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Restaurationen Refits, Lackierungen, GFK-Arbeiten, Reparaturen und Umbauten von Booten aller Art. |
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Themen-Optionen |
#1
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1K-Lack direkt auf Mahagoni? Welcher Lack ist der beste?
Ich weiß, es ist die tausendste Frage zum Thema, aber es gibt ja immer auch neue Erfahrungen zum Thema.
Also ich hab ein altes kleines Holzboot (PGH Favorit) komplett abgebrannt und abgeschliffen. Das wurde bei dem fast 40 Jahre alten Boot noch nie gemacht. Der alte Klar-Lack hatte sich an wenigen Stellen durch ursprünglich mechanische Beschädigung dann gelöst. Sonst sah er einfach unansehnlich und eben alt aus. Was also nun? Bei den Decksfugen hab ich mit ner Flex sauber den alten Kitt rasgeballert und die Fuge damit auch nachgezogen. Nicht sehr tief. Werk ist drinne.Nun würd ich wegen dessen Eigenfarbe am liebsten Sikaflex braun reinziehen. WKT ist wohl besser, aber leider nur schwarz. Lackfrage: Schooner oder Epifanes oder anderer Geheimtip? Und: diese direkt auf Holz? Kann ich kaum glauben Die Halle in der ich das mache ist nicht beheizt und im Winter sicher ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit. Warten bis Frühjahr? Danke euch |
#2
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Willkommen im Club!!!!
Lackieren von Holz: hier scheiden sich die Geister!!! hast du schon 1 x die Suchfunktion benützt?? gib einfach ein: Benar, oder Owatrol, oder Le Tonq* ... du wirst sehen wie viel da steht. Ich persönlich benütze Owatrol - sowohl das "normale" Öl, als auch D1 bzw für Hochglanz D2. Ich bin damit sehr zufrieden, aber das ist wirklich eine "Geschmackssache". Bezüglich der Decksfugen würde ich persönlich zu WKT tendieren, da es für unsere Holzboote besser ist. Hast du ein Bild vom fertig geschliffenen Boot? Hast du kalfatert? LG Peter
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Holzboot! - als hätte ich sonst keine anderen Sorgen... doch! - ein Boot aus GFK |
#3
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Re: 1K-Lack direkt auf Mahagoni? Welcher Lack ist der beste?
Zitat:
WKT ist ein feines Zeug zum vergießen von Decksfugen, kenne ein paar Boote auf denen das Teakdeck damit vergossen ist, hält inzwischen schon 20Jahre ohne ablösungen oder alterserscheinungen. Jetzt kommt das ABER: WKT läßt sich nicht überlackieren!! WKT ist ein Silikonhaltiges Produkt (deswegen ist es auch so wunderbar flexibel, auch noch nach vielen Jahren), der Lack wird auf den Fugen nicht halten und die Folge wird sein das der Lack an den Kanten von Wasser unterwandert wird. Wenn du das Deck also lackieren willst, nimm für die Fugen Pantera oder Sika, aber schön die die Fugenkanten vorher primern sonst hält das auch nicht sehr lange. An Lack kannst du eigentlich jeden 1K Lack verwenden, egal von welchem Hersteller. Schooner von International und Epifanes haben m.Mg. nach den besten Glanz und lassen sich auch gut verarbeiten. Wenn du auf rohem Holz lackierst solltest du die erste Schichte mit 25% verdünnen, der Lack zieht dann besser ins Holz ein. Bei rohem Mahagonie solltest du Beize dem Lack zufügen. Mahagonie bleicht ohne Beize nach kurzer Zeit (2 Jahre) wieder aus, der Ursprüngliche rote Ton wird dann immer gelblicher. Du kannst einfach max. 10% Interstain dem Lack beigeben (dann solltest du aber Beize und Lack von dem selben Hersteller nehmen), oder das rohe Holz mit einem lappen beizen, keinen Pinsel für die pure Beize nehmen, man hat dann nicht so gute kontrolle über den gleichmäßigen Auftrag. So, viel Spaß bei der weiteren Arbeit, wäre schön wenn du mal ein Bild vom Endergebnis postest. Man gibt hier so oft Tips und was dabei rauskommt bleibt oft unbekannt. Grüße Jan |
#4
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Danke für die ersten vielen Tips!
