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Auf ein Neues: Leinen los in Lelystad!
Anfang August war es soweit: Unsere Reise begann in Lelystad, wo wir unser Boot im gemütlichen Houtribhaven übernahmen. Die späte Ankunft ließ uns Zeit, die Stadt in Ruhe zu erkunden, bevor wir in See stachen. Lelystad gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsorten, aber ein Highlight hat die Stadt definitiv: das Bataviamuseum! Ein Besuch lohnt sich, vor allem für Geschichts- und Schiffsliebhaber. Ein Abstecher ins Outlet durfte natürlich nicht fehlen, auch wenn das wirklich nicht meine Welt ist – viel zu viele Menschen auf engem Raum. ________________________________________ Von Lelystad nach Hindeloopen Am nächsten Morgen hieß es endlich: „Frei Fahrt voraus!“ Ziel war Hindeloopen. Das IJsselmeer zeigte sich von seiner besten Seite – ruhiges Wasser und ideale Bedingungen, um die rund 2,5-stündige Überfahrt entspannt zu genießen. Im malerischen Hylper Haven fanden wir einen schönen Liegeplatz. Der kleine Ort bezaubert mit seinem friesischen Charme, aber die sanitären Anlagen... na ja. Nachdem ich den Zustand der Toiletten beim Hafenmeister angesprochen hatte, wies er uns darauf hin, die deutlich saubereren Anlagen des Jachthafens zu nutzen – ein hilfreicher Tipp, auch wenn der Weg dorthin etwas weiter war. Am Nachmittag ging es zur Abkühlung ins Wasser, direkt vom grünen Deich aus. Den Abend ließen wir entspannt auf dem Boot ausklingen, begleitet von der friedlichen Atmosphäre des Hafens. ________________________________________ Durch das Wattenmeer nach Texel Früh am nächsten Morgen, um 8:00 Uhr, nahmen wir Kurs auf die Stevinsluis und weiter durch das Wattenmeer nach Oudeschild auf Texel. Gegen Mittag liefen wir in den Hafen ein, nachdem wir vorher auf der Seite waddenhavens.nl die Liegeplatzsituation geprüft hatten. Die Anzeige stand auf „beschränkt“, was uns auf ein „Päckchen“ einstellen ließ. Doch zu unserer Überraschung waren bei unserer Ankunft sogar noch Boxen frei – scheinbar hatten viele Boote den Hafen am Morgen verlassen. Texel hielt uns drei Tage fest, die wir in vollen Zügen genossen. Mit geliehenen Fahrrädern (direkt am Hafen verfügbar) erkundeten wir die Insel: Ecomare, Den Burg, Den Hoorn, De Koog und das spannende Juttersmuseum standen auf unserer Liste. Besonders gut gefallen hat uns der Nachmittag am Strand „Paal 17“. Allerdings zog sich der Weg mit dem Fahrrad manchmal ganz schön, und der Wind schien immer von vorne zu kommen – eine texeltypische Eigenart, wie es scheint! 😊 ________________________________________ Vlieland: Schönheit trifft auf Frust Von Texel aus ging es weiter nach Vlieland. Auch hier zeigte die Anzeige „beschränkt“, doch telefonisch erhielten wir die übliche Antwort: „Reservierungen gibt es nicht, kommen Sie einfach vorbei.“ Vor Ort erwartete uns eine etwas merkwürdige Situation: Der Hafenmeister wies uns an, uns als drittes Boot ins Päckchen zu legen, obwohl einige Boxen frei waren. Auf meine Nachfrage hin hieß es, diese seien ausschließlich für Segelboote. Nach einem Platzwechsel am nächsten Tag (weil ein Boot abfuhr) landeten wir erneut im Päckchen – wieder auf ausdrückliche Anweisung des Hafenmeisters. Ärgerlich: Kurz darauf durfte ein Motorboot ähnlicher Größe den Platz direkt am Steg beziehen, der uns verwehrt blieb. ). Reservieren geht für Bekannte des Hafenmeisters also anscheinend doch… Boxen für Segelboote waren übrigens weiterhin frei. Es scheint, dass hier nach Sympathie und nicht Objektiv entschieden wird. Trotz dieser unschönen Erfahrungen ist Vlieland ein Traum: Mit Fahrrädern erkundeten wir die bergige, wunderschöne Insel. Vom Vuurtoren (Leuchtturm) bot sich ein spektakulärer Ausblick, und die Strände sind herrlich ruhig. ________________________________________ Über Terschelling mit Zwischenstopp in Hoorn und weiter nach Amsterdam Von Vlieland aus ging es für uns nach Terschelling weiter.Auch diese Fahrt verlief ruhig und unspektakulär. Die Überfahrt nach West-Terschelling ist auch nur ganz kurz, nach ca. 50 Minuten waren wir da. Leider stimmte die Anzeige auf der Seite Waddenhavens diesmal aber nicht. Auch hier wurde uns wieder „beschränkt“ angezeigt. Auf einen Anruf wie auf Texel und Vlieland haben wir aufgrund der kurzen Fahrzeit verzichtet. Der Hafenmeister sagte uns aber direkt das sie voll seien. Die Anzeige stand übrigens auch zu diesem Zeitpunkt noch auf „beschränkt“ Wir könnten im Vorhaven warten bis jemand fährt. Das war uns aber zu riskant, und so haben wir beschlossen zurück zum Festland zu fahren. Ein längerer Stopp über Nacht in Hoorn war die perfekte Lösung, um die lange Etappe zu unterbrechen. Der Hafen des WSV Hoorn liegt malerisch vor der Stadt, die selbst mit ihrem historischen Charme begeistert. Einziger Wermutstropfen: Am Passantensteg gab es kein Wasser, und der Wassertankplatz war blockiert. Trotzdem genossen wir den Abend bei einem Spaziergang und leckerem Essen in der Stadt. Von Hoorn führte uns der Weg nach Amsterdam. Die Grachtenstadt zieht uns immer wieder in ihren Bann – bunt, schrill und lebendig. Wir besuchten das NEMO-Museum mit den Kindern und genossen zwei spannende Tage. Doch nach zwei Tagen reicht der Trubel auch immer wieder, und wir machten uns auf den Rückweg. ________________________________________ Rückfahrt nach Wijk bij Duurstede und Heimathafen Auf dem Weg zurück legten wir eine Nacht im WSV Rijn und Lek in Wijk bij Duurstede ein. Hier wurden wir herzlich empfangen. Besonders beeindruckend: die großzügigen und sauberen Sanitäranlagen – eine klare Empfehlung! Am nächsten Tag erreichten wir schließlich wieder unseren Heimathafen in Cuijk. ________________________________________ Fazit: Ein Sommer voller Eindrücke Unsere erste Tour mit dem neuen Gleiter war ein voller Erfolg, auch wenn die längeren Tagesetappen ihren Tribut forderten – vor allem beim Dieselverbrauch. Highlights waren ohne Frage Texel und Vlieland, vor allem Vlieland beeindruckte uns landschaftlich, doch die Hafenorganisation trübte das Erlebnis. Für nächstes Jahr träumen wir von einer Tour durch Nord- und Südholland. Wir freuen uns schon jetzt auf neue Abenteuer!
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Gruß Thorsten ![]() |
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