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Restaurationen Refits, Lackierungen, GFK-Arbeiten, Reparaturen und Umbauten von Booten aller Art. |
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#51
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Hallo, ich habe auch eine Frage zum Thema GFK Reparatur. Ich habe eine "älteren" Korsaren mit GFK Rumpf. An einer Stelle im Bug sind kleine Risse .. siehe Bild. Der gesamte Bereich ist vielleicht 10x10 cm groß.
Kann mir jemand Tipps geben wie man das repariert? Dass man das schleifen muss und sich ein Repair Kit besorgen muss, weiss ich schon. Ich benötige aber genaue Anweisungen. Soll ich jeden Riss in je eine V Kante ausschleifen, oder den gesamten Bereich ausschleifen. Wie tief (mm) darf man bei einem GFK Korsaren schleifen? Weiters, hat wer einen Tipp welches Repair Kit sich dafür eignet. Danke im Voraus. Wenn erwünscht, kann ich gerne meinen Erfolg hier dokumentieren. Grüße, Phil |
#52
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Komplet bis auf die letzte Lage durchschleifen und dann neu aufbauen. kannst du mit einer flex und schleifblatt machen. danach alles mit einem exzenter schleifen und eine drosse "Delle Schleifen. Danach baust du mit bidirektionalem gewebe auf. um aufzutragen nimmst du 160er gewebe, und am schluss 2.3 lagen 60-80er feingewebe. danach alles sauber verschleifen, spachteln, grundieren, füllern und lackieren.
so grob beschrieben. Wichtig ist einfach dass du alle risse draussen hast und absolut fettfrei arbeitest!!! Gruss Lio
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In Arbeit
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#53
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Gestern habe Ich wieder etwas geschliffen. Siehe Bilder
Ich denke, dass ich jetzt ca. 4mm tief geschliffen habe. Ich trau mich einfach nicht ganz durch den ganzen Aufbau zu schleifen. Eine solche Reparatur führe ich zum ersten mal aus. Ich würde mich wohler fühlen wenn 1 -2 mm von dem "alten" Gewebe bleiben könnten. Es ist eine reine Kopfsache, wenn etwas schiefläuft bei der Reparatur, also mein laminiertes irgendwann löst soder sonstiges, sind zu mindestens noch 1-2 mm Gewebe vorhanden und es läuft kein Wasser ins Boot. Wie gesagt, reine Kopfsache. Wie dick ist das GFK in dem Bereich wo ich da schleife ca.? (Chaparral Signature 240) Vielleicht habe ich ja Glück und das Laminat wird noch dunkel wenn ich etwas tiefer schleife. Noch eine Frage zur Temperatur. Ich lese immer wieder von 20 Grad Celsius bei Epoxy. Ich werde die Reparatur im freien ausüben müssen. Was das absolute Minimum um eine solche Reparatur im freien auszuführen? Hier in Dänemark ist es ja nicht ganz so warm. Ich denke so an 10 Grad Nachttemperatur und 20 Grad tagsüber, reicht das? Was währen die Konsequenzen? Und ja, ich habe Bammel vor der Reparatur, aber ich habe keine andere Wahl. Mit anderen Worten ich hoffe auch auf ein paar aufmunternde Worte. Ich habe zwei rechte Hände und bin eher perfektionistisch veranlagt. Es werden bestimmt noch weitere fragen folgen. Gruss Markus
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Die Kunst zu leben ist es, mit dem Geld was man zur Verfügung hat glücklich zu werden.
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#54
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Hallo...das schaffst du schon, ist kein hexenwerk, genau halt mischen. Google mal „gfk schäften„. Segelflieger sind auch aus gfk...und gehen da und da mal kaputt 😎..das weis ich. Da gibts auch tips. http://www.google.de/url?sa=t&source...2NrQW_ujY-P_XA
Gesendet von meinem HUAWEI GRA-L09 mit Tapatalk
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#55
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So, jetzt bin ich durch.