Klar Foto kommt! Die Fugen waren mit uraltem brutal harten Kitt. Erst hab ich sie mit selbst geschliffenen Werkzeugkralle rausgeholt. Soweit das ging, Sah aber ungerade aus und Reste von Kitt waren immer noch drin. Das Werk ist noch drin, so teif bin ich nicht gegangen. Gelesen hab ich ich hier und im per Google bis gestern Nacht um halb 2. Dann war ich völlig verwirrt von Owatrol D1/2, Benatar und den vielen Klarlacken. Was sich schon rauskristallisiert: - Wenn Lack dann doch Sikaflex, wegen überlackieren, - den Beize-Tip - 2K-Lack ist zu hart für Plankungen - was ist mit "Weicon" für die Fugen? - Weicon und Pentara gibs die nur in schwarz? ->Würdet ihr die Fugen auf Deck schwarz machen? Was noch unklar ist: - verändert der Fugenprimer z.B. von/für Sikkaflex die Farbe nicht lokal? - muß ich denn das rohe Holz nicht vor dem Lackieren irgendwie "primern"/behandeln? - Da das Heck wegen dem Motörchen immer mal wieder drauf gesessen oder gewerkelt wird, ist die Owatrol-Variante wirklich so geeignet?Und wenn ja auch für die Seiten und für die Kanten und Leisten? Bei der Owatrol-Variante schreckt mich der jährliche Auffwand ein wenig.Nicht immer ist der Herbst so schön sonnig wie diesmal! Und wenn doch, kann man dann trotzdem später umsteigen ohne und überlackieren? Ich will doch nix falsch machen und es soll ja auch halten. Anmerkung: Das Boot liegt im Winter drinne und im Sommer die allerlängste Zeit unter ner lichtechten Persennig draußen am Steg.Viel Sonne! Gefahren wird nicht so übermäßig viel (leider ) Nachfrage: ich will die ganzen Beschläge (Alu) usw. in Beize regelrecht einlegen um sie von der alten Lackkruste zu befreien. Geht das? |
#5
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Zitat:
Also ich verstehe dich, dass du den Uraltkitt herausgefräst hast!!!! Es ist richtig was Jan schreibt, dass man das heute mit dem Fugenaufsatz vom Fein macht, aber immer ist das auch nicht gut. ich habe z.B. die Fugen bei meinem Boot tw. mit einer Handkreissäge aufgeschnitten, da der Vorbesitzer richtig gewütet hatte... Das Problem ist nur: hast du wirklich gerade geschnitten! sonst sieht man das später an den Fugen. Wegen deiner Fragen zu den Farben: Also ich würde gerade die Stellen, die häufig benützt werden, mit "Öl" behandeln (Owatrol, Benar etc) Der Aufwand ist eigentlich nur im ersten Jahr riesengross, da du so ca 20 Anstriche aufbringen musst. Dann reicht eigentlich 1 Anstrich max. 2/Jahr um immer ein "schönes" Boot zu haben. Ausserdem dringt das Öl tief ins Holz ein und eventuelle Kratzer sind nicht gleichbedeutend mit Lackablösung. Obendrein gibt das einen wunderschönen Glanz!!! Das Problem bei den Ölen ist jedoch, dass das Holz nicht mehr quillt. Das kann bei Naturholzbooten zu Undichtigkeit führen. Ich habe beim Sikaprimer keine Verfärbungen bemerkt, weder auf Teak noch auf Mahagonie - ist aber subjektiv. Zu deinen Alubeschlägen kann ich dir leider nicht weiterhelfen, - ich habe alles in Messing - und die wurden von mir poliert und nicht mit Chemie behandelt. Dazu gibt es bei uns im Forum richtige Spezialisten - Hoffe, dass die sich dazu melden. LG Peter
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Holzboot! - als hätte ich sonst keine anderen Sorgen... doch! - ein Boot aus GFK |
#6
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Die Fugen sind eigentlich recht gerade geworden. Ich hab auch nicht sehr tief geflext, nur bis ans Werk ran.Die Flexscheibe ist auch sehr schmal.
