ein, also etwa 440 Liter pro Minute. Dh in etwa 4 Minuten ist die Badewanne voll. ![]() Da dein Boot aber so aussieht, als würde man die gesamte Bilge überblicken können, sollte man ein solches Loch sofort lokalisieren und mit einer Socke zustopfen können. ![]() Einem Wassereinbruch durch ein Leck ist mittels Pumpe sowieso kaum beizukommen, allenfalls gewinnt man etwas Zeit, um das Leck zu finden und abzudichten oder das Boot geordnet zu evakuieren. Daher würde ich die Pumpe eher auf Regen-/Spritzwasser dimensionieren, also eher klein, vielleicht so in der Größe der Rule 500 um 30 EUR oder so. ![]()
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Gruss Andreas ------------------ Es ist schon alles gesagt worden, nur noch nicht von jedem. (Karl Valentin) www.albin25.eu |
#14
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![]() Zitat:
Hast Du das Boot gesehen, oder plauderst Du nur, damit was geredet ist? |
#15
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Ah, Du hast also keine Antwort.
Dach ich's mir doch.
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Oft reicht es schon wenn es Spaß macht. |
#16
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Naja wenns für die entwässerung von Regenwasser gehen soll,
würd ich eine Automatik mit einbauen. Die bei einem bestimmten Wasserstand einschaltet und dann wieder abschaltet. So sollte gewährleistet sein, dass das Boot nicht absäuft.. |
#17
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Hallo rigi4566,
die Leistung der Pumpe muß zu dem Rauminhalt deines Bootes passen, viel Raum viel Wasser für das Boot auf dem Bild reicht eine kleine Pumpe aus die Johnson Pumpe unter dem Link kann ich dir empfehlen, einen Schwimmerschalter kann man nachrüsten, wenn es mal nötig wird oder gleich das selbe Model mit Schwimmerschalter kaufen http://www.awn.de/Technik/Sanitaer/B...cmfav36f3ln835 http://www.awn.de/Technik/Sanitaer/B...uo+220079.html
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Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel. ![]() Bertrand Russell Geändert von ralfschmidt (07.01.2014 um 01:52 Uhr) |
#18
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"keine Pumpe ist so effektiv wie ein Mann mit Eimer und in Panik" (nicht ganz ernst gemeint, aber auf einem offenem Boot nicht ganz falsch ;)
Man kann ja leider auf dem Bild den Innenraum des Bootes nicht sehen. Ich gehe aber mal davon aus das es fest einlaminierte Auftriebskörper hat (abgeschotteter Bug- und Heckbereich z.B.) also wird es wohl auch mit Wassereinbruch noch an der Oberfläche bleiben. Ich würde mir dafür eine kleine Handpumpe montieren oder ein Ösfass aus dem Jollenzubehör kaufen (oder aus einer alten Lenorflasche selber bauen) und keine extra elektrik montieren. Um Regenwasser während der Liegezeit im Hafen aus dem Boot zu bekommen wenn man nicht vor Ort ist gibt es eine sehr pfiffige kleine Pumpe die zwischen den Heckfestmacher und Boot montiert wird und mit jede Bootsbewegung die Pumpenmembran bewegt, das funktioniert wirklich gut (vorausgesetzt man liegt nicht in einem völlig windstillem Gebiet ;) "keep it simple" ist das Stichwort. Batterien müssen auch immer wieder geladen werden ;) Grüße Jan
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#19
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![]() Zitat:
ich spinne die Sache ja immer noch etwas weiter ![]() Was ist wenn ich mich verletzt habe ? Dann lege ich im Notfall nur einen Schalter um, habe aber vielleicht keine Kraft um mit einem Eimer mein Boot leerzuschöpfen. Eine Bilgenpumpe mit Schwimmschalter lässt das Boot auch nicht absaufen wenn ich ohnmächtig werde. Aber es ist doch wirklich kein Problem eine Bilgenpumpe zu verbauen und zusätzlich ein geeignetes Gefäß zum schpfen im Boot liegen zu haben. Aber man kann ja auch noch ein Beiboot oder eine Rettungsinsel mitnehmen ![]() Und da der TE sich nicht mehr gemeldet hat können wir hier nur raten wozu er die Bilgenpumpe benutzen möchte. Gruß Udo |
#20
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Nur so am Rande:
Eine Lenzeinrichtung ist imho mal grundsätzlich eine notwendige und unverzichtbare Sicherheitsvorrichtung. (Wir hier in Ö haben ja TÜV für Boote, und ohne Lenzvorrichtung keine "Plakette", ganz einfach. ![]() Und als Sicherheitsvorrichtung ist ohnedies Redundanz angesagt: Also entweder mind. 2 E-Pumpen oder 1 E-Pumpe + 1 manuelle Pumpe. Und dann - praktisch selbstverständlich - eine Ösfass um 1,49 oder die "bekannte" Lenor-Variante um 0,00 EUR. Bei uns im Clubhafen liegen an die 200 Boote, und praktisch jedes Jahr läuft eines voll. Die Gründe dafür sind vielfältig: mal ein defekter Persenningknopf, 3 Tage Dauerregen, ein bisschen Wind, der die Persenning ungünstig zurückschlägt, und die Persenning leitet dann den gesamten Regen ins Boot. Das Boot taucht hinten tiefer ein, bis schließlich über irgendwelche Öffnungen (zB Motorraumbelüftung) das Boot vollläuft. Oder ein Riss im Balg. Oder ein Seehahn, der vergammelt. Oder sonst was. Das Ganze passiert nach Murphy dann, wenn keiner nachsieht für 1 Tag. Dann die Bootseigner, die die Lenzautomatik ausschalten, weil ... 1001 Begründung dafür - oder gar keine Automatik haben usw. Auf dem Bild eine schöne originale "007-Carlson Glastron". Kleiner Riss im Balg, dann schließlich über die Luftschlitze vollgelaufen. Die "Lenzpumpe" mit der wir sie schließlich heben, hat 6,5 PS und fördert 60 (!) m³/Stunde mit einem 3-Zoll-Schlauch, also 1.000 Liter pro Minute! Damit gings grad mal so. ![]() Oder andertags: Eine schöne Boesch (Holzboot) fährt auf Treibgut auf. Der schöne Sperrholzrumpf reißt auf 10 cm Länge auf, grad mal ein paar Millimeter breit, der Riss. Und (Murphy!) natürlich an einer Stelle, wo man von innen nicht rankommt. Wie soll der Skipper nun manuell das Boot lenzen? ![]() Er muss sehen, wie er das Boot möglichst rasch ins Trockene bringt. Die elektrische Lenzpumpe hat ihm einigermaßen den Rücken freigehalten - und beherzte Gleitfahrt in den Hafen, weil der da der Riss nicht ganz unter der Wasser ist und daher weniger Wasser ins Boot schaufelt. Mit Pütz und Söße kann er Wasser schaufel bis zum Schlafengehen, heimkommen tut er damit nicht ... (Ist im Übrigen alles gutgegangen, dank elektrischer Pumpe). Was ich sagen will: Für mich lautet die Frage nicht: Elektrisch oder manuell, sondern selbstverständlich beides! Plus Ösfass. ![]()
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#21
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Die Idee mit dem Eimer innerhalb einer Minute 500 Liter Wasser aus dem Kahn zu befördern hat mich ja irgendwie nicht losgelassen.