Gibt es ein Reparaturkit welches einen Schaden in der Grössenordung reparieren kann? Das von West System wird ja nicht reichen, aber trotzdem überlege ich dieses zu kaufen und dazu exstra Härter und Epoxy plus Matten. Auch wenn es schwer ist, kann jemand von euch abschätzen wieviel Epoxy, Härter und m2 Matten man ca. braucht? Gruss Markus PS: Es wird noch ein bisschen weiter geschliffen und geschäftet.
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Die Kunst zu leben ist es, mit dem Geld was man zur Verfügung hat glücklich zu werden. |
#56
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Wenn du epoxi verwendest brauchst du keine Matten sondern Gewebe...
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Semper Fidelis
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#57
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Ich klink mich mal ein. Ohne Ratschlag. Denn ich würde das Boot spätestens jetzt zum Profi bringen. Was nicht heißt, dass der es dann besser machen würde. Wäre nur für meine Nerven schonender.
Auf alle Fälle ist das der spannendste Thread hier! Ich wünsch Dir wirklich von Herzen, dass Du das hin bekommst!
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Ahoy, Frank |
#58
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Nachtrag: da ist doch noch ne Schicht sichtbar? oder was soll das sein? Gut möglich dass du nur ne größere, delaminierte Stelle gefunden hast.
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Semper Fidelis |
#59
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So, Bilder von heute.
Ich bin jetzt 10mm tief und will jetzt nicht weiter in die Tiefe gehen. Ich will mich jetzt auf den Feinschliff/Schäften konzentrieren. Da ich jetzt 10mm tief im Material bin und das Verhältniss beim schäften 1:12 sein soll, habe ich ein Problem. Ich müsste 12 cm von der tiefsten Stelle aus schäften, habe aber bis zur Kante nur 6 cm. (Siehe Fotos) Kann ich hier jetzt 1:6 schäften? oder muss um die Kante? Wenn ich um die Kante muss stell ich mir das recht schwierig vor. Ich habe auch noch ein paar Bilder aus unserem Bauhaus eingestellt. Alles West System, über Anregungen was ich aus dem Regel nehmen soll würde ich mich auch freuen. Welches Gewebe soll ich nehmen? oder beide, erst das eine dann das andere? Gruss Markus
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#60
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#61
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Hallo,
ich habe jetzt alle Materialien bei r-g bestellt. R-g konnte mir allerdings nicht alle meine Fragen beantworten, da ich den Lagenaufbau meines Bootes nicht kenne. Ich habe mich dann für folgendes Gelege entschieden: http://shop1.r-g.de/art/1910620-QA-127 Allerdings wurde mir dann geraten, wenn das Boot vorab ein Gewebe hat/hatte, welches ich ja nicht weiss, auch bei einem Gewebe zu bleiben, siehe hier: http://shop1.r-g.de/art/190155 In dem Video von der Yacht wurde auch ein Biaxialgelege verwendet. http://www.yacht.de/yacht_tv/das-lec...ur/a91721.html Jetzt bin ich schon wieder etwas verunsichert. Ist es falsch den Schaden mir dem von mir bestellten Gelege zu schliessen? Das Gelege ist ein quadraxial Gelege. Gruss Markus
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#62
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Der Unterschied ist bei einem kleinen Schaden unerheblich. Du fertigst ja kein neues Bauteil.*