Ich hab sie ganz vorsichtig geführt, wobei mir der Funkenschutz als Auflage und Führung diente. Das mit dem Quellen ist ein gewichtiges Argument, der Kahn liegt recht tief schon bei 2 Personen. Naja, die Alubeschläge sind sehr klein, ich überlege schon einige wichtige davon gegen Niro zu ersetzen. Frage: Woher bekommt man eine (halbwegs) passende Bootsspitze mit Öse für den Festmachkarabiner. Das Originalteil aus Alu ist wirklich nicht mehr dolle. In div. Boote-Onlinekatalogen hab ich alles Mögliche, nur nicht sowas gefunden. |
#7
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Hallo wartifan,
Bin eben mit dem Lackieren eines Kielzugvogels fertig geworden. War mir auch nicht schlüssig wie ich genau vorgehten sollte, je nach Forum und Beitrag ist ja alles und nichts geeignet. Habe mich dazu entschlossen mit International Produkte zu arbeiten. Habe zuerst mit Interstain gebeizt (einmal reicht auch wenn es gerade nach dem Lackieren ein bisschen hell aussah), und danach 6mal mit Schooner gestrichen. Bin mit dem Resultat super zufrieden. Haftprobleme konnte ich beim Streichen auf den Sikaflex Fugen nicht erkennen... Da ich erst letzte Woche die letzte Lackschicht aufgetragen habe, kann ich über Langzeiterfahrungen nicht bereichten... Ah ja, ist natürlich ein Sperrholz Boot... Bei Massiven Holz würde ich aber ebenso vorgehen... Mfg, Swissvelle |
#8
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Suche bei Toplicht.de oder Segelladen.de nach Buggriff oder Torpedo-Klampe.
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Gruß Uwe - und hier meine Homepage |
#9
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Hm,klingt ja erstmal gut.
Was hat dich zu Schooner greifen lassen statt Epifanes? Beim Beizen hab ich ein wenig Sorge, daß man das bei Reparaturen nicht mehr so hinbekommt.Wollte eigentlich nicht beizen. |
#10
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Hallo, Wartifan,
original DDR-Beschläge gibt´s hier: http://www.yachtklinik.de/db77.html Ansonsten viel Hilfe speziell zum DDR-Boot auch hier: http://www.oldieboote.de/ und http://www.f27.parsimony.net/forum66949/ Grüße, Stefan |
#11
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Der Glanzunterschied zwischen Schooner und Epifanes ist kaum zu bemerken, bei der Verarbeitung gibt es schon Unterschiede. Der Schooner hat eine kürzere Trockenzeit, Epif. läßt sich dafür länger noch nacharbeiten falls man mal doch einen Läufer fabriziert hat.
Es ist in den meisten Fällen besser bei einer Produktlinie zu bleiben, gerade wenn man auch mit Beize arbeitet, es könnte mal sein das sich ein Lack nicht mit dem Lösemittel der Beize eines anderen Herstellers verträgt. Deine Sorge mit der Beize ist, bei sorgfältiger arbeit damit, grundlos. Auch Reparaturstellen lassen sich später wieder in dem gleichen Farbton anpassen. Das Foto unten ist von einem Boot an dem ich gerade arbeite, die Leiste auf Deck ist erneuert worden, das Deck davor ist nur mit Lack und 10% Beize aufgefrischt worden, man kann jetzt nach 4 Schichten Lack keine Farbunterschiede mehr feststellen. Lack war übrigens International Goldspar, Beize war Interstain. Grüße Jan |
#12
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Danke für die Links, werd ich duchackern.
