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Technik-Talk Alles was nicht Bootspezifisch ist! Einbauten, Strom, Heizung, ... Zubehör für Motor und Segel |
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Themen-Optionen |
#1
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Hallo Zusammen.
Habe dieses Jahr vom alten Force auf einen neuen Evinrude gewechselt. Soweit läuft technisch alles. Allerdings ist mir aufgefallen, dass nun meine AGM-Batterie zwar ordentlich schnell geladen wird (hat ja mit dem 9A-Stator vorher ewig gedauert), aber eben nicht komplett voll wird. Dies erkenne ich an der Anzeige des Victron-Shunt, der bei etwa 96% Batteriekapazität stehen bleibt. Die Batterie ist i.O. da mit Landstrom oder Solar sich diese auch bis 100% laden lässt. Denke daher, dass der Motor nun die Batterie nicht bis 14,7..14,8V läd, sondern vorher bereits abschaltet. Ist das so? Kann man dies irgendwo beim Motor (bzw. Instrumenten) einstellen, welcher Batterietyp vorhanden ist oder bis wohin geladen werden soll? ![]() Habe leider nirgends etwas dazu gefunden und hoffe es kann evtl. jmd. weiter helfen. ![]() Motor ist ein Evinrude G1 E-tec 115 von 2020 mit Drehzahlmesser-Kombiinstrument. Grüße Jens
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Lieblingszitate: Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. [Albert Einstein] Der Jammer mit der Menschheit ist, dass die Dummen so selbstsicher sind und die Gescheiten so voller Zweifel. [Bertrand Russell] |
#2
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Mein 60er Etec lädt mit 14,4 V.
VG Andy
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#3
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Hallo
Nein, da kann man nichts einstellen. Wenn eine Batterie „nur“ bis 96% geladen wird ist das auch kein Beinbruch. Gruß Ulf |
#4
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![]() Zitat:
ein "Beinbruch" ist es zwar nicht, dennoch nervig, da ich immer den Rest händisch nachladen muss.... und wenn 96% vollkommen i.O. wären, warum sind dann 14,7..14,8V als Ladeschlußspannung der AGM angegeben? - denke schon, dass man immer mal die Batterie richtig voll machen sollte.... aber gut, wenn es nicht anders geht, dann eben mit Landstrom oder Solar... Grüße Jens
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#5
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Hallo
Du weißt aber schon dass diese Ladeschlußspannnung nur für 25°C gilt und sich abweichend davon mit -23mV/°C ändert. Auch wird die Ladeschlußspannung von den Batterieherstellern unterschiedlich angegeben. Gruß Ulf |
#6
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![]() Zitat:
Die Spannung, die auf der Batterie steht ist die maximale Spannung, bist zu der, in einem bestimmten Temperaturbereich, geladen werden darf. Unter welchen Bedingungen es zur Vollladung der Batterie kommen kann, steht nicht auf der Batterie..... Auch mit z.B. 13,8V kann man die Batterie vollladen; dauert halt.... Wenn diese Spannung beim Laden an den Batteriepolen (oder am Batteriemonitot/Shunt) erreicht wird, bedeutet es daher nicht, dass die Batterie voll (100%) geladen ist. Damit die Batterie vollgeladen ist, braucht es zusätzlich Zeit. In dieser Zeit (Absorptionszeit) sinkt der Ladestrom bekanntlich automatisch, wobei die Ladeschlussspannung konstant bleibt. Erst wenn dieser Strom, einen bestimmten Wert unterschritten hat, ist die Batterie voll geladen. Diese Zeit hat man mit Motorbetrieb häufig schlichtweg nicht und daher ist es dann ganz normal, das die Batterie nicht ganz voll geladen ist. Die sogenannte "Vollerkennung" ist bei Victron-Batteriemonitoren einstellbar (jedenfalls bei meinem). Es kann dazu die erforderliche Mindestspannung ("Voll-Ladungs-Spannung") eingestellt werden und es kann der Ladestrom ("Schweifstrom") eingestellt werden, bei dessen Unterschreitung die Batterie als voll erkannt wird, sofern die Mindestspannung überschritten ist. Dazu gibt es dann noch die ("Voll-Ladung-Erfassungszeit"), die sicher stellt, dass die Vollerkennung über einen bestimmten Zeitraum vorliegen muss, bevor der Batteriemonitor 100% Ladung erkennt. Werkseitig eingestellte Werte meines alten Victron BMV 600: Vollladungsspannung: 13,2V Schweifstrom: 4% (bedeutet 4% der eingegebenen Batteriekapazität, also z.B. 4A bei einer 100Ah-Batterie, was ich für zuviel halte. ) Voll-Ladungs-Erfassungszeit: 3 min Ein Netzladegerät oder ein Solarregler hat, im Gegensatz zur LiMa des Motors, i.d.R. immer genug Zeit, die Vollladungskriterien zu erfüllen. Um die Batterie zu schonen, empfiehlt es sich daher grundsätzlich, diese per Netzladegerät (oder Solar usw.) nach zu laden, zumindest dann, wenn eine längere Stillstandsphase des Bootes ansteht. Geändert von tritonnavi (16.09.2022 um 08:41 Uhr) |
#7
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danke tritonnavi für die Zusammenfassung.