Wichtig ist nur, dass das Glas für das jeweilige Harz Polyester oder Epoxy freigegeben ist. Es gibt einige die nur mit Polyester gut gehen. Grob Anschleifen, Entstauben und Entfetten, mit Harz einstreichen, dann eingeharztes Glas drauf und gut entlüften. Mit einem feinen Glas abschließen, damit Du nicht so viel Spachteln musst. Dann Abreißgewebe drauf und Aushärten lassen. Dann wirds lustig mit Spachteln, Schleifen, Spachteln, Schleifen, dann Spachteln und Schleifen sowie Spachteln und Schleifen. Meist dann nochmal von vorne * Roving mit Köper 2/2 würde man eher für Bauteile nehmen, die in sich sehr steif sein müssen aber Last for allem in eine Richtung haben. Es ist auch schwer in Quer/Diagonalrichtung formbar bzw. geht auf. Quadraxiales lässt sich in mehrere Richtungen gut biegen, geht aber bei kugelligen Formen auf. Ergibt ein relativ "zähes" Laminat. Gut bspw. für Rotorblätter oder Rohre. Und wenn wir schon dabei sind: Meist kann man sich die Eignung der Glasfaser selbst ganz gut vorstellen, wenn man sich klar macht, dass die Festigkeit im GFK vor allem in Zugrichtung des Glas (Aramid, Kohlefaser...) entsteht. Bei deinen beiden Fasern heißt das: - bei fast gleichem Gewicht ist das Rovinggewebe in Zugrichtung ungleich stabiler. Gewebe heißt es, weil es einige quer liegende Fasern aus Glas hat somit Glasgewebe. - das Glasgelege hat Fasern in +90, -90, +45 -45° Richtung. Gelege heißt es, weil die Fasern nur aufeinander liegen und mit einem Hilfsfaden aus PES fixiert sind. Sie sind nicht ineinander verwoben. Verglichen mit dem Roving sind es also vier Lagen übereinander, dafür schon mal gleich in vier Richtungen weisend. Klaro?
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Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/ Geändert von horstj (31.05.2017 um 22:39 Uhr)
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#63
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Hallo Markus!
Ich habe keinen Plan von Reparaturen mit Gewebe. Hab immer nur kleinere Gelcoat Reparaturen gehabt. Maximum war abgeplatztes Gelcoat beim Slippen. Darum verfolge ich den Thread mit Spannung. Ne größere Reparatur könnte ja auch bei mir mal anstehen. Was ich mich frage ist: Sind die Matten, die Du ausgesucht hast wirklich die Richtigen für diese Reparatur? Die scheinen auf den Bilder total engmaschig. Ich hätte jetzt erwartet, dass das Gelcoat die richtig durchdringen muss damit das was wird. Aber bitte nicht von mir verunsichern lassen. Wie gesagt ich hab keine Ahnung davon.
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Gruß, Frank |
#64
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Hallo Horstj,
für meinen Fall, welches Gelege/Gewebe würdest du mir empfehlen? auch in Hinsicht auf die leichtere Verarbeitbarkeit? Gruss Markus Ich habe gerade vom Gelege auf Gewebe umbestellt. http://shop1.r-g.de/art/190155 Eigentlich wollte ich noch zusätzlich zu dem Gelege, Gewebe bestellen, da das Gelege aber noch nicht lieferbar ist habe ich dieses abbestellt. Gibt es irgendetwas an dem Gewebe auszusetzen? Vearbeitbarkeit, zu engmaschig etc., wer kann mir etwas dazu sagen. 1 Lage ergibt ca. 0,8 mm. Ich muss eine Schadstelle von 10 mm tiefe füllen, also ca. 12 Lagen. Ist das Gewebe OK für meinen Fall?
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Die Kunst zu leben ist es, mit dem Geld was man zur Verfügung hat glücklich zu werden. Geändert von dingsda (01.06.2017 um 12:34 Uhr) |
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Da mit einem Epoxysystem repariert wird, kommt da kein Gelcoat mehr hin.
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Gruß, Jörg! |
#66
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Sorry, ich meinte Epoxy.
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Gruß, Frank |
#67
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Aus eigener Neugier .. Warum kein Gelcoat?
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Gruß, Ranko |
#68
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Gelcoat ist die Wasserschutzschicht bei Polyester-GFK, weil PE dies eben nicht ist (also PE zieht Wasser).