Sieht ja richtig gut aus! Ist denn der Goldspar auch genügend UV-geschützt? Was meint ihr, ganz leichte "Schatten" die noch drin sind brutal wegschleifen bis zum Wahnsinn (der Bandschleifer schmeißt raus ohne ende), oder bügelt der Lack das weg? Auch noch: ein paar Senkkopfschrauben aus Messing haben an Deck den Kopf etwas eingebüßt beim Schleifen. Ein Problem? |
#13
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Zitat:
Als erstes: der Bandschleifer kommt wieder ins Regal im Keller, am besten nach gaaanz hinten, da gehört er hin, jedenfalls bei den Arbeiten die du hier vorhast!. Wenn du schon die Schraubenköpfe an Deck glattgeschliffen hast, dann ist schon ganz schön viel vom ursprünglichen Deck weggeschliffen. Normalerweise werden die Schrauben im Holz versenkt (ca. 4-5mm) und das Loch dann mit einem Holzpropfen verschlossen. Der übliche Weg wäre jetzt die Schrauben entfernen, das Loch mit einem Forstnerbohrer nachsenken eine neue Schraube einsetzen und das Loch wieder mit einem Propfen verschließen, danach den Propfen abschneiden und glattschleifen. Wenn noch Schatten im Holz sind und sie gehen partout nicht rauszuschleifen, lass sie drin, es ist halt auch kein neues Boot. Du bekommst im Alter doch auch Falten Es bring nichts auf einer Stelle rumzuschleifenund nachher siehst du zwar die etwas dunklere Stelle nicht mehr dafür aber die Senke die du reingeschliffen hast (und das sieht man wenn lackiert ist sofort) Der Goldspar Lack von International ist ein 1K-Lack auf Polyurethan basis, hat eine sehr harte Oberfläche (fast wie 2K-Lack). Auf deisem Boot hab ich ihn genommen weil ein 2K-Lack als Untergrund vorhanden war aber nicht wieder mit 2K-lackiert werden sollte. Er ist, lt. International sehr UV Beständig, aber vom Glanz nicht ganz so wie Epifanes. Auch die Verarbeitung war zu Anfang nicht so einfach, Der Lack trocknet so schnell das ein ganz leichter Luftzug in der Halle schon ausreicht um die Lackierung zu versauen, einmal mit dem Schlichtpinsel auf eine schon leicht angezogene Stelle und diese Fläche ist nach dem trocknen Stumpf, das geht innerhalb von 1-2Minuten. Dafür baut er aber auf rohem Holz relativ schnell eine gute schichtdicke auf, 4-5 Schichten reichen da, allerdings muß auch immer zwischengeschliffen werden um eine glatte Oberfläche zu bekommen. Grüße Jan P.S. .... und stell den Bandschleifer weg!!!! |
#14
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Hmm, aber ohne Bandschleifer würde das nicht gehen - es sei denn mit 20 Sklaven
Ist ja auch nur noch eine Seite zu machen und kein Sperrholzboot, die Planken sind 12mm dick. Der Hinweis mit der Lackverarbeitung erscheint mir wichtig! Das Problem ist, das ich mit dem Lacken genau in den Winter komme. Ungeheizte Halle, Erdfußboden, Flußnähe! Die Schrauben waren immer zu sehen solange ich denken kann. Die varen auch von Hause selbst an den Seitenleisten innen nie Verplombt. Und komplett abgezogen bis aufs Holz hah das Boot vorher auch noch niemand. Das sind auch sehr kleine Messingholzschrauben. Die Planken sind dagegen duchgehend Kupfervernietet. |
#15
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Re: 1K-Lack direkt auf Mahagoni? Welcher Lack ist der beste?
