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Motoren und Antriebstechnik Technikfragen speziell für Motoren und Antriebstechnik. |
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Themen-Optionen |
#1
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Hallo in die Runde,
ich habe Probleme mit dem Standgas meines 4BBL Vergasers auf einem 5.0 V8, Baujahr 1986. Der Vergaser wurde komplett überholt mit allen Teilen aus dem Kit und funktioniert sehr gut. Springt kalt wie warm sehr gut an, keine Aussetzer, volle Leistung. Nur das Standgas macht Schwierigkeiten. Eingestellt auf 650U/min. Wenn ich längere Zeit gleite bei ca. 3000 U/min und dann ins Standgas gehe, läuft er zu hoch bei ca. 950 U/min und bleibt auch in der Höhe. Somit habe ich beim Anlegen erhöhtes Standgas, was der Antrieb (Volvo) mit hartem Knallen quittiert und es unschön ruckt. Wenn der Motor dann abkühlt, ist das Standgas wieder ok. Die Choke Klappen sind voll geöffnet. Kann es sein, dass er Falschluft zieht, wenn er gut warm ist? Aber wo? Die Düsen für das Standgas sind nur schwer rauszuholen, da sie gepresst sind. Daher habe ich sie so gut wie möglich gereinigt und mit Druckluft durchgeblasen. Kann hier eine kleine Verunreinigung Schuld sein? Dann würde die Drehzahl aber eher abfallen? Das Verhalten ist immer dasselbe. Also gehe ich nicht von Verunreinigung aus, die mal eine Düse zusetzt und dann wieder nicht. Könnte es evtl. an der Zündung liegen, die aufgrund von Wärme auf früh regelt? Freue mich über Rückmeldung. Lieben Gruß Willy |
#2
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Zuerst würde ich die Gaszugeinstellung prüfen: Gehen die Drosselklappen auch warm (fast) ganz zu und begrenzt die Einstellschraube am Vergaser die Drosselklappe, oder der Gaszug.
Danach würde ich die Gemischschrauben warm (aber vor längerer Gleitfahrt) so kange magerer stellen, dass die 650 U/min soeben noch anliegen. Gruß Götz |
#3
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Danke. Der Gaszug hat leicht Spiel und das Standgas wird von der Einstellschraube gehalten. Das war auch schon mal mein Verdacht.
Das mit den Gemisch Schrauben ist ein guter Hinweis. Das werde ich versuchen. Sie sind jetzt 3 Umdrehungen rausgeschraubt. Leider gibt es keinen wesentlichen Unterschied, ob sie 1 oder 5 Umdrehungen rausgeschraubt sind. Nur beim Kaltstart macht es einen Unterschied. Daher waren 3 Umdrehungen am besten. Aber ich werde sie mal reindrehen, damit weniger Sprit angesaugt wird. |
#4
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Wenn der Kaltstart mit z.B. 1 Umdrehung zu mager ist, kannst Du auch den Choke "schärfer" einstellen.
Du musst das mal probieren. Die Marinemotoren laufen ab Werk meist hoffnungslos fett. Da ich vor über 10 Jahern eine Lambdamessung verbaut habe, konnte ich das direkt sehen (und ändern). Darum befindet sich bei Gleitfahrt etwas Benzin (flüssig) in der Ansaugbrücke und den Ansaugkanälen. Wenn Du dann von Gleitfahrt das Gas wegnimmt, strömt für eine gewisse Zeit weiterhin die Wärme aus dem Motor in das Kühlwasser und die Ansaugbrücke. Gleichzeitig bricht aber die Kühlung ein. Also steigt die Temperatur und vorhandenes Benzin in der Ansaugbrücke verdampft. Hier hilft eine Ansaugbrückendichtung, die die "Heizkanäle" für Abgas verschließt. Auch strömt viel mehr Wärme in den Vergaser, die Kühlwirkung durch durchströmendes Benzin geht aber gegen null --> das Benzin im Vergaser erwärmt sich. Dagegen hilft eine isolierende Vergaserfußdichtung, eine Kunststoffspacer und ein heat-shield. Es dauert also eine Weile, bis der Motor sich auf den neuen Betriebszustand (Verdränungsfahrt) stabilisiert hat und bis dahin läuft der Motor dann anders wie gewünscht. Grundsätzlich hilft es auch schon, deutlich vor erreichen des Ankerplatzes die Drehzahl runterzubehmen und lamgsam von Gleit in Vergdängerfahrt überzugehen und die letzten paar Minuten in Verdrängerfahrt an den Ankerplatz zu fahren. Dann hat ist ein Großteil der Wärme schon abgeführt. Viel Erfolg. Gruß Götz
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#5
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Gemischschrauben 3 Umdrehungen raus....ist auf jedenfall zu viel )
die Kerzen sind bestimmt Rabenschwarz) 2 1/2 Umdrehungen ist die "Grundeinstellung" von da aus bei Warmen Motor reindrehen, in kleinen schritten...bis der Motor den besten Rundlauf hat.... nur wenns schlechter wird die Schraube wieder etwas zurückdrehen. bei beide Schrauben nacheinander...und zum schluss Leerlaufdrehzahl korrigieren falls nötig.... ob das bei Deinem Problem Hilft...keine Ahnung )
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und immer eine Handbreit...na Ihr wisst schon ![]() Bier im Glas ![]()
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#6
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Danke.
Das werde ich in der nächsten Saison mal testen. Grüße Willy |
#7
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Wie im anderen Thread schon erwähnt unbedingt vergewissern, dass der Schwimmerstand korrekt eingestellt ist und zum Vergasermodell passt!
Klingt simpel, ist aber tricky. In den Kits ist beim Schwimmernadelventil meist beides dabei: fester Stößel im Ventil (solid needle) oder der Stift mit Feder (spring loaded needle). Man kann beides verwenden, aber sie benötigen unterschiedliche Schwimmerstände. Und je nach Modell gibt's selbst bei der spring needle verschiedene Möglichkeiten. Hier am Beispiel eines 2bbl-Kits: Das habe ich nach langer Fehlersuche bei mir auch erst spät erkannt.
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Gruss aus Frankfurt, Hans Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur auf der Rückseite des Beitrages!
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#8
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Hallo Hans, danke dir für deine Ausführungen.
Der Schwimmerstand ist tatsächlich eine wichtige Sache. Nach der ersten Überholung ist mir der Vergaser übergelaufen, da ich nach Tausch der Nadel und der Hülse den Schwimmer nicht angepasst hatte. Das habe ich dann nachgeholt. Ich habe jedoch Stunden nach dem Wert in Milimeter bzw. Inches gesucht. In der Beschreibung vom Vergaserkit (Walkerproducts) war nämlich mein Vergaser nicht aufgelistet. Nach langer Recherche habe ich nun 5 Milimeter von der Oberkante Vergaser bis zur Oberkante Schwimmer eingestellt. Bei 2 Milimeter ist er übergelaufen. Sollte jemand andere Werte ermitteln können, gerne her damit. Rochester 4BBL auf einem 5.0 Mercruiser BJ 1986 OEM 9661A3 Grüße Willy
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