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Motoren und Antriebstechnik Technikfragen speziell für Motoren und Antriebstechnik. |
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Startprobleme bei betriebswarmen Motor, Mercruiser 5L MPi
Hallo an alle,
ich wende mich heute mit der Bitte um Ratschläge/Tips an euch. Motor/Antrieb: - Mercruiser 5 Liter MPi - 194 kW - Bauj. 2012 - 8 Zylinder - Bravo III - Im Anhang ein Bild vom Motortypenschild Folgendes Problem: Wenn ich den Motor in betriebswarmen Zustand abstelle und nach ca. 30-60 Minuten wieder starten möchte, muss ich sehr lange (ca. 10-15 Sekunden) starten bis der Motor wieder läuft. Sobald die Maschine gestartet ist, schnurrt sie wieder wie ein Kätzchen, hat keinerlei Aussetzer, kein Leistungsproblem und läuft auch im Leerlauf perfekt. Unmittelbar nachdem er angesprungen ist, ist kurzzeitig Benzingeruch merkbar und wird meiner Einschätzung nach durch das Einspritzen während des Startvorganges verursacht. Ausgangssituation: - Zündkerzen neuwertig und schöner rehbrauner "Abbrand" - Elektrodenabstand 1mm - Verteilerkappe neuwertig, Abnehmerelektroden und Mittelschleifer sauber - Ferteilerfinger neuwertig und sauber - Zündkabeln und Stecker überprüft, sind i.O. und sitzen fest - Benzinfilter ist erneuert - Lt. VesselView Mobile sind keine Fehler im Speicher Das Kaltstartverhalten ist perfekt, es genügt ein kurzer Dreh am Zündschlüssel und der Motor ist sofort mit allen Zylindern da. Auch wenn der Motor betriebswarm ist und nur kurz (1-2 min) abgestellt wird springt er wieder gut an. Ich hab schon an so etwas wie "Dampfblasenbildung" gedacht, ist mir allerdings nur bei alten Vergasermotoren bekannt. Hab trotzdem mal versucht, vor dem Starten, die Zündung 3x an und aus zu machen, um zu sehen, ob es etwas hilft wenn die elektrische Benzinpumpe nicht nur 1x läuft sondern 3x. Hat allerdings zu keiner Veränderung geführt. Es könnte möglicherweise auch irgendeiner der verbauten Fühler/Sensoren sein... Benzinpumpendruck eher nicht, da im kalten Zustand ja alles passt. Hat einer der Experten einen Tip oder jemand an seinem Motor ein solches Problem gehabt und gelöst? Ich bin mit meinem Latein am Ende und für hilfreiche Tips sehr dankbar. Hoffentlich hab ich euch nicht zu viel "zugelabert". Vielen Dank! Beste Grüße Wolfgang |
#2
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Könnte der Kurbelwellensensor sein.
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#3
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Sind alle Signalkabel- oder sonstige Steckverbindungen fest? bzw. löst sich da unter Temperatur etwas?
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Gruß Jürgen "Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen" Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944)
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#4
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Hallo Klaus,
wird ein defekter Kurbelwellensensor nicht im Fehlerspeicher erkannt? Denn da sind keine Einträge. Vielen Dank! LG Wolfgang |
#5
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Zitat:
hab in der letzten Woche alle sichtbaren Steckverbindungen auseinandergenommen, die Pinns geprüft ob alle fest sitzen und mit Kontaktspray eingesprüht. Brachte leider auch keine Verbesserung. Vielen Dank! LG Wolfgang |
#6
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Hat die Maschine evtl. einen automatischen Choke der nach 1/2 Stunde Wartezeit beim Anlassen die Maschine behindert?
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Gruß Jürgen "Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen" Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944)
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#7
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Zitat:
Hallo Leute, hatte heute wieder Zeit um bei der Fehlersuche weiterzumachen. Allerdings nicht im Wasser sondern leider nur mit den Spülohren. Also nicht zu 100%igen Realbedienungen. Die Wassertepararur lag nach 20min Leerlauf und teilweise 1500rpm nur zwischen 71 und 74 Grad. Hab dann wie eingangs beschrieben ca. 40 min. abgewartet, eine Funkenstrecke eingebaut, um zu sehen wie sich der Funken verhält. Der Motor sprang zwar schlechter an als bei Kaltstart, aber nicht so schlecht wie mehrfach im "Echtbetrieb" am See erlebt. Die maßgebliche Erkentnis der Funkenstecke dürfte die Ursache für das schlechte Warmstartverhalten sein! Der Funken kam erst nachdem ich schon ca. 2-3 Sek. startete Auch der Funken selbst kam mir im Vergleich zu heutigen 4 Zylinder Kfz Motoren eher schwach vor. Also zwei Erkentnisse: - ein zu spät einsetzender Funken, evt. bei höheren Motortemperaturen noch später?! - ein meines Erachtens zu schwacher Funken?! So könnte es in der Tat der Kurbelwellensensor sein. Wenn dieser, einen auf Temparatur reagierenden Fehler hätte, allerdings nur in Bezug auf den zu spät einsetzenden Funken. Somit würde zwar eingespritzt, aber nicht gezündet, dadurch ein "absaufen" verursacht und wenn der Funken wieder kommt, ein längeres starten notwendig machen. Könnte sein....... Beim schwachen Funken könnte es evt. die Zündspule sein. Allerdings fehlt mir der Vergleich, wie bei diesem 8 Zylinder MPi, der Funken "normal" ist. Ich werde bei nächster Gelegenheit die Zündspule und den Kurbelwellensensor ausbauen und durchmessen. Da ich für diesen Motor noch keine technischen Unterlagen habe, würde ich mich sehr freuen wenn mir wer Schaltpläne und evt. weitere technische Literatur zur Elektrik zur Verfügung stellen kann. Hat jemand noch weitere Ideen, was zu oben beschrieben Fehlerbild (spät einsetzender Funken) führen kann? So weiß man immer was man in seiner Feizeit macht..... Vielen Dank! Beste Grüße Wolfgang |