Ja das stimmt alles, aber dennoch muss ich sagen, dass mit dem alten Motor zumindest die Batterie voll wurde, wenn ich lange genug gefahren bin. (bzw. der Bat.-Monitor 100% angezeigt hat) Gleiches sieht man auch bei Landstrom und Solar (hier geht der Bat.Monitor weiter bis 100%) Beim neuen Motor ist mir eben nur aufgefallen, dass trotz mehrstündiger Fahrt, der Bat.-Monitor bei 96% "hängen" bleibt und dann erst wieder mit Landstrom oder PV bis 100% weiter macht..... War ja auch nur eine Frage, weil es mir eben aufgefallen ist - hätte ja sein können, dass man am Motor (Software) noch etwas einstellen kann.... Wenn es nicht geht, ist es eben so... Kein Problem. Grüße und Danke! Jens
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#8
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Aus meiner Sicht auch gar kein Problem, wenn man nicht zu 100% voll läd (nach Monitor).
Wenn die 14,4 V anliegen, ist das aus meiner Erfahrung her auch ausreichend für eine lange Lebensdauer. Es handelt sich bei den 14,8 V oft um die MAXIMALE Ladeschlusspannung, nicht um die minimale. Da wird aus meiner Sicht viel zu viel Bohei drum gemacht. Gruß Rüdiger |
#9
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![]() Zitat:
Die 14,8V sollten nur nicht überschritten werden. Allgemein sagt man ja, dass bei Erreichen der Ladeschlussspannung, ca 80% Ladezustand vorhanden sind. (ist aber nur eine Faustregel, die meist nicht genau stimmt...) Das ist, zumindest vor längerem Nichtgebrauch, bei Bleibatterien nicht gerade optimal, was z.B. bei aktuelleren Autos mit Rekuperationsfunktion zu beobachten ist, deren Bleibatterie ständig auf rund 80% SOC gehalten wird. Je leistungsfähiger die Ladetechnik ist, desto relevanter wird das: Wenn ich eine 100Ah-Batterie mit einem 4A-Lader z.B. bis zu dessen Ladeschlussspannung von 14,7V lade (was entsprechend lange dauern kann...), fängt der Strom in der Absorptionsphase halt bei 4A an und verringert sich langsam. Wenn ich die selbe 100Ah-Batterie z.B. mit der 140A-Lichtmaschine meines Autos laden würde, würde sich die Ladeschlussspannung (Regelspannung der LiMa, z.B. 14,5V), je nach Ladezustand sehr zügig einstellen und halt in der Absorptionsphase mit erheblich mehr Ladestrom beginnen. Die Absorptionsphase wird daher mit leistungfähigerer Ladetechnik länger dauern müssen, als mit schwächlicher Ladetechnik, bis eine bestimmte Ladestromstärke unterschritten ist. Im o.a. Fall mit der Ladung der 100Ah-Batterie mittels 4A Lader würde der Victron-Batterie-Monitor, sofern die Schweifstromeinstellung 4% beträgt, bereits ein paar Minuten nach Erreichen der Ladeschlussspannung "voll" erkennen, weil der Strom dann bereits die 4A unterschritten hat. Im Fall der stärkeren Ladetechnik (LiMa) wird die Vollerkennung des Monitors ab Erreichen der Ladeschlussspannung halt deutlich länger dauern müssen. |
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