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Allgemeines zum Boot Fragen, Antworten & Diskussionen. Diskussionsforum rund ums Boot. Motor und Segel! |
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#1
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Hallo,
ein Freund und Nachbar von mir, hat ein Schweißgerät (ich meine er hätte WIG gesagt). Er ist ausgebildeter Schweißer und im Beruf tätig. Er würde mir dabei helfen, drei kleinere Stellen am Boot zu schweißen. 1. Achtern beidseitig sind kleine Borddurchlässe an die innen ein kurzes, schräg nach oben gerichtetes Röhrchen angeschweißt ist. Diese sind jeweils mit einem einem Schlauch verbunden, der zur Rinne der Luke auf dem Achterdeck führt. Die Schläuche und Öffnungen dienen dem Selbstlenzen des Decks. Leider ist es so, dass die Öffnungen teilweise unter der Wasserlinie liegen, wenngleich die schräg nach oben gerichteten Stutzen über der Wasserlinie enden. Wenn ich, was ich in den kommenden Jahren plane, auf dem Wasser überwintern will, möchte ich diese Öffnungen ungerne so belassen. Sollte dort mal eine Undichtigkeit auftreten, könnte Wasser in die Bilge laufen und mit zunehmendem Gewicht, dürfte dann das Unheil schnell seinen Lauf nehmen. Ich würde diese Öffnungen daher gerne zuschweißen/verschließen und 3-4 cm nach oben versetzen. 2. Es gibt einen Borddurchlass unter der Toilette. Das darüber befindliche Seeventil (was ich dort nur vermuten kann, da der Bereich unzugänglich ist), kann ich nicht kontrollieren (jedenfalls nicht regelmäßig, ohne die Toilette abzubauen). Auch diesen Bordurchlass auf der Unterseite des Rumpfs möchte ich zuschweißen - ersatzlos. Nun zur Frage: Sind das Schweißarbeiten, die ein gelernter Schweißer, der üblicherweise nicht im Bootsbau tätig ist, zuverlässig erledigen kann? D.h. so, dass die Stellen danach langfristig 100%ig dicht sind? Ist ein WIG Schweißgerät dafür geeignet? Gibt es weitere Punkte, die ich beachten sollte und auf die ich ihn ansprechen sollte, bevor wir das Projekt angehen? Notfalls bringe ich das Boot in die Werft. Risiken möchte ich nämlich nicht eingehen. Edit: Sorry, kleiner Typo in der Überschrift...
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Viele Grüße Philip |
#2
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Moin Philip
Boa boa! Hoffentlich ließt der Schweißerkollege das hier nicht mit. Solche Fragestellungen sind gegenüber einem Gelerntem fast schon Ehr abschneidend. Wenn man die zu schweißenden Stellen gut sauber(metallisch rein) bekommt geht das natürlich auch mit WIG oder MIG/MAG, wo bei ein Gelernter mit WIG sicher die schönsten Nähte hin bekommt, ist bei unseren Schweißern so. Die Bleche von Sportbooten sind auch dünn genug um da mit WIG schnell und sauber arbeiten zu können---wenn ja wenn die gute Erreichbarkeit und Belüftung gegeben ist, wirkliche Könner schweißen auch mit einem Spiegel wenn der Kopf samt Schutzschild nicht so in die Einrichtung passt, dass direkter Sichtkontakt zur Schweißnaht gegeben ist. Für die Rohrknicker/Heizungsbauer vergangener Tage war das gang und gebe. Gruß Hein (der als nur angelernter Schweißer ohne Zertifikat sein ganzes Boot selbst zusammen geschweißt hat)
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#3
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Ich schließe mich dem vorherigen Beitrag an und denke das ein gelernter Schweißer auch nicht schlechter schweißt, als eine Fachkraft der Werft.
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#4
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Danke euch. Nein, er liest hier nicht mit.
![]() Da mir da aber jede Erfahrung fehlt und ich mir nicht sicher war, ob es da im Bootsbereich nochmal ganz spezielle Anforderungen gibt, dachte ich, dass ich vorher mal frage. Erreichbarkeit dürfte ganz gut sein.
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Viele Grüße Philip |
#5
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Ich war mal so frei....hättest du aber auch selbst ändern können
![]() Gruß, Frank ![]()
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Wer dauernd im Dreieck springt, hat offensichtlich Kreislaufprobleme ![]()
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#6
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![]() Zitat:
Mit dem WIG Verfahren kann man eigentlich alles schweißen. Dabei können sehr feine Nähte gezogen werden. Man hat auch die Möglichkeit Temperatur in das Bauteil zu bringen, ohne gleichzeitig Draht zugeben zu müssen. der Nachteil dieses Verfahrens ist, dass es ziemlich langsam geht. In der Industrie (größere Rohrleitungen in der Chemie) verbindet man daher manchmal beide Verfahren. Die Wurzel WIG und die Decklagen werden mit Elektrode aufgefüllt. Ich kann deinen Wunsch verstehen, dass alle Öffnungen lieber über Wasser liegen sollten aber zumindest die unter Wasser, mit einen Seeventil geschlossen werden können.
