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Motoren und Antriebstechnik Technikfragen speziell für Motoren und Antriebstechnik. |
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#1
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Hallo Allerseits! ;)
Erst mal herzlichen Dank für die Aufnahme, und da komm ich auch gleich mit einem Kopfzerbrecher und verzweifeltem Hilferuf. Es wird jetzt etwas länger, weil ich lieber gleich einige Punkte beantworte die sicher aufkommen werden. PROBLEM: Mein Motor verliert manchmal plötzlich massiv Öl, und ich weiss nicht genau wo, und vor allem nicht warum. Der Motor ist ein VOLVO MD5, unbekannten Alters aber in einer Jeanneau Folie Douce Baujahr 1978. Vermutlich original Motor, mit Saildrive. SYMPTOME: es ist bisher 5 mal aufgetreten, immer nach mehrstündiger Motorfahrt . Da ich keinen Drehzahlmesser habe würde ich schätzen dass ich bei ca 60 % Leistung fahre. Nachdem mir das zum ersten mal paassiert ich schaue ich alle 10 bis 15 Minuten nach. Kein öl, kein leck, kein tropfen... irgendwann nach 6 Stunden oder so, und vielleicht nachdem ich kurz mal etwas raufgedreht habe auf ca 75 % schau ich wieder nach und habe plötzlich einen halben liter oder mehr in der Bilge. beim letzten mal musste ich ca 0.75l nachfüllen. Nach dem Ölausstoss nehme ich sofort Gas weg, fülle Öl nach und kann dann wieder stundenlang fahren OHNE Ölverlust, wieder kein Leck, kein Tropfen... WO? : Schwer zu sagen. Da das passiert wenn der Motor gut warm bis heiss ist, ist das Öl dann so flüssig dass es gleich runterläuft. also keine klaren Kriechspuren. Es scheint vorne am Motor runterzulaufen. Unter dem Motor ist ein kleiner Bereich der Bilge abgedämmt durch Wrangen und dort sowie hinter dem Motor findete sich kein Ö, ausschliesslich VOR dem Motor. DIE ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN: Messstab oder Filter - das Öl würde dann unter den Motor laufen, da is nix. Deckel - da ist nix zu sehen. Dichtungen - nirgenwo lecks, nichts zu sehen Kurbelwelle... wenn es da rauskäme (und das vermute ich zur Zeit) warum ist dann dort normalerweise kein Leck? Ich lebe ganzjährig auf dem Boot hier in Zeeland, NL, und der Motor läuft seit drei Jahren für mich einwandfrei, startet gut, kein Wasser im Öl, kein übermässiger Rauch, alles OK. Meine Frage: - Hat das schon mal jemand irgendwo gesehen??? - wie kann es sein dass absolut kein Tropfen Öl nach sech Stunden Fahrt kommt und dann nach sechs Stunden und 5 Minuten ein halber Liter??? HIIIILFE ![]() ![]() ![]() |
#2
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so sieht das aus
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#3
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Da fallen mir auf Anhieb einige mögliche Ursachen ein:
- Kurbelgehäuseentlüftung verstopft Dadurch baut sich langsam Druck im Kurbelgehäuse auf, der dann irgendwann Öl aus dem Meßstab, oder diversen Dichtungen drückt. - Das Öl kann nicht schnell genug aus dem Zylinderkopf ablaufen und im Laufe der Zeit steigt der Pegel unter den Ventildeckeln, Irgendwann leckt es dann durch die Ventildeckeldichtung Ich würde mal einen transparenten Schlauch auf den Ölmessstab drücken und den dann in einen Eimer leiten. Dann siehst Du, ob Druck im Kurbelgehäuse entsteht und Du siehst auch, ob das Öl dort herausgedrückt wird. Aber das ganze gut beobachten, nicht, dass der Ölvorrat plötzlich leer ist .. Gruß Götz
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#4
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Moin Götz
An die beiden Varianten, Zylinderkopfdeckel und Kurbelgehäuseentlüftung habe ich auch schon gedacht, wo bei dem MD5 Einzylinder das Entlüftungsventil sitzt weiß ich nicht oder ob der überhaupt eines hat so wie mein Farymann. Gruß Hein
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#5
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Danke Götz - in diese Richtung hatte ich auch schon gedacht. Der plötzliche Ausstoss würde sich durch Überdruck erklären
Allerdings hat der MD5 meines Wissens keine Entlüftung oben am Ventildeckel, mit dem Schlauch der zum einlass führt glaube ich mich zu erinnern bei anderen Motoren, und mir nicht klar ist wie beim MD5 ein entstehender Überdruck sich entladen kann?? |
#6
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![]() Zitat:
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#7
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#8
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Das Werkstatthandbuch zeigt einen Kanal vom durch den Kopf zur Kurbelgehäuseentlüftung. Das entlüftet aber nur unter den Ventildeckel, also nicht nach draussen.
