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Restaurationen Refits, Lackierungen, GFK-Arbeiten, Reparaturen und Umbauten von Booten aller Art. |
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Themen-Optionen |
#1
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doppelt gewölbtes sperrholz
Hallo Bastler!
Wer hat Erfahrungen mit der Verleimung von Furnieren zum Erhalt von gebogenen Sperrholzflächen. Ich wollte mal aus 3 Stück 6mm-Sperrholzplatten eine gebogene Platte zusammenleimen und war erschrocken, welche Brachialkräfte nötig sind um 6mm Baumarkt-Sperrholz mit 55cm Breite um 2cm durchzubiegen, auf einer Länge von ca. 1,7m! Ich vermute, so macht man das nicht! Nun werde ich bald wieder vor der gleichen Aufgabe stehen und bilde mir ein, daß man auf jeden Fall dünnere Schichten nehmen muß. Ggf. sogar dünne "Einzelschichten". Ist es in der Praxis möglich, mit diesen dünnen Furnieren(?) auch leicht sphärische Formen zu erhalten? Konket: Rand eines Bootsdecks, welches auf Bootslänge gebogen ist (kein Problem) aber dabei gleichzeitig noch zur Seite hin leicht gewölbt abfallen soll. Dies soll durch auftackern auf ein darunterliegendes Spantengerüst geklebt werden. Grüße! Dennis |
#2
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Hi Dennis,
Du "tackerst" Dein Boot zusammen?! Naja sei's drum, sowas erninnert mixh ans verleimen von Treppenkrümmlingen, im Prinzip das gleiche. Du mußt zunachst eine Art Käfig in Form Deiner Spannten zusammenschrauben. Darauf wird dann Furnier längs - Leim - Furnier quer - Leim - Furnier längs - Leim - usw., anschließend mit Zulagen und Schraubzwingen verpreßt, Dein eigenes formverleimtes Sperrholz hergestellt. Je dünner das gewählte Furnier ist, desto größer ist die Formbarkeit, aber desto mehr Lagen brauchst du logischer Weise auch. Ich würde Dir empfehlen Restfurnier zu besorgen, und zum Üben erstmal eine Rundung herzustellen. Gut ist auf jedenfall ein zweiter Mann. Viele Grüße Tom |
#3
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Re: doppelt gewölbtes sperrholz
Zitat:
mit 4mm geht das ganze Problemlos! Gruß Bernd
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#4
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Hab nochmal nachgedacht.
Ich denke, man muß es so machen: Aufs Spantengerippe wird zuerst der Bootslänge entlang mit Leistenbau (dabei sind dann sphärische formen kein problem) die sauber strakende Grundlage fürs Furnieren aufgebaut. Dann hat man auch den Untergrund, um das Furnier überhaupt auftackern zu können! Darauf kann man ja noch eine quergemaserte Schicht als Querverband (und um erste Erfahrungen damit zu sammeln) aufbringen und darauf erst das edle Sichtfurnier. Falls der Leistenbau, welcher eigentlich als Untergrund gedacht ist, widererwarten doch gut aussieht, kann man sich das Furnieren evtl.gänzlich sparen. Ich frage mich nur, ob man sowas ohne Vakutechnik überhaupt ordentlich hinbekommt? Grüße! |
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