Zitat:
bist du unter diesem nick auch im (neuen) zentralen wartburgforum? aber erstmal zum lack: ich hab meine kahn vor drei jahren komplett abgeschliffen und mit epiphanes lackiert leider stellte sich im laufe der zeit heraus, dass dieser lack doch recht gern von feuchtigkeit unterwandert wird. das gibt dann hässliche blinde nlasen. diesmal hab ich mich für Jotun Benar UVR entschieden. wie der name schon andeutet enthält der lack natürlich nen UV-schutz. als grundierung und schutz hab ich unmittelbar nach dem schleifen 2 schichten halb-öl, also 50% leinölfirnis und 50% balsam-terpentin (kein tepentin-ersatz!!) aufgetragen das hat den vorteil, dass bei weiteren arbeiten das holz nicht durch schweiss, schmutz, vogeldreck versaut wird. fragen und antworten zur lackierung sind auch immer sowas wie glaubensbekenntnisse ich hab mich für Benar entschieden weil/obwohl das zeug nicht extrem glänzend ist. wichtig war für mich die hohe dampfdurchlässigkeit (lack wird nicht unterwandert) und die einfache auffrischung. ob das alles so stimmt kann ich dir in drei jahren sagen... Benar verliert pro saison eine bis zwei schichten die verschwinden ins nichts auffrischen musste dann also jedes jahr aber es ist fast kein aufwand während andere noch polieren biste schon fast fertig holz mit glitzi- oder lurexschwamm abwaschen trocknen lassen ne lackschicht aufpinseln, evtl. am näxten tag ne zweite und dann lass den kahn einige woche ruhen Benar ist relativ flüssig, nasen und gardine lassen sich problemlos wegpinseln. bei deiner bootsgrösse kommste mit ner 750ml dose für ca. 20 euronen gut aus und hast genug übrig für kleinteile im maritimen haushalt (zewarollenhalter, garderobenhakenbrettchen, pflanzenpresse etc.) ich hab teststücke schon bei 5° im märz bearbeitet das geht, dauert aber mit dem trocknen einige zeit zum schleifen: wenn du jede kleine macke komplett entfernen willst wird dein rumpf nach kurzer zeit nur noch die halbe dicke / wandstärke haben. geh das entspannt an. der bandschleifer mit 80iger band fürs grobe arbeiten der exzenterschleifer mit 80iger ist schon etwas feiner nach zwei oder drei schichten lack gehste mal nass mit feinerer körnung (zb. 240 - wasserfest) ran warum nass? dein lack ist auch nach drei tagen noch etwas klebrig ausserdem ist nass schleifen wirklich nicht viel anstrengender als nass abwischen. zusammenfassung nach dem grundschliff ein- der zweimal mit halböl grundieren dann zwei bis drei lackschichten zeitabstand bei 20° ca. 12 bis 24 std. --> datenblatt lesen ! nach der zweiten oder dritten schicht zwischenschliff (240iger) nun nochmals zwei bis drei schichten lackieren wenn du ein fanatiker bist nochmals diese prozedur wenn du zu nikolaus fahren willst das wars für dieses jahr have fun le loup
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www.oldieboote.de - der treffpunkt für das klassische motorboot mit wartburg, trabant, P70, lada, skoda oder auch modernem motor und dessen eigner/eignerinnen . |
#16
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So, heut gehts weiter mit fertigschleifen/feinschleifen. Vielleicht schaffe ich die Tage auch noch das Sikaflex für die Decksfugen.