Mal angenommen das wäre verstopft ... kann man da mal stochern? und anders rum wenn nicht verstopft, wohin wgeht der drucdann nach draussen? Ist der Deckel Einfüllstuzen mit der Feder vielleicht auch eine Entlüftung? |
#9
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Irgendwie muss der Überdruck aus dem Kurbelgehäuse entweichen können. Beim Mercedes SLK gabe es innen im Motor Kanäle, durch die der Überdruck direkt in den Ansaugkanal geleitet wurde (zusätzlich zur Absaugung über den Ansaugschlauch hinter dem Luftfilterkasten.
Füllte man zuviel Öl ein (Maximum im Warmzustand war schon zu viel), verkokten diese Kanäle und es wurde Öl in den Ansaugbereich gedrückt. In diesem Fall wurde das Öl zwar verbrannt,m aber weg war es auch. Irgendwo muss es eine Kurbelgehäuseentlüftung geben und wenn die (teilweise) zu ist, dann entsteht Druck. Gruß Götz |
#10
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#11
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#12
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Kann das der kanal auf dem Bild sein?
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#13
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Moin
Steht doch in der Bildbeschreibung "Rohr 3 ist die Kurbelgehäuseentlüftung", ergo müsste dann ein Schlauch oder Rohr von der Ventilhaube zum Ansaugweg führen. Ob das funktioniert kann man testen, wenn man den Motor mit der Handkurbel oder dem Schwungrad über OT dreht, etwas zügig am besten im Ansaugtakt, dann müsste durch die Kolbenabwärtsbewegung hier ein kleiner Luftstrom resultieren, mein Kurbelgehäuseentlüftungsventil mach "pfotschklack"wenn es ordnungsgemäß arbeitet. Gruß Hein
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#14
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bei der Nummer drei steht doch kurbelgehäuseentlüftung dran
oh zu langsam dazu empfehle ich die Lektüre des segeln-forum.de. das ist zwar gerade down und wird überarbeitet, aber spätestens morgen soll es wieder Gene. dort hat diese Jahr jemand so einen Motor komplett zerlegt und saniert. der hat auch richtig Ahnung, den würde ich auch mal fragen
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#15
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Erst mal besten Dank an alle.... muss ich noch mal weiterforschen. Herrmann - der Teilekatalog is super, auch wenn ich da keinEntlüftungsventil sehen konnte. Götz - ich werd mal den Schlauch probieren.
Gruss aus Zeeland Gerd |
#16
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Richtig, so seh ich das auch, und bei andren pentas hab ich das auch gesehen, aber eben nicht beim MD5
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#17
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Hatte so etwas mal bei einem gemieteten Radlader.
Stundenlang war alles gut, auf einmal sprudelte fröhlich Öl in den angebauten Auffangbehälter (immer kurz nachdem man das Ding mal gefordert hatte). Peilstab war falsch. Da waren gute 3l Öl zu viel im Motor. Durch die Last ging die Temperatur hoch und es sprudelte. Die vorherigen „Helden“ haben das dann immer einfach wieder zurückgekippt. Erst beim größeren Service wunderte man sich warum die Auffangwanne übergelaufen ist obwohl im Motor gar nicht so voel drin sein dürfte. …das Leid eines Mietgerätes… Würde erstmal das kleinste Übel sein.
__________________
Liebe Grüße aus Berlin/Brandenburg. Daniel
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#18
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#19
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Konntest du mal feststellen das der Ölstand höher wurde? Es kann nämlich auch an einer Ölverdünnung liegen.
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Gruß Marco ![]() ![]() ![]() ![]()
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#20
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Gerd |
#21
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sonderbar, bei meinem Yanmar 6lpa hab ich das gleich Phänomen.
Unter Last spuckt er vorne unkontrolliert größere Mengen an Öl raus. Ich hab schon den Kurbelwellen Simmering und andere Sachen getauscht, ohne Erfolg. Kurbelentlüftung ist frei und sonst konnte ich nix finden.
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#22
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HAH! endlich mal jemand mit dem gleichen Problem
![]() ![]() wo genau kommt es bei dir raus? Simmering? Gerd |
#23
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Hier sieht man z.B. beim MD7 die Enlüftung, der schwarze Schlauch der vom Ventildeckel zum lufteinlass führt.
Beim MD5 fehlt das. Weiss jemand wo der MD5 entlüftet?? |
#24
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Moin,
auf deinem ersten Bild sieht es so aus, als ob deine Schwungscheibe mitgenommenes Öl zerschleudert. Ich würde auch auf einen zerschlissenen Kurbelwellen Simmerring tippen. Ich habe mal gelesen, dass dieser Fehler auch öfter mal an einer bestimmten Serie der OM Mercedes Diesel vorkommen soll und dort wohl für kapitale Motorschäden gesorgt hat. Viele Grüsse Danny
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#25
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![]() Zitat:
kann man die Dichtung dort austauschen ohne den ganzen Motor auseinanderzunehmen? Gerd |
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