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Motoren und Antriebstechnik Technikfragen speziell für Motoren und Antriebstechnik.

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  #1  
Alt 31.03.2024, 16:51
Harry27 Harry27 ist offline
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Standard Motor-Einfahrverfahren laut Mercury Betriebshandbuch

Hallo zusammen und frohe Ostern,

da ich schon viele Motoren eingefahren habe, aber noch nie 10 min. nach erstmaligem Betrieb Vollgas gegeben habe, stelle ich folgendes Zitat aus dem Betriebshandbuch Mercury mal zur Diskussion:

"Während der ersten beiden Betriebsstunden den Motor mit verschiedenen Drehzahlen bis 4500 U/min (Dreiviertelgas) und alle 10 min. ca. 1 Minute lang mit Volllast laufen lassen"

Ich habe ehrlich gesagt "Hemmungen" das so umzusetzen, zumal ich den technischen Grund hierfür nicht kenne bzw. nicht verstehe wozu es gut sein sollte den Motor nach wenigen Minuten auf Volllast laufen zu lassen. Ich dachte immer Zylinderwand und Kolbenringe sollten sich gerade nicht unter Volllast "aneinander gewöhnen."


Viele Grüße
Wolfe
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  #2  
Alt 31.03.2024, 18:06
Benutzerbild von sporty
sporty sporty ist offline
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Hi
Nun wäre noch interessant:
um welchen Motor geht es denn?

btw.: war bei unserem 30er Suzi vor 30 J. auch so beschrieben.
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  #3  
Alt 31.03.2024, 20:32
Petitbateau Petitbateau ist offline
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Zitat:
Zitat von Harry27 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen und frohe Ostern,

da ich schon viele Motoren eingefahren habe, aber noch nie 10 min. nach erstmaligem Betrieb Vollgas gegeben habe, stelle ich folgendes Zitat aus dem Betriebshandbuch Mercury mal zur Diskussion:

"Während der ersten beiden Betriebsstunden den Motor mit verschiedenen Drehzahlen bis 4500 U/min (Dreiviertelgas) und alle 10 min. ca. 1 Minute lang mit Volllast laufen lassen"

Ich habe ehrlich gesagt "Hemmungen" das so umzusetzen, zumal ich den technischen Grund hierfür nicht kenne bzw. nicht verstehe wozu es gut sein sollte den Motor nach wenigen Minuten auf Volllast laufen zu lassen. Ich dachte immer Zylinderwand und Kolbenringe sollten sich gerade nicht unter Volllast "aneinander gewöhnen."


Viele Grüße
Wolfe
Ehrlich gesagt, wird beim Probelauf im Werk auch keine Rücksicht genommen, egal welcher Hersteller. Trotzdem habe ich stets nach Vorschrift die Motoren eingefahren. Heutzutage sind die Motoren auslesbar.
__________________
Der deutsche Italiener - häufig in Italien und nicht so gerne in Deutschland

http://fs5.directupload.net/images/1...p/jghdub9j.jpg
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  #4  
Alt 31.03.2024, 21:46
fignon83 fignon83 ist offline
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Zitat:
Zitat von Petitbateau Beitrag anzeigen
Ehrlich gesagt, wird beim Probelauf im Werk auch keine Rücksicht genommen, egal welcher Hersteller. Trotzdem habe ich stets nach Vorschrift die Motoren eingefahren. Heutzutage sind die Motoren auslesbar.
Jepp, so sind auch meine Beobachtungen.
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  #5  
Alt 31.03.2024, 22:10
Benutzerbild von Amimitl
Amimitl Amimitl ist offline
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Zitat:
Zitat von Harry27 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen und frohe Ostern,

da ich schon viele Motoren eingefahren habe, aber noch nie 10 min. nach erstmaligem Betrieb Vollgas gegeben habe, stelle ich folgendes Zitat aus dem Betriebshandbuch Mercury mal zur Diskussion:

"Während der ersten beiden Betriebsstunden den Motor mit verschiedenen Drehzahlen bis 4500 U/min (Dreiviertelgas) und alle 10 min. ca. 1 Minute lang mit Volllast laufen lassen"

Ich habe ehrlich gesagt "Hemmungen" das so umzusetzen, zumal ich den technischen Grund hierfür nicht kenne bzw. nicht verstehe wozu es gut sein sollte den Motor nach wenigen Minuten auf Volllast laufen zu lassen. Ich dachte immer Zylinderwand und Kolbenringe sollten sich gerade nicht unter Volllast "aneinander gewöhnen."