Ich werd das Sika nehmen weil: - es braun ist - es überlackierbar ist - es ja durch den Lack eh UV-geschützt wird - die Fuge ja eh nur dicht und abgeschlossen sein muß - das Deck ja nicht begangen wird - es ja so schlecht nun auch wieder nicht sein wird und sicher Jahre halten wird. Der Kitt hats fast 40 Jahre getan (gut die letzten 10 sah er nicht mehr gut aus) Ich bringe Fotos mit, auch von der Planke (keiner ne Idee dazu?) |
#17
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Einen wunderschönen Sonntag Abend!
So, Bilder kommen später! Das Wetter ließ mich nicht direkt am - aber dafür fürs Boot arbeiten: Hab mal von "alten Haasen" Infos eingeholt: Die (vereinheitlichte) Empfehlung zum Lackaufbau: - Schwammtest mit klar Wasser wegen Restflecken - Holz nach Trocknung des Schwammtests 1.Lackierung verpassen (Fasern aufgerichtet!) - Beizen nicht nötig, wird zu rot - Epifanes in Stufen verdünnt mit Vosschemie Farb-Additiv Farboptimizer satt Verdünnung - Die Stufen sind 15% auf Rohholz, dann 10% dann 5%. - 6 Schichten - Nach 2. Schicht schleifen - Holzstoßkanten ganz leicht mit z.B. Roulladennadel aufkratzen/keilen. Damit ist der Dreck/Schleifrest raus, der Lack läuft rein. Der Lack kann so nicht von den Stoßkanten mit Feuchtigkeit unterwandert werden. Sikflex Decksfugen: - In die Fuge Wurst einbringen - 30 Minuten trocknen lassen - mit Spachtel Überstand flach abstoßen -kein Dreck-kein schmieren Dann hab ich noch etliche Niro-Schrauben für die Beschläge später gekauft, nervig!
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#18
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Hallo,
da hst du ja mal jemanden getroffen der sich auskennt, jedenfalls mit dem lackieren mit den Sikafugen wirst du mit der Methode die Du vorhast nicht viel Freude haben. Hier mein Arbeitsablauf beim Fugen: 1. Fugen ausfräsen, mit Lamellofräse und Anschlag oder Fein Multimaster mit Hakenmesser. 2. Fuge schleifen, damit die Kanten jetzt nicht schräg abgeschliffen werden wie ein V nehme ich eine dünne Holzleiste oder eine alte Segellatte von ca 20cm Länge, um die Segellatte wird Schelifpapier gelegt und man kann sehr genau die Fugen schleifen. 3. Saubermachen 4. Fugen abkleben, nicht genau bis an die Kante sondern noch einen winzigen Spalt frei lassen, damit das Sika auch wirklich bis an den Rand der Fuge geht (schleift sich später weg) 5. Fuge mit G4 oder entsprechendem Sika-Primer behandeln (ich glaub ja das der teure Primer von Sika auch nur G4 ist) 6. Sika mit der Kartuschenpresse in die Fuge drücken, ganz leicht überstehen lassen. 7. Fuge mit Spachtel glattziehen (sofort nach dem einbringen in die Fuge, wenn du noch 30min. wartest hat sich schon eine Haut gebildet und du ziehst das Sika wieder aus derNaht raus oder bekommst eine ungleichmäßige Oberfläche) 8. sofort nach Punkt sieben das Tape abziehen 9. 2Tage später, besser 3, das Deck noch einmal schleifen 10. FERTIG Ist sehr viel weniger Arbeit als deine Methode und wird sauberer aussehen. Grüße Jan
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#19
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Jetzt geb ich hier wieder Tips und in der zwischenzeit hab ich die Auktion mit dem Hafentrailer verpasst wegen der ich eigntlich den Rechner eingeschaltet hatte
Wäre ja auch gar nicht so schlimm wenn der Trailer nicht auch noch für 1€ weggegangen wäre so ein Mist!!! Jan |
#20
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Ach menno! Aber bei Eb** wird das schon wieder!