Also rechnen wir doch mal. Laut Wikipedia liegt die Dauerleistung eines Menschen bei 80 bis 100 Watt (mein Chef meint allerdings, die liege doch sicher noch viel höher...) ![]() Wenn der werte Kollege nun 500 Liter in einer Minute bewältigen müsste, wären das in der Sekunde 8,333 Liter. Gesetzt den Fall, dass er die Feuchtigkeit auch noch einen Meter über die Bordwand hieven müsste, entspräche das einer Leistung von 1/(75/8,333)=0,1111 Ps. 1 Kw = 1,36 Ps Also 1/1,36 X 0,1111 =0,082 Kw = 82 Watt. Damit läge der eifrige Wasserschöpfer mit seiner Leistung im unteren Bereich der menschlichen Dauerleistung. Wenn das nicht mitgerechnete Gewicht des Eimers seine Muskelkraft jetzt nicht vorzeitig erlahmen lässt....... Wäre mal ein Thema für "Wetten dass..." Drei Stunden Eimer schwingen am Stück. Ziel 90 Tonnen Wasser bewegen. Ob das was wird... ![]() Und frei nach Theodeor Fonatane: "Hobie war unser Steuermann, er lenzte den Kahn bis wir das Ufer gewann.." Tja und zur Bilgenpumpe: So groß wählen, dass sie zeitgleich immer etwas mehr Wasser aus dem Kahn raus befördert als rein kommt. ![]() Gruß Robin
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Die Navigation ist eine Wissenschaft verschwommener Annahmen und stützt sich auf anfechtbare Werte, die als Ergebnis erfolgloser Experimente mit Instrumenten problematischer Genauigkeit von Personen zweifelhafter Zuverlässigkeit und fragwürdiger Geisteshaltung ermittelt werden. ![]() |
#22
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![]() Zitat:
![]() Das Gewicht des Eimers wird uU das Ergebnis nur wenig beeinflussen. Wer allerdings mal Liegestütz oder Kniebeugen gemacht hat, weiß, dass dies auch ganz ohne Wassereimer ermüden kann. ![]() Zu den 8,33 kg Wasser wäre also noch zB das Gewicht des Oberkörpers oder etwas in ähnlicher Größenordnung hinzuzurechnen, solange das Wasser nicht bis zu den Hüften steht, man sich also nicht mehr bücken muss. ![]()
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#23
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...und hinzu kommt, dass die Gesamtleistung sich auch auf den Gesamteinsatz aller Muskelgruppen bezieht.
Muss die Leistung jedoch von nur einem kleinen Teil erbracht werden (hier Rücken- und Armmuskulatur), sind diese sehr schnell an ihren Grenzen. Jeder der mal ein Dach klassisch abgedeckt hat (in kurzen Abständen stehend werden die Ziegel geworfen bis sie unten sauber ankommen) weiß das genau. Von decken (also die Ziegelnwieder hinaufwerfen) wollen wir gar nicht reden... ![]() Ein Dachziegel wiegt wesentlich weniger als ein Wassereimer... Abends hat man das Gefühl als müsste man aufpassen sich beim aufrechten Laufen nicht dauernd auf die Finger zu treten, so lang werden die Arme.
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Oft reicht es schon wenn es Spaß macht. Geändert von Mork (08.01.2014 um 11:55 Uhr)
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Ach mann uu
Rechnet doch nicht sowas vor ![]() Ich wollt den hobie doch schon zur Heuernte einladen ![]() Hans |
#25
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Wenn jemand 82 Watt leistet (also ordentlich was tut), dann benötigt er pro Sekunde Energie im Ausmaß von 82 Joule. 100g Dünnbier bieten etwa 82 kJ. Damit kann er also 1000 Sekunden Heu machen, also eine gute Viertelstunde. Macht pro Stunde 1/2 Liter Dünnbier oder 1/4 Liter Pils. Dh ein Kasten Bier (10 Liter) reicht somit für 40 Stunden Heuarbeit. Danach darf Hobie nicht mal müde sein, weil die gesamte benötigte Energie ja zugeführt wurde. ![]()
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