#8
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Hallo Wolfgang,
ich sehe gerade, dass Du das gleiche Problem mit dem 5l MPI hast wie ich: https://www.boote-forum.de/showthread.php?t=262760 Bist Du bei der Fehlersuche mittlerweile weiter gekommen? Ist es bei Dir auch so, dass mit etwas Leerlaufgas besser gestartet wird? Viele Grüße Martin Nachtrag: falls noch nicht gefunden, findest Du hier übrigens: deutschsprachige Bedienungs- und Wartungsanleitung für 5.0MPI englischsprachiges Servicemanual #31 für 5.0MPI englischsprachiges Servicemanual #28 für Bravo 3 Geändert von martin.g (12.07.2017 um 10:45 Uhr)
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#9
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Hallo Martin,
hab im Ausschlussverfahren schon sehr viele Möglichkeiten geprüft und gemessen, allerdings noch keinen Fehler gefunden. Bin zur Zeit am Gardasee und hatte den Fehler bisher 2x. Vor dem Starten etwas "Gas" geben hilft bei mir nicht. Ist schon eine blöde Sache. Da er allerdings immer wieder anspringt, werde ich halt in Ruhe immer wieder einen Bauteil prüfen bzw. tauschen. Jetzt allerdings mal den weiteren Urlaub genießen. Liege gerade an der Haseninsel und da hat ein Kollege ein ganz anderes Problem......... Liegt schon den dritten Tag aufgelaufen da........😳 LG Wolfgang |
#10
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Ich habe bei meinem VP 5.0gxi auch das selbe Verhalten.
Nach Gleitfahrt und warm abgestellt muss ich ebenfalls länger orgeln bis er anspringt aber er springt immer an! Das Verhalten hat sich aber gebessert... Ich verwendete in letzter Zeit einen Benzin System Reiniger und Premium Treibstoff kann aber auch Zufall oder Einbildung sein. Auch die Blasen Bildung im Einspritzsystem halte ich für möglich...
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#11
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Hallo Leute,
Ich möchte euch zu meinen Startproblemen einen aktuellen Status geben. Zwischen den Gardaseeaufenthalten hab ich so weit mir möglich war, alle (noch nicht geprüften) elektrischen Bauteile und deren Steckverbindungen geprüft und eingesprüht. Alles rund um die Zündung, Einspritzung, Kraftstoffpumpen und deren Drücke und noch vieles mehr kontrolliert. Keinen Fehler gefunden..... Also dachte ich mir, letzte Aktion - ich kippte zwei Flaschen Benzinsystemreiniger (Eurosol) vor dem Tanken in den Tank. Bin jetzt seit einer Woche, täglich mehrere Stunden, am Wasser und der Fehler trat bisher nicht mehr auf!! Egal wie lange oder kurzt das Boot abgestellt war, es startete immer sauber nach kurzem "Orgeln". Es scheint, dass dieser Kraftstoffzusatz wirklich hilft. Beste Grüße Wolfgang
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#12
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Wenn die Einpritzdüsen verunreinigt sind, dann trofpen die gern nach.
Dann sammeln sich Benzindämpfe im Ansaugtrakt und der Motzor muss die erst mal raussaugen. Das haben wir bei einem unserer PKW auch, da sind es aber die LPG-Einspritzdüsen. Vollgas beim Starten hilft da etwas. Ein Systemreiniger entfernt dann die Ablegerungen, Verunreinigungen,... und schon schließt das Einspritzventil wieder - wenn das die Ursache war helfen diese Zusätze tatsächlich. Gruß Götz
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#13
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Vapor locking - Dampfblasenbildung ist ein bekannter Fehler bei den MPI vor allem bei Motoren die unterflur eingebaut sind.
Mercury weist in diesem Zusammenhang auf ein gut funktionierendes Anti Siphon Ventil in der Tankleitung hin ...also genau das Gegenteil von dem was hier im Forum schon öfters empfohlen wurde. Mögliche Abhilfe bringt den Motor vor dem Abstellen einige Zeit laufen lassen und/oder Motorraum öffnen bzw. Blower einschalten damit kein Hitzestau entsteht. Mercury gibt die maximale Motorraumtemperatur mit 80° an! Du kannst auch noch eine weitere Benzinpumpe direkt nach dem Tank, am Besten unter Tankniveau, mit 20 Sekunden Zeitschaltrelais einbauen. LG Michael
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Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen dass sich etwas ändert!
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#14
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Ah, ja ...Check Valve fällt mir gerade noch ein - das verhindert das Zurückfließen von heißem Wasser in den Benzinkühler. Schau mal ob das bei Dir verbaut ist. Wenn du den 7 Punkt Ablass hast Nr. 2, bei den anderen ist es vorne im Schlauch zum Kühler.
LG Michael
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