Epoxid ist bereits (nahezu) wasserresistent. Dafür braucht Epoxyd einen UV-Schutz: Lack oder AF
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Viel Geld wird ausgegeben, welches man nicht hat, für Dinge, die man nicht braucht, um Leute zu beeindrucken, die man nicht ausstehen kann! |
#69
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Zitat:
Es gibt aber auch Epoxy Gelcoat (für Epoxy), oder nicht?
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Gruß, Ranko |
#70
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Es gibt Gelcoat auf Epoxidbasis mit erhöhtem UV-Schutz aber kein Gelcoat für Epoxid. Das wäre dann Lack!
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Viel Geld wird ausgegeben, welches man nicht hat, für Dinge, die man nicht braucht, um Leute zu beeindrucken, die man nicht ausstehen kann! Geändert von Tippe (02.06.2017 um 10:05 Uhr) Grund: Korrektur
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#71
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Hallo,
Nochmal zu meiner Frage im thread 64, gibt es irgendetwas an dem Gewebe, hinsichtlich meiner hoffentlich baldigen Reparatur, auszusetzen? oder ist das Gewebe OK? http://shop1.r-g.de/art/190155 und nochmal ein Foto. Noch zur Info, ich habe folgendes Epoxydharz empfohlen bekommen, http://shop1.r-g.de/art/104100AP da ich gerne eines mit langer Verarbeitungszeit haben wollte. Weiterhin wurde mir folgendes empfohlen, mit folgendem Hinweis: http://shop1.r-g.de/art/120100 „Das Verschließen der Reparaturschicht wird mit einem Gelcoat auf EP-Basisdurchgeführt (Osmose fest) . Dieses wird dann der umliegenden Fläche beigeschliffen.“ Gruss Markus
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Die Kunst zu leben ist es, mit dem Geld was man zur Verfügung hat glücklich zu werden. |
#72
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Moin Markus,
Nu Dreh nich so einen Film von dem Pupsschaden. Die Baustelle ist nach 45 Minuten abgefrühstückt. Mit der kleinsten Größe der Vertiefung angefangen und langsam immer 1 cm größer werden bis die Vertiefung aufgefüllt ist. Überschleifen und ein- zweimal mit Epoxyspachtel drüber. Nochmals schleifen und dann entweder Lack oder das eingefärbte epoxy drauf(leg da stramm eine Plastikfolie drauf damit Du eine glatte Oberfläche ohne Blasen erhälst. Dann leicht beischleifen und aufpolieren. Mach Dir im Unterwasserbereich keine Gedanken um UV Einstrahlung , da kommt die Sonne nicht hin Grüße von den Hamburger Jungs Olaf und Dirk
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#73
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Ps. Das Glasgelege kannst Du Wunderbar dafür verwenden.
Olaf |
#74
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Hallo Olaf,
ich trau mich schon gar nicht mehr zu fragen, da du wahrscheinlich Recht hast, dass ich einen ziemlichen Aufriss für so einen Schaden mache. Ist halt das erste mal. Das Glasgelege habe ich ja nicht mehr, sondern nur das 580 Gewebe. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass das Ok ist. Aber jetzt nochmal zum Aufbau der Lagen, fängt man nicht mit dem grössten Flicken an und wird dann immer kleiner? So ist es jedenfalls in den Reparaturvideos der Yacht und West System zu sehen. Gruss Markus
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Die Kunst zu leben ist es, mit dem Geld was man zur Verfügung hat glücklich zu werden. |
#75
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Richtig, mit dem größten Flicken anfangen damit Du die breitest mögliche Klebefläche und durchgehende Glasfläche bekommst. Du kannst mehrere Schichten in einem Gang auflegen und diese bspw. auch auf einer Trennfolie vorbereiten. Aber auf sorgfältiges Entlüften achten. Vor dem Auflegen dann noch das alte GFK mit Epoxy vorstreichen.
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