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Technik-Talk Alles was nicht Bootspezifisch ist! Einbauten, Strom, Heizung, ... Zubehör für Motor und Segel |
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#1
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Hallo,
wir versuchen schon lange, aus den Beiträgen hier im Forum, Büchern und Meinungen von Fachleuten schlau zu werden, wie denn eine korrekte Erdung auf einem Aluminiumboot auszusehen hat. Leider bisher ohne Erfolg, sodass wir es hier mit einem eigenen Eintrag probieren wollen. Also unser Problem: Wir haben ein Alu-Boot und sind dabei, die gesamte Elektrik zu überholen - neue Batterien, Victron Multiplus, Trenntrafo, Ladebooster, Solarpanele, Windgenerator - bei der Erdung stehen wir jetzt an. Wir haben uns natürlich auch schon fachmännische Hilfe gesucht, allerdings herrscht auch hier keine Sicherheit/Einigkeit. Unsere Fragen: Wie hat eine korrekte Erdung konkret auszusehen? Reicht es, die Erdungskabel im Inneren mit dem Rumpf zu verbinden und falls ja, ist es relevant, welchen Unterwasseranstrich wir haben? Oder muss das Boot raus aus dem Wasser und eine Erdungsplatte angebracht werden, weil der Rumpf wegen dem Unterwasseranstrich sowieso keine direkte Verbindung zum Wasser herstellen kann? Wir hoffen sehr, dass sich hier jemand findet, der in dieses Thema für uns (und natürlich auch für viele andere) Klarheit bringen kann.
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#2
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es reicht alles innen im Boot zu erden,
also Motor, Schaltbox und Einbautank
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Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel. ![]() Bertrand Russell |
#3
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Fachgerecht ist die komplette Installation so auszuführen, dass es an keiner Stelle eine Verbindung zum Rumpf gibt. Also alles zweiadrig und darauf achten, dass auch der Minuspol nirgends mit dem Rumpf verbunden ist. Motor und Getriebe, sowie die Verbindung zur Welle müssen ebenfalls zum Rumpf isoliert sein. Das geschieht normalerweise durch die Silentblocke und eine Hardyscheibe an der Welle. Wenn das sicher gestellt ist, wird an einer einzigen Stelle der Rumpf mit dem Minuspol der Batterie und dem Schutzleiter verbunden. Da kann man auch testweise auftrennen und prüfen ob es tatsächlich keine weitere Verbindung gibt.
Hintergrund: der Rumpf darf nicht als Leiter gebraucht werden, da sonst Korrosion auftreten kann. Solange die Verbindung nur an einem Punkt ist, gibt es keinen geschlossenen Stromkreis und es fließt somit auch kein Strom. Problematisch wird es bei einer Landstrom Verbindung Zwischen Schutzleiter und Hafenbecken gibt es quasi immer ein Potential und damit würde Strom über den Rumpf fließen. Der Einbau eines Trenntransformators, bzw einers galvanischen Trenngliedes ist hier Pflicht. Sonst kann es tatsächlich ernsthafte Schaden geben. I Die Frage nach der Farbe am Rumpf und der Erdungsplatte stellt sich eigentlich nicht, da der Rumpf auf jeden Fall mit dem Wasser ausreichend in Verbindung steht. Mindestens im Wellenrohr oder am Ruderblatt gibt es Kontakt, wobei die große Fläche des Unterwasserschiffs trotz Farbe genügend Verbindung haben sollte. Über Blitzschutz brauchst du dir jedenfalls keine Gedanken machen, zumindest was die Sicherheit von Personen angeht. Allerdings kann man die Elektronik an Bord kaum, oder nur mit großem Aufwand schützen. Da reicht das Schadensbild nach Blitzeinschlag von nichts passiert, bis alles kaputt.
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Gottes sind Wogen und Wind, Segel aber und Steuer, daß ihr den Hafen gewinnt, sind euer. Gorch Fock |
#4
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Ich habe schon auf mehreren Alubooten,Reincke,Ovni etc. die Elektrik installiert.Alles
bipolar ohne Masse .Sicherungspanel,Sicherungen,Hauptschalter alles 2polig.auch die Lichtmaschine.Bei normalem Anlasser ein zusätzliches Startrelais in der Minusleitung zum Motor.Das verbindet nur beim Startvorgang und danach ist der Motor wieder Massefrei.Zusätzlich eine Rumpfüberwachung einbauen ,Philippi. Bisher waren alle Boote ohne Schäden. |
#6
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gibt wohl zwei Systeme, was den Rumpf betrifft:
https://klabauter-shop.de/verkabelun...tallation/?p=1 Ich habe das zweite, mein (Alu-)Rumpf hat keinen Minus-Anschluss.
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#7
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![]() Zitat:
https://www.boote-forum.de/showthread.php?t=316861
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Gruß Richard Den Unterschied zwischen "lernen" und "verstehen" kann man nicht lernen, den muss man verstehen ![]() |
#8
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![]() Zitat:
Was genau ist das von Philippi? Find es nicht 🙈 Viele Grüße Jan |
#9
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Ich erlaube mir Oldskipper zu seinem perfekten Kommentar zu gratulieren!
Da gibt es nichts daran zu rütteln! Wenn nur alle Kommentar so wären!!! Danke!!
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"Hier darf jeder tun was ich will" -----Liebe Grüße Christoph----- |
#10
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.....könne das sein: https://www.philippi-online.de/produkt/rbs-300-600v/
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![]() M.f.G. Bo |
#11
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Ne ich meine die Rumpfüberwachung?