Viele Grüße
Wolfe
Hallo Wolfe,

ich habe meinen 150 PS EFI Mercury so eingefahren und habe keine Probleme.
__________________
Lg vom Rhein-Km 505 Patrick

Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht sollte man den Kopf nicht hängen lassen.
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  #6  
Alt 31.03.2024, 23:09
Benutzerbild von petzeler
petzeler petzeler ist offline
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Beiträge: 113
Boot: India 450 Kajütboot, Mercury AB 60 PS
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So steht es in meinem Betriebshandbuch für die Mercury Motoren 40/50/60 PS:
Zitat:
1. Während der ersten Betriebsstunde den Motor mit unterschiedlichen Drehzahlen bis zu max. 3500
U/min (oder etwa bei Halbgas) betreiben.
2. Während der zweiten Betriebsstunde den Motor mit verschiedenen Drehzahlen bis 4500 U/min (oder
Dreiviertelgas) und alle 10 Minuten ca. 1 Minute lang mit Vollgas laufen lassen.
3. Während der nächsten acht Betriebsstunden den Motor nicht länger als jeweils 5 Minuten mit Vollgas
betreiben.
Ich interpretiere das so, dass in der ersten Betriebsstunde überhaupt keine Drehzahl > 3500 RPM gefahren wird; in der zweiten Stunde in Intervallen alle 10 Minuten für eine Minute Vollgas und dazwischen max RPM 4500. In den Stunden 3 bis 10 beliebige Drehzahl < Vollgas und wenn Vollgas, dann nur für 5 Minuten am Stück.
__________________
Liebe Grüße
Peter

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  #7  
Alt 02.04.2024, 17:05
Harry27 Harry27 ist offline
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Boot: Silver Hawk BR 570 mit Mercury F100
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Hallo zusammen,

es handelt sich um einen EFI 100, vielen Dank für Eure Einschätzungen. Werde das nun nach Herstellerangaben durchführen und mich dazu überwinden, bereits in der 1. Stunde alle 10 min Vollgas zu geben.

Vielleicht geht es darum, dass der "oberste" Totpunkt bereits beim ersten Einlaufen von Zylinderwand und Kolbenringen erreicht wird. Es ist de facto so, dass bei höheren Drehzahlen der obere Totpunkt aufgrund der Zentrifugalkräfte im Mü-Bereich nach oben wandert.

Grüße Wolfe
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  #8  
Alt 02.04.2024, 18:00
DerIngo DerIngo ist offline
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Beiträge: 1.480
Boot: UMS 545 DC/ Mercury 115 Pro XS
1.967 Danke in 830 Beiträgen
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War bei meinem 115 Pro XS auch so. Mit der Vollast habe ich es allerdings nicht so genau genommen - tat mir irgendwie weh. Hab 2 oder 3 Mal in den ersten 2h für 30s auf Höchstgeschwindigkeit beschleunigt, aber nicht alle 10min. Dem Motor gehts gut
__________________
Gruss Ingo

Ich hab auch keine Lösung. Aber ich bewundere das Problem
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  #9  
Alt 05.04.2024, 15:43
Benutzerbild von Dirk73
Dirk73 Dirk73 ist gerade online
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Beiträge: 249
Boot: Kaasbøll 590 mit 90 PS Mercury Seapro
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Ich habe meinen Mercury 90 PS SeaPro (Bj. 2022) auch nach dieser Anleitung eingefahren. Motor läuft wie ein Uhrwerk.
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