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#7
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Moin moin,
Zitat:
lg, justme
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#8
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![]() Zitat:
Die meisten alten Motorboote (aus den 70ern) sowie alte Hausboote in NL haben Leckagen bishin zu Sinkschäden durch Stehrohre, bzw. wie sie hier heissen Standrohre. Bei Schiffen mit grösserem Tiefgang ist die im Stehrohr innen liegende Wasserlinie nicht mehr kontrollierbar und im Rahmen eines üblichen Werftaufenthaltes nicht konservierbar. Schallen von Stehrohren ist im Freizeitbereich nicht Standard. Die von Dir benannte "ordentliche Dimensionierung" hat weniger Bezug auf ausreichende Führung bis über die WL, sondern sollte eine gewisse Wandstärke beinhalten. Bei Stahlverdrängern minimal 6mm. Und auch dann gehört der Wechsel von Standrohren nach 20 Jahren hier in NL zum Wartungsstandard. Ebenso wie Borddurchbrüche aus Bronze. Sauberer Bootsbau ist dies mitnichten, sondern wurde hier (NL) praktiziert, weil es quick and dirty ist. Rohr einschweissen, fertig. Oft wurden in der "Knickspanterzeit" der 70er und 80er einfache dünnwandige verzinkte Stahlrohre verschweisst. Eine Ausnahme bildet hier das zentrale Standrohr im Maschinenraum eines Berufsschiffs, von dem aus alle Wasseranschlüsse zentral weitergeleitet werden (Kühlwasser Motor, Generator, Deckwaschpumpe) Dies hat dann aber auch D=min300mm mit geschraubtem oberen Deckel, sodass beim Werftaufenthalt von oben/innen konserviert werden kann. Wenn allerdings -wie bei Gretchen- ein Borddurchbruch welcher Art auch immer so verbaut wird, dass er nicht zu bedienen bzw. zu warten bzw. ohne Ausbau von Interieur zu wechseln ist, dann ist das ganz klar schlechter Bootsbau. Von Pedro habe ich das so nicht erwartet.
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Gruss, Dirk |
#9
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Bei der Pathfinder ist da auch so ein Borddurchlass bei der Toilette. Der ist zugänglich über eine herausnehmbare Platte im Schrank. Da befindet sich auch das Seeventil. Das kann natürlich beim Gretchen anders sein aber schau doch noch mal genau in die Schränke, vielleicht gibt’s da sowas auch bei dir?
Noch ein Gedanke zu den Lenzöffnungen: wenn im Rand deiner „Kellerklappe“ das Wasser steht, weil es nicht mehr ablaufen kann, gibt das neue Probleme mit Frost und Rost. Da muss dann irgendeine Lösung her, wie das Wasser dort abgeleitet werden kann.
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Beste Grüße, Phil ![]() |
#10
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Wie es der Zufall so will, bin ich gerade beim Boot. Leider kein Zugang. Toilette müsste raus. Nicht gut gelöst. Geht der Durchlass mit Stehrohr (?) über die Wasserlinie? Ich meine, dass es ein Seeventil ist, da außen auch eine entsprechende Wulst zu sehen ist; also nicht geschweißt sondern verschraubt.
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Viele Grüße Philip |
#11
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Hast du schon mal bei Pedro selber gefragt? Wäre doch schade, wenn es doch eine Lösung gibt. Irgendwie will ich mir nicht vorstellen, dass Pedro so etwas baut, ist doch eine renommierte Werft.
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#12
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Dazu ist zu sagen, dass das Boot ursprünglich mit Bodenseezulassung gebaut wurde (sagte man mir). Da lag es wohl auch eine gewisse Zeit, bis der 1. Eigner das Boot nach Nizza brachte. Will also nicht ausschließen, dass der Durchlass erst später entstanden ist.
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Viele Grüße Philip |
#13
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Ich glaube auch am Bodensee entwässern alle Boote ihre Decksflächen in den See.
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Gruß Mirko |
#14
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![]() Zitat:
1. Die Entwässerung des Rahmens der Luke des Decks des Gretchens… und 2. Das ungenutzte Standrohr für den Zulauf (oder eventuell Ablauf) der Toilette. (Hier der Bezug zur Bodenseezulassung)
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Beste Grüße, Phil ![]()
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#15
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Genau. Danke Dir für die Klarstellung. War von mir vielleicht auch unklar formuliert.
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Viele Grüße Philip |
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