Aber danke für den Tip. Die Fugen sind sehr schmal, sind ursprünglich herstellungsmäßig mit Kitt zu gewesen. Darunter ist Werk drin. Diesen hab ich auch dringelassen, nur rausgekrazt und die Fugen mit ner Flex vorsichtigst (!) nachgezogen. Da ich eh nachschleifen wollte, gehts nicht auch einfach mit Gummihandschuh und Finger? Das Abkleben ist ja ne irre Arbeit bei den kleinen Fügchen! Der meinte ja auch 30 Minuten, eben damit das ein wenig anzieht und nicht mehr klebt. Dann wirds quasi abgeschnitten/gestoßen. Die Frage ob sich das nicht aus der Fuge rauszieht verneinte der ... |
#21
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Zitat:
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Aber musst du selbst wissen was du machst, jeder lernt aus seinen eigenen Fehlern Grüße Jan |
#22
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Hmm, ich geb ja nur wieder was der gemeint hat.
Noch ist es ja nicht soweit, abkleben geht natürlich auch. |
#23
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Hallo Wartifan,
wenn du hinterher nochmal gründlich schleifst, musst du nicht abkleben, das sika wird, nachdem du es mit dem Spachtel glattgezogen hast, auf dem holz total hart und abschleifbar, über der Fuge bleibt es gummiartig. Lackiert wird das ganze dann zum Schluss. Dein Lackaufbau ist ziemlich gut, ich möchte ich mach aber der Methode vom Le Loup anschließen. Es geht dabei um die uralte Frage "Lack oder Öl". Lacke wie Schooner, Epiphanes etc. sind härter im Abrieb und glänzen mehr. Der Nachteil: Sie bilden eine geschlossene Schicht, die meiner Erfahrung immer genau an den Stellen wo das Holz arbeitet aufbricht, also an den Fugen. Das ist vollkommen unabhängig, ob du das Deck betritts oder nicht, die Spannungen im Holz im Laufe einer Saison reichen vollkomen aus. Öle , wie Owtrol oder Benar ziehen direkt in Holz, die sind weniger abriebfest und glänzen weniger, haben aber den riesenvorteil, das wesentlich elasticher sind, sie eben keine geschlossene Schicht bilden, und deshalb an den Fugenkanten eben nicht aufreissen. Zudem kannst du kleinere Macken im Holz immer wieder nachölen, ohne das es Ränder zu der bestehenden Ölschicht gibt, bei Lack kriegst du das kaum richtig hin, du musst, wenn du den Fleck vermeiden willst, meistens die die gesamte Fläche um die Macke herunterschleifen. Um dich jetzt vollkommen zu verwirren, gibt es die sogenannen Lacköle . dazu zählen Le Tonkinoise oder z.B. ein Produkt der Firma Höveling, welches einfach Lacköl heisst. Das sind im Prinzip Öle, die aber durch irgendwelche Behandlungen lackähnliche Eigenschaften haben, auf alle Fälle haben sie weiterhin die notwendige Elastizität und einen ziemlich guten Glanz, wenn das die Eigenschaft ist, die du suchst. Zur besseren Anschauung , hier meine Decksanierung mit Lacköl von Höveling, das ist jetzt zwei Jahre her, ich mache es übrigens genauso wie Le Loup. Das letzte Bild ist von gestern, das Boot ist ungeputz und poliet , aber nach zwei Jahen immer noch ganz gut im Glanz, und vor allem keine einzige aufgerissene Fuge. |
#24
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Die Fugen sind übrigens von Hand ausgeschliffen. Man kann das, wie man sieht, mit mehr oder weniger Sika machen, wenn man vorsichtiger ist, muss man hinerher weniger Schleifen.
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#25
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Leider habe ich kein Bild gemacht, von dem Verschleifen der Fugen mit dem Deck. Es sieht dann praktisch so aus wie auf dem Bild oben nur ohne die schwarzen Stellen auf den Planken. Dann Lacköl, genau so wie von Le Loup beschrieben. Glänzt neu wie Lack, oder?
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