Das starter Relais hab ich noch nicht gesucht. Muss ich aber auch noch ran . Motor ist einpolig komplett .🙈 |
#13
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Super danke , schau ich m ihr mal an . Will eh komplette Elektrik neu machen, da wäre neues Panel vielleicht auch eine Idee noch
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#14
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![]() Zitat:
https://www.philippi-online.de/produkt/stv-iso/ Wenn ich das Teil richtig verstehe, gibt es bei Betätigung eine Aussage, ob das Bordstromnetz in Kontakt mit dem Rumpf ist (getrennt nach minus un plus). Das Teil würde ich gerne bei mir einbauen, und wenn es nur der beruhigenden Kontrolle dient. Jetzt meinte aber ein Händler, dass man ein so ein Teil für jede Batterie einzeln braucht. Da ich also Starter- und Verbraucher-Batterie (und davon dann 2) habe, benötige 2 öde gar 3 von den Teilen? Gib es keinen Weg, mit einem hinzukommen? Ich habe gar nicht soviel Platz an der Stelle zur Verfügung, wo ich es unterbringen möchte. |
#15
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![]() Zitat:
Hutschiene.
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Alex |
#16
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![]() Zitat:
Mehrere zusammengeschaltete Batterien, zählen wie eine Batterie.
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Gottes sind Wogen und Wind, Segel aber und Steuer, daß ihr den Hafen gewinnt, sind euer. Gorch Fock |
#17
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![]() Zitat:
Ich dachte das es so gehen könnte: Anschluss Minus von dem Teil kein Problem, habe nur einen Sammelpunkt für beide Batterien, Anschluss Rumpf auch kein Problem. Und Anschluss Plus - so dachte ich ich kann ich zweiteilen und an den Batteriehauptschalter legen an die beiden Bateriebänke. Und wenn ich den Schalter auf Batterie 1 (nur Verbraucher) lege, und ich drücke die Prüftaste, dann meldet er auch nur Rumpfkontakt bei diesem Kreislauf. Bei Batterie 2 entsprechend. Falsch gedacht? |
#18
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hatte Kontakt mit Philippi. Das geht so.
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#19
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Moin, welche 2 polige Sicherungen verwendet ihr? Ich hab für die Verbraucher das 2 polige Schaltpanel von Philippi genommen. Aber was benutzt ihr für die 2 polige Absicherung der Leiter der Stromerzeuger? Zwei 1 polige Schmelzsicherungen oder gibt es noch andere 2 polige Schutzschalter?
Rumpfüberwachungen werde ich wohl drei einbauen müssen. 1x für die AGM Ankerwindenbatteriebank, 1x für die Lifepo Verbraucherbatteriebank, 1x für die Starterbatterie. Verbunden sind die Batterien nur durch B2B Lader. Viele Grüße Jan |
#20
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Du kannst das auch mit weniger hinkommen, s. #7
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#21
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![]() Zitat:
Es erfolgt keine Leitung über den Rumpf. Nur an einer Stelle wird der Rumpf auf der zentralen Potentialausgleichsschiene mit aufgelegt. Wenn Du alle Leitungen innerhalb des Rumpfes führst, ist damit ein guter Blitzschutz gegeben. Durch die Teile im Wasser hast Du auch eine gute Funkerde (kap. Kopplung). Nutze geeignete 2 polige Sicherungen! Ich empfehle Dir für Stromerzeuger geeignete Automaten (nach deiner Anlage dimensionierte Sicherung entspr. Kennlinie, Fachmann in deiner Nähe hinzuziehen, ggf. Fachberater des Herstellers (SVB kennt sicher auch einiges)). Bei meinen Schalttafeln nutze ich Kombiautomaten von ABB für AC und DC, diese haben magnetische Löschkammern.
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Grüße Karl-Heinz ---------------- "Elektronische Bauteile kennen 3 Zustände: Ein-Aus-Kaputt". (Wau Holland) |
#22
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Moin,
bei meinem Aluboot hab ich alles zweiadrig verlegt. In der Nähe der Verbraucherbatterie ist ein zentraler Massepunkt für das 12 Volt System, ca. 10 cm entfernt ist der Schutzleiter für 230 Volt Landstrom über einen Diodenblock angeschlossen. Das Bracket vom Außenborder hat noch ein zusätzliches Massekabel zur Starterbatterie achtern. Korrosion ist nach zwei Saisons im Wasser bisher nicht erkennbar. Nach Montage eines Solarpanels habe ich allerdings die komplette zweite Saisen keinen Landstrom gebraucht.
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Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch sinnvoll. Ich habe keine Vorurteile. Ich hasse jeden |
#23
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Gibt es auch zweipolige Lichtmaschinen für Außenborder? Dummerweise hat mein Außenborder über das Bracked Kontakt zum Boot. Aber wenn ich die Minusleitung mit auftrenne, wird die Ladung der Batterie ungewollte Wege gehen...
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. . Akki ![]() dieser Beitrag wurde ohne KI erstellt...
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#24
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Die berühmten "Ladespulen" sollten eigentlich immer Massefrei sein, denn man würde ja bei Bedarf den Minuspol hinter dem Gleichrichter mit Masse verbinden.
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Gruß Richard Den Unterschied zwischen "lernen" und "verstehen" kann man nicht lernen, den muss man verstehen ![]() |
#25
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Ein Aussenborder hat immer Masse am Block. Sonst würden Zündkerzen nicht funktionieren. Wenn der Aussenborder e-Start hat liegt damit auch immer Minus von der Batterie an Masse.
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Gottes sind Wogen und Wind, Segel aber und Steuer, daß ihr den Hafen gewinnt, sind euer. Gorch